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Sherab

Mitglied
Buddh. Richtung:
Rime
Wie würdet ihr Projektionen definieren?

Und wie erkennt ihr Eure eigenen Projektionen?
 
| Mein Blickwinkel: Ich schreibe aus dem Blickwinkel verschiedener Rollen, die mein jetziges Leben prägten. Als Sohn, als Ehemann, als Arbeitnehmer, als Volkswirt und vor allem als Schüler der buddhistischen Philosophie, wobei ich versuche, diese in mein Leben zu integrieren.
Re: Praxis Projektionen
Ich antworte jetzt nur für mich persönlich, also auf der Basis, wie ich damit arbeite und umgehe.
Wie würdet ihr Projektionen definieren?
Für die Arbeit mit meinem Geist relevant sind Projektionen Eigenschaften/Geistesfaktoren, die ich an mir selbst ablehne, weil ich sie als negativ definiere. Dennoch sind diese Geistesfaktoren/Eigenschaften ja in meinem Geist vorhanden und wirken. Weil sie aber nicht in mein Bild von mir selbst passen, übertrage ich sie auf andere.
Und wie erkennt ihr Eure eigenen Projektionen?
Eigentlich kann man Projektionen nicht selbst erkennen, weil man diese Eigenschaften so sehr für sich ablehnt. Deswegen ist da eine fachliche Begleitung sicher das Mittel der Wahl. Ehrlich gesagt hoffe ich immer auf furchtlose Freund*innen, die mir das sagen. Aber darauf verlassen kann man sich nicht, Höflichkeit und so.

Wie ich versuche, sie zu erkennen: Achtsamkeit ist dabei die Grundlage. Und Vers 36 der 37 Übungen eines Bodhisattva : Schaue unablässig auf den Zustand deines Geistes.
Das ist die Basis.
Und dann hat sich mit ein Spruch von Oliver Petersen in einem Arbeitskreis eingeprägt: "Was Hänschen über Hans sagt, sagt mehr über Hänschen als über Hans."
Wenn ich also jemandem eine schlechte Eigenschaft oder etwas Negatives zuschreibe, begebe ich mich mit einem hoffentlich ausreichendem Maß an Achtsamkeit an die Stelle des Hänschens und suche in meinem Geist nach der schlechten Eigenschaft. Ich werde dann auch meistens fündig.
Mir hilft das, seit ich den Spruch gehört habe.

Durch die Trump- und Merz-Regierung kursiert in politischen Diskussionen auch der Spruch "Every accusation is confession." Der wäre kürzer und knackiger und man käme mit den verschiedenen Hans-Hüten nicht durcheinander, die man sich ja aufsetzen müsste. 😁

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Edit: Ich habe mal in meinen Arbeitskreis-Notizen nachgeschaut, in welchem Zusammenhang Oliver das gesagt hat. Es ging um reine Wahrnehmung und - tadaaaaa - Projektionen. 😁

Da du nach einer Definition gefragt hattest, hier ist die von Oliver:
Projektion: man sieht etwas im anderen – dies muss aber nicht richtig sein, weil es aus dem eigenen Innern kommt

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Noch ein Edit: Wenn ich sage "ich werde meistens fündig" heißt das nicht, dass die Sache erledigt ist. Die Ablehnung bleibt ja. Aber dann weiß ich zumindest, wo ich regelmäßig hinschauen und daran arbeiten muss.
 
Zuletzt bearbeitet:
Re: Praxis Projektionen
Danke @Mopsa (Deinen neuen Profilnamen finde ich noch gewöhnungsbedürftig).
Den "Hans Spruch" muss ich mir merken, wahrscheinlich kann man das aber auch nicht
verallgemeinern, weil Hans ja auch mitfühlend über Hänschen sprechen kann.

Die Definition finde ich auch super.

