Ich kann damit leben, kein Problem.
Ich gebe mir Mühe, den Dalai-
Lama zu zitieren:
„Für die Prasangikas liegen die Dinge anders. Für sie ist die Existenz rein etwas Begriffliches. Ihr eignet unter keinen Umständen eine objektive Komponente. Die Texte des Mittleren Weges geben hier sehr häufig das Beispiel von Seil und Schlange. Im Halbdunkel eines Raumes liegt zusammengerollt ein gesprenkeltes Seil. Jemand könnte dieses Seil für eine Schlange halten, doch in diesem Fall würde die gedachte Schlange in der Wirklichkeit nicht existieren, auch wenn die entsprechende Person sie deutlich wahrnimmt. Doch das gefleckte Seil besaß niemals die Natur einer Schlange. Dasselbe gilt für die Aggregate, denen wir die Bezeichnung „Ich“ zuordnen.“
Also, wenn es keine objektive Komponente gibt, alles rein Begriffliches ist, dann kann man nur über etwas reden, das nur durch die Kraft der Benennung existiert, aber so nicht wirklich existiert. Ich meine real.
Ich mache da mein eigenes Beispiel.
Wenn meine Katze das Wort „Krebs“ sieht, bedeutet das für sie nur Linien auf dem Monitor.
Wenn aber ich das lese, entstehen sehr viele Assoziationen, also wie die Krankheit und der Tod.
Auf entlegenen Inseln, also etwa bei den Schamanen, wenn ein Mensch nur verflucht wurde, dann hat er dahingesiecht und starb. Wegen nur eines Wortes, das keiner realen Existenz in der Wirklichkeit entspricht. Begriffe, also wie diese Magie der Sprache, erschaffen die Wirklichkeit, die nicht auffindbar ist, aber sie wirkt, in dem Sinne, dass der Mensch wegen des Fluches stirbt.
Kann sein, das ist ein plumpes und ungeschicktes Beispiel, aber für das Verständnis ist es gut geeignet. Oder?