Sherab
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Rime
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Wie würdet ihr Projektionen definieren?
Und wie erkennt ihr Eure eigenen Projektionen?
Und wie erkennt ihr Eure eigenen Projektionen?
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Für die Arbeit mit meinem Geist relevant sind Projektionen Eigenschaften/Geistesfaktoren, die ich an mir selbst ablehne, weil ich sie als negativ definiere. Dennoch sind diese Geistesfaktoren/Eigenschaften ja in meinem Geist vorhanden und wirken. Weil sie aber nicht in mein Bild von mir selbst passen, übertrage ich sie auf andere.Wie würdet ihr Projektionen definieren?
Eigentlich kann man Projektionen nicht selbst erkennen, weil man diese Eigenschaften so sehr für sich ablehnt. Deswegen ist da eine fachliche Begleitung sicher das Mittel der Wahl. Ehrlich gesagt hoffe ich immer auf furchtlose Freund*innen, die mir das sagen. Aber darauf verlassen kann man sich nicht, Höflichkeit und so.Und wie erkennt ihr Eure eigenen Projektionen?
Projektion: man sieht etwas im anderen – dies muss aber nicht richtig sein, weil es aus dem eigenen Innern kommt
Ist Mitgefühl denn etwas, was man bei sich ablehnt und es deswegen projizieren muss?Den "Hans Spruch" muss ich mir merken, wahrscheinlich kann man das aber auch nicht
verallgemeinern, weil Hans ja auch mitfühlend über Hänschen sprechen kann.
Ja, entweder ein*e Therapeut*in oder Lehrer*in.Zur Erkennung: Was meinst Du mit fachlicher Begleitung? Psychologe?
Wie der Begriff „Schatten“ in der Psychoanalyse.Wie würdet ihr Projektionen definieren?
Nicht einfach, sondern durch die Versprecher in der Kommunikation oder in der Symptomatik. Die Projektion kann meistens nicht bewusst werden; deswegen rationalisiert oder verdrängt der Mensch sie. Und gerade deswegen leidet er, ohne es sogar! zu be-merken.Und wie erkennt ihr Eure eigenen Projektionen?

Das ist eine gute Methode, um die Furcht vor dem Tod zu überwinden.Mir hilft manchmal die Vorstellung, was wäre, wenn ich weiß, ich verlasse gleich diese Welt, z.Bspl. indem ich sterbe, mit all meinen Projektionen, Anhaftungen, Ängsten, Dunkelheit, Dünkel usw.
Dann bekomme ich manchmal auch eine Ahnung, wie befreiend es sein kann, all das nicht mehr mit mir rumzutragen. Was muss das für ein tiefer Frieden sein...
Ich denke wir sind immer nur in unserem eigenen Geist unterwegs, der alles eifrigst sortiert und bewertet. Es braucht viel Übung, das zu erkennen und abzulegen.Eigentlich bewerten die Menschen Dinge, Personen und Situation zumeist auf Grundlage ihrer eigenen Erfahrungen im Leben. Selbst wenn man glaubt, auf der Metaebene zu sein, würde ich denken, dass man davor nicht gefeit ist.
Vielleicht hat das alles auch mit Angst zu tun. Angst vor Ablehnung, Angst vor Verlust, oder Angst vor Überforderung.Das Gehirn ist auf ständige Bewertungen ja angewiesen, um das Überleben zu sichern. Vielleicht ist es nicht möglich, es komplett abzulegen, aber ich halte es für möglich, dass man lernen kann, sich dem unentwegt bewusst zu sein und sein eigenes Denken und Handeln zu hinterfragen.






Aber was bedeutet das nun für das Thema Projektion? Ich vermute, es bedeutet vor allem, dass es als Antrieb zum Handeln dient. Ob nun im Reduzieren von Leid oder dem Mehren von Leid.



Ach, ja:In der tiefen Meditation gelingt es manchmal auch, die Projektionen und Anhaftungen abzulegen und trotzdem einfach weiter zu leben, mit dem was da ist, nicht nur den eigenen Vorstellungen.
Aus: Paul Debes, "Die Lehrreden des Buddha", Band 7, Seite 6224- https://www.buddhistisches-seminar.de/Du bist es, der dein Urteil ausspricht;
kein schrecklicher Gott treibt dich dazu. Denn wisse:
außerhalb deiner meta-psychischen Projektionen gibt es weder
Götter noch Dämonen noch den Richter des Todes – nicht
einmal das sogenannte „Bardo“. Begreife dies endlich und
werde frei.