Zur Erkennung: Was meinst Du mit fachlicher Begleitung? Psychologe?
 
| Mein Blickwinkel: Ich schreibe aus dem Blickwinkel verschiedener Rollen, die mein jetziges Leben prägten. Als Sohn, als Ehemann, als Arbeitnehmer, als Volkswirt und vor allem als Schüler der buddhistischen Philosophie, wobei ich versuche, diese in mein Leben zu integrieren.
Re: Praxis Projektionen
Den "Hans Spruch" muss ich mir merken, wahrscheinlich kann man das aber auch nicht
verallgemeinern, weil Hans ja auch mitfühlend über Hänschen sprechen kann.
Ist Mitgefühl denn etwas, was man bei sich ablehnt und es deswegen projizieren muss?
Zur Erkennung: Was meinst Du mit fachlicher Begleitung? Psychologe?
Ja, entweder ein*e Therapeut*in oder Lehrer*in.
 
Re: Praxis Projektionen
Projektionen würde ich so * definieren:

"eigentliches" Objekt + Vorstellungen* = "grobes" Objekt (was ich dann wahrnehme)

Erkennen tue ich das normalerweise nicht, weil "das" sich für mich einfach wahr anfühlt.

Durch Nachdenken kann/könnte ich die zwei Teile "trennen".

(die Bezeichnung "grobes" Objekt habe ich gelesen bei Andy Karr (Der Wirklichkeit auf der Spur), Kapitel Sautantrikas)
 
| Mein Blickwinkel: Zen-Schüler
Re: Praxis Projektionen
Wie würdet ihr Projektionen definieren?
Wie der Begriff „Schatten“ in der Psychoanalyse.
Und wie erkennt ihr Eure eigenen Projektionen?
Nicht einfach, sondern durch die Versprecher in der Kommunikation oder in der Symptomatik. Die Projektion kann meistens nicht bewusst werden; deswegen rationalisiert oder verdrängt der Mensch sie. Und gerade deswegen leidet er, ohne es sogar! zu be-merken.
 
Re: Praxis Projektionen
Wir gehen im Park spazieren.
Die Familie meiner Frau hatte einen Hund. Wenn uns ein Hund entgegen kommt, sieht sie einen süßen Hund.
Unser Sohn wurde schon von einem Hund in den Finger gebissen, er sieht (und fühlt) einen gefährlichen Hund.
Und ich frage mich, ob der Hund die Buddhanatur hat.
 
| Mein Blickwinkel: Zen-Schüler
Re: Praxis Projektionen
Jeder Mensch ist unser Spiegel. Wir Projizieren immer zu auf andere Menschen.
Der erste Schritt ist zu akzeptieren, dass man genau das selbe ist/in sich hat was man an dem anderen so verurteilt. Genau so erkennt man Projektionen auch ganz einfach.
Sobald mich etwas an jemanden stört, kann ich davon ausgehen, dass ich etwas von mir auf ihn projiziere.

In der PoV gibt es auch eine tolle Übung dazu, es geht darum auszusprechen was man verurteilt, einzugestehen, dass man genau das selber ist und sich selber dafür zu vergeben und sich bei dem anderen (innerlich) zu bedanken, dass er einen ein Lehrer ist und auf dem Weg weiter geholfen hat.
Das ist so ein kleiner Schritt das Urteil aufzuheben und sich dessen erst einmal bewusst zu werden.

Der nächste Schritt ist dann natürlich zu schauen woher diese Urteile kommen, oft sind es ja Glaubenssätze auf Grundlage von Erfahrungen aus der Kindheit und diesen Teil in sich zu heilen.

Das bringt mir jedes Mal ein Stückchen mehr inneren Frieden.
 
Re: Praxis Projektionen
Ja, ich sehe es ähnlich, genau gesagt: letztendlich ist alle Wahrnehmung Projektion.
In der Psychologie versteht man unter Projektion "das Übertragen und Verlagern innerpsychischer Inhalte oder eines innerpsychischen Konfliktes, die im Widerspruch zu eigenen und/oder gesellschaftlichen Normen stehen können, auf andere Personen, Menschengruppen, Lebewesen oder Objekte der Außenwelt." (Wikipedia).

Also eine faktisch falsche Benennung, die den Sinn des Selbstschutzes hat. Und leider funktioniert solch ein Schutz nicht, ist also keiner, sondern ist eher Ausdruck von Gestörtsein - obwohl es normal ist, denn es gibt kaum jemanden, der nicht projiziert.

