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traditionsübergreifend
Re: Dharma Brauchen wir, das Dharma zu studieren?
Ich kann damit leben, kein Problem.
Ich gebe mir Mühe, den Dalai-Lama zu zitieren:

„Für die Prasangikas liegen die Dinge anders. Für sie ist die Existenz rein etwas Begriffliches. Ihr eignet unter keinen Umständen eine objektive Komponente. Die Texte des Mittleren Weges geben hier sehr häufig das Beispiel von Seil und Schlange. Im Halbdunkel eines Raumes liegt zusammengerollt ein gesprenkeltes Seil. Jemand könnte dieses Seil für eine Schlange halten, doch in diesem Fall würde die gedachte Schlange in der Wirklichkeit nicht existieren, auch wenn die entsprechende Person sie deutlich wahrnimmt. Doch das gefleckte Seil besaß niemals die Natur einer Schlange. Dasselbe gilt für die Aggregate, denen wir die Bezeichnung „Ich“ zuordnen.“
Also, wenn es keine objektive Komponente gibt, alles rein Begriffliches ist, dann kann man nur über etwas reden, das nur durch die Kraft der Benennung existiert, aber so nicht wirklich existiert. Ich meine real.


Ich mache da mein eigenes Beispiel.


Wenn meine Katze das Wort „Krebs“ sieht, bedeutet das für sie nur Linien auf dem Monitor.


Wenn aber ich das lese, entstehen sehr viele Assoziationen, also wie die Krankheit und der Tod.


Auf entlegenen Inseln, also etwa bei den Schamanen, wenn ein Mensch nur verflucht wurde, dann hat er dahingesiecht und starb. Wegen nur eines Wortes, das keiner realen Existenz in der Wirklichkeit entspricht. Begriffe, also wie diese Magie der Sprache, erschaffen die Wirklichkeit, die nicht auffindbar ist, aber sie wirkt, in dem Sinne, dass der Mensch wegen des Fluches stirbt.


Kann sein, das ist ein plumpes und ungeschicktes Beispiel, aber für das Verständnis ist es gut geeignet. Oder?
 
Re: Dharma Brauchen wir, das Dharma zu studieren?
Das ist aber nicht alles. @Helmut , schauen wir auf die Harvard-Vorlesungen, S. 264.
Dort oben lese ich, dass das Phänomen „nur durch die Kraft anderer Umstände existiert“.


Und weiter: „Welche Umstände sind das? Es sind die Zustände begrifflichen Denkens, mit denen die Phänomene benannt werden. Daraus folgt eindeutig, dass Phänomene kraft der Benennung durch das begriffliche Bewusstsein existieren. Sie existieren nur in Abhängigkeit von den gedanklichen Benennungen.


Na gut, ich versuche, die ganze Passage selbst mit einfachen Wörtern zu erklären. Der Fluch hat eigentlich keine Grundlage, wie die Skandhas für das Ich oder das Selbst, aber dieser Fluch bewirkt den realen Tod. Kann man hier wahrscheinlich nur über die abhängige Benennung ohne Grundlage sprechen, scheint mir.


Das ist nicht nur verdammt subtil, sondern echt im Sinne von Ludwig Wittgenstein.


Lieber @Helmut , was verstehe ich hier nicht korrekt? Ich markiere die Wörter, um mich im ganzen Text besser zu orientieren.
 
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