Mach es nicht so kompliziert, ich finde es sehr nett, dass du den Regenwurm gerettet hast...
Viele Grüße,
Wetering
In diesem Zusammenhang ist das Wort "Projektion" eigentlich gängig. Die ganzen Daseinsbereiche sind letztlich Projektionen des Geistes. Tulku Thondup beschreibt zum Beispiel sehr schön, dass Yama, hier bei Debes der "Richter des Todes" genannt, auch eine geistige Projektion unseres Gewohnheitsmusters des Urteilens ist.Ach, ja:
Aus: Paul Debes, "Die Lehrreden des Buddha", Band 7, Seite 6224- https://www.buddhistisches-seminar.de/
Na ja, aber ich sehe da keinen Widerspruch, denn alles, was wir eigentlich wahrnehmen, stellt am Ende nur die Projektionen des Geistes dar. Nicht Anderes.In diesem Zusammenhang ist das Wort "Projektion" eigentlich gängig. Die ganzen Daseinsbereiche sind letztlich Projektionen des Geistes. Tulku Thondup beschreibt zum Beispiel sehr schön, dass Yama, hier bei Debes der "Richter des Todes" genannt, auch eine geistige Projektion unseres Gewohnheitsmusters des Urteilens ist.
die Wirklichkeit werde von unserem Gehirn konstruiert, nur diese vom Gehirn konstruierte Wirklichkeit sei für uns erfahrbar.
Da hast du wohl aus Deinem Ego heraus gehandelt. Du hast es selbst als ungerecht empfunden und nach deinem Gefühl gehandelt. Das ist normal.Vielleicht ist es leichter anhand eines anderen Beispiels zu verstehen. Es gab vor über 20 Jahren mal eine Situation, wo ich glaubte, eine Gruppe wäre ungerecht behandelt worden. Ich selbst war nicht betroffen. Aber weil ich es ungerecht fand, habe ich mich dafür eingesetzt, dass diese Gruppe gerecht behandelt wird. Am Ende habe ich damit aber nur Leid verursacht. In der Gruppe, wo ich drin war und in der Gruppe, denen ich helfen wollte. Niemand empfand sich nämlich als ungerecht behandelt dort. Ich war einfach total übergriffig gewesen, weil ich meine Gefühle auf diese Gruppe übertragen hatte.
Ich glaube dazu muss man sich selbst erstmal erkennen. Und wissen, welche Verletzungen, Eitelkeiten oder Wünsche man im Innersten herumträgt, die einem die Welt seinem eigenen Muster entsprechend erscheinen lässt.. Das ist gar nicht so leicht verstandesgemäss zu erfassen. Vieles ist ja im Unterbewusstsein abgespeichert.Ich würde sehr gerne wissen, wie es aussehen könnte, wenn jemand ohne Projektion handelt.
Also ich könnte mir vorstellen, dass ich dann aus ethischen Gründen handeln würde. Aber das entspräche dann vielleicht starren Prinzipien und... wäre das dann wieder Anhaftung?
Vielleicht hat ja jemand eine Idee, wie man das Handeln ohne Projektion sonst noch umsetzen könnte.![]()
Das gefällt mir auch. Man sollte es nicht zu kompliziert machen. Doch hilft so eine Situation auch, sich über seine eigenen Motive klar zu werden.Mach es nicht so kompliziert, ich finde es sehr nett, dass du den Regenwurm gerettet hast...
Projektion kann auch zu Wut führen. Das erleben wir ja tagtäglich. Im Prinzip verstehe ich das so, dass ich in der Projektion meinen eigenen Anteil an meinen Gefühlen nicht wahrnehme, sondern denke, der Mitmensch will mir etwas Böses, oder halt auch, der Mitmensch leidet wie ich. Wenn es mir gelingt, den eigenen Anteil an der Situation zu durchschauen, sehe ich die Welt ohne Projektionen. Glaub ich zumindest.Projektion führt dann vermutlich eher zu Mitleid und nicht Mitgefühl. Ich werde drauf achten, das besser auseinander zu halten.




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