Was den Unterschied ausmacht, ist ob man sich selber hinterfragen kann oder ungebremst andere für die eigenen Unzulänglichkeiten verantwortlich macht.

Ein kleiner Trick, wenn ich irgendwas Unangenehmes über andere denke, ist dass ich mich frage:
  • Wann habe ich mich schonmal so gefühlt? Oder
  • Warum passiert MIR sowas?

Dann wird mir oft viel klarer, dass diese Wahrnehmung extrem viel mit mir selbst zu tun hat.
 
| Mein Blickwinkel: Lebenserfahrung, Lamrim, Shantideva
Re: Praxis Projektionen
Hallo, :)

das ist ein spannendes Thema mit dem ich mich im Alltag eigentlich ständig auseinandersetze.

Eigentlich bewerten die Menschen Dinge, Personen und Situation zumeist auf Grundlage ihrer eigenen Erfahrungen im Leben. Selbst wenn man glaubt, auf der Metaebene zu sein, würde ich denken, dass man davor nicht gefeit ist.

Ich merke Projektionen oft erst, wenn ich mich ärger. Aber manchmal denke ich auch bei positiven Bewertungen darüber nach, dass meine Bewertung durch Projektion geschieht.

Ich würde denken, dass Projektion nur nicht geschieht beim achtsamen, wertfreien Beobachten/Teilnehmen/Beschreiben... wenn dies ausreichend geübt wurde. Aber sobald diese Übung verlassen wird, vermute ich, dass Projektionen geschehen. Das Gehirn ist auf ständige Bewertungen ja angewiesen, um das Überleben zu sichern. Vielleicht ist es nicht möglich, es komplett abzulegen, aber ich halte es für möglich, dass man lernen kann, sich dem unentwegt bewusst zu sein und sein eigenes Denken und Handeln zu hinterfragen.


Liebe Grüße
Nae Mi
 
| Mein Blickwinkel: Ich schreibe aus meiner Erfahrung mit Traumatherapie, Achtsamkeit aus der dialektisch behavioralen Therapie und dem, was ich neu im MBSR (achtsamkeitsbasierte Stressreduktion) lerne. Ich bin unwissend bezogen auf die buddhistischen Lehren; möchte aber lernen.
Re: Praxis Projektionen
Mir hilft manchmal die Vorstellung, was wäre, wenn ich weiß, ich verlasse gleich diese Welt, z.Bspl. indem ich sterbe, mit all meinen Projektionen, Anhaftungen, Ängsten, Dunkelheit, Dünkel usw.
Dann bekomme ich manchmal auch eine Ahnung, wie befreiend es sein kann, all das nicht mehr mit mir rumzutragen. Was muss das für ein tiefer Frieden sein...
 
Re: Praxis Projektionen
Mir hilft manchmal die Vorstellung, was wäre, wenn ich weiß, ich verlasse gleich diese Welt, z.Bspl. indem ich sterbe, mit all meinen Projektionen, Anhaftungen, Ängsten, Dunkelheit, Dünkel usw.
Dann bekomme ich manchmal auch eine Ahnung, wie befreiend es sein kann, all das nicht mehr mit mir rumzutragen. Was muss das für ein tiefer Frieden sein...
Das ist eine gute Methode, um die Furcht vor dem Tod zu überwinden.
In der tiefen Meditation gelingt es manchmal auch, die Projektionen und Anhaftungen abzulegen und trotzdem einfach weiter zu leben, mit dem was da ist, nicht nur den eigenen Vorstellungen. ❤️
 
