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Re: Dharma Brauchen wir, das Dharma zu studieren?
Hab's angeschaut. U.a. der Tod als Übergang, wieder werden.
Sieh hier:

Aber was ist dann mit dem Tod? Der Buddha sah im Tod nur eine Illusion, ein Konzept unseres Geistes. Tod ist nur der Name für eine bestimmte Veränderung, die in Wirklichkeit kein Ende ist. In jedem Moment sterben wir, und in jedem Moment werden wir geboren und wiedergeboren.
Das sehe