Zuletzt bearbeitet:
Re: Praxis Projektionen
Eigentlich bewerten die Menschen Dinge, Personen und Situation zumeist auf Grundlage ihrer eigenen Erfahrungen im Leben. Selbst wenn man glaubt, auf der Metaebene zu sein, würde ich denken, dass man davor nicht gefeit ist.
Ich denke wir sind immer nur in unserem eigenen Geist unterwegs, der alles eifrigst sortiert und bewertet. Es braucht viel Übung, das zu erkennen und abzulegen.
Das Gehirn ist auf ständige Bewertungen ja angewiesen, um das Überleben zu sichern. Vielleicht ist es nicht möglich, es komplett abzulegen, aber ich halte es für möglich, dass man lernen kann, sich dem unentwegt bewusst zu sein und sein eigenes Denken und Handeln zu hinterfragen.
Vielleicht hat das alles auch mit Angst zu tun. Angst vor Ablehnung, Angst vor Verlust, oder Angst vor Überforderung.
Ich glaube auch nicht, dass ich das jemals komplett ablegen kann. Ich habe nur Momente erlebt, in denen das ganz weg war, und je mehr ich das übte, desto länger wurden sie. :)
 
Re: Praxis Projektionen
@Bubbles , :)

Ich dachte eher an die Amygdala und z.B. den Fall mit dem Säbelzahntiger. Eine Bewertung, die den Säbelzahntiger fest als Gefahr verankert, sorgt dafür, dass der Mensch ohne Zeitverzögerung reagieren kann. Außerdem entlastet das Schubladendenken das Gehirn, weil es nicht ständig neu analysieren muss.

Aber es wäre schon interessant, ob das Gehirn eines Menschen es tatsächlich leisten könnte, dauerhaft ohne Bewertungen und Projektionen zu leben. Gäbe es ohne Projektion überhaupt noch Mitgefühl? Wenn ich mich in mein Gegenüber hineinversetze, läuft das ja eigentlich auch über Projektionen.

Je mehr ich drüber nachdenke, desto mehr Verzahnungen entdecke ich zu unterschiedlichen Dingen. Das Thema ist noch spannender als gedacht. :giggle:

Liebe Grüße
Nae Mi
 
| Mein Blickwinkel: Ich schreibe aus meiner Erfahrung mit Traumatherapie, Achtsamkeit aus der dialektisch behavioralen Therapie und dem, was ich neu im MBSR (achtsamkeitsbasierte Stressreduktion) lerne. Ich bin unwissend bezogen auf die buddhistischen Lehren; möchte aber lernen.
Re: Praxis Projektionen
Hallo, :)

Ich habe eben auf meinem Spaziergang einen Regenwurm gerettet und habe im Anschluss mal drüber nachgedacht.

Es war reine Projektion gewesen, die mich dazu veranlasst hat. Der Regenwurm wandt sich auf dem Pflasterstein schon sehr geschwächt. Meine Projektion:"Er kämpft verzweifelt um sein Überleben." Natürlich war sein Leben objektiv gefährdet, aber dass er sich verzweifelt fühlte, war meine Projektion.

Und dann fiel mir noch was auf: Dass ich ihn gerettet habe, war ja nicht reines Mitgefühl. Anderen Menschen oder Tieren aktiv zu helfen, erfüllt oft die Funktion, die eigene Hilflosigkeit zu beenden und sich selbstwirksam zu fühlen. Den "verzweifelten" Regenwurm zu sehen, hat sich schlecht angefühlt. Ihn zu retten und seine Hilflosigkeit zu beenden, hat meine eigene Hilflosigkeit beendet und mich wie die Heldin des Regenwurms fühlen lassen. :ROFLMAO:
Vermutlich wurde eine Menge Dopamin ausgeschüttet, als ich so stolz auf mich war, dass ich aufmerksam genug war, den armen Regenwurm zu entdecken und zu retten.

Aber was bedeutet das nun für das Thema Projektion? Ich vermute, es bedeutet vor allem, dass es als Antrieb zum Handeln dient. Ob nun im Reduzieren von Leid oder dem Mehren von Leid.

Liebe Grüße
Nae Mi
 
| Mein Blickwinkel: Ich schreibe aus meiner Erfahrung mit Traumatherapie, Achtsamkeit aus der dialektisch behavioralen Therapie und dem, was ich neu im MBSR (achtsamkeitsbasierte Stressreduktion) lerne. Ich bin unwissend bezogen auf die buddhistischen Lehren; möchte aber lernen.
Re: Praxis Projektionen
Danke sehr, @Nae Mi für Deine mit uns geteilte Selbstbeobachtung. Das finde ich wirklich toll beschrieben.
Ein Regenwurm kann einen also eine Menge über sich selbst lehren. :)

Dieser Impuls, ihn zu retten, ist denke ich eine Folge des Mitgefühls mit allen fühlenden Wesen und auch ein wesentliches buddhistisches Prinzip.

Die Projektion sehe ich in dem Fall nicht im Wunsch, dem Wurm zu helfen, sondern eher darin, hinterher darauf stolz zu sein.
Eine hungrige Amsel hätte ihn vielleicht gerne gefressen?

Aber was bedeutet das nun für das Thema Projektion? Ich vermute, es bedeutet vor allem, dass es als Antrieb zum Handeln dient. Ob nun im Reduzieren von Leid oder dem Mehren von Leid.

Projektionen sind sicher ganz oft der Antrieb zum Handeln.
Wenn es einem gelingt, ohne Selbst und ohne Projektionen zu handeln, ist man wahrscheinlich ganz nah an der Befreiung. 🧡
 
Re: Praxis Projektionen
Hallo @Bubbles , :)

ich sehe das tatsächlich noch ein bisschen anders. Meine Sorge war, dass der Regenwurm vertrocknet. Wäre er von einem Vogel gefressen worden, dann hätte er dem Vogel als Nahrung gedient. Das wäre für mich persönlich vertretbar gewesen.

Der Stolz war nicht die Intention meines Handelns, sondern die Projektion meiner Gefühle auf den Wurm. Ich dachte mir, dass wenn ich an seiner Stelle wäre, ich verzweifelt wäre. Also glaubte ich, dass auch der Regenwurm Verzweiflung fühlen würde. Dort fand die Projektion statt.

Vielleicht ist es leichter anhand eines anderen Beispiels zu verstehen. Es gab vor über 20 Jahren mal eine Situation, wo ich glaubte, eine Gruppe wäre ungerecht behandelt worden. Ich selbst war nicht betroffen. Aber weil ich es ungerecht fand, habe ich mich dafür eingesetzt, dass diese Gruppe gerecht behandelt wird. Am Ende habe ich damit aber nur Leid verursacht. In der Gruppe, wo ich drin war und in der Gruppe, denen ich helfen wollte. Niemand empfand sich nämlich als ungerecht behandelt dort. Ich war einfach total übergriffig gewesen, weil ich meine Gefühle auf diese Gruppe übertragen hatte.

Es ging mir nie darum, Anerkennung für meine Hilfe zu bekommen. Das war nicht mein Antrieb. So wie der Stolz nicht mein Antrieb war, dem Regenwurm zu helfen, sondern das Gefühl, er wäre verzweifelt.

Aber es ist bestimmt gut möglich, dass Stolz bei einigen Menschen ein Antrieb ist, z.B. wenn sie Bestätigung von Außen brauchen, um ihr Selbstwertgefühl stabil zu halten.

Dadurch, dass ich nicht nur auf fühlende Wesen, sondern auch auf Gegenstände meine Gefühle projiziere, habe ich auch mit diesen Mitgefühl. Ich bin Animistin und glaube daran, dass alles beseelt ist. Darum entschuldige ich mich auch bei Gegenständen, wenn ich mal versehentlich unachtsam mit ihnen umgegangen bin.

Ich würde sehr gerne wissen, wie es aussehen könnte, wenn jemand ohne Projektion handelt.
Also ich könnte mir vorstellen, dass ich dann aus ethischen Gründen handeln würde. Aber das entspräche dann vielleicht starren Prinzipien und... wäre das dann wieder Anhaftung?
Vielleicht hat ja jemand eine Idee, wie man das Handeln ohne Projektion sonst noch umsetzen könnte.:giggle:

Liebe Grüße
Nae Mi
 
| Mein Blickwinkel: Ich schreibe aus meiner Erfahrung mit Traumatherapie, Achtsamkeit aus der dialektisch behavioralen Therapie und dem, was ich neu im MBSR (achtsamkeitsbasierte Stressreduktion) lerne. Ich bin unwissend bezogen auf die buddhistischen Lehren; möchte aber lernen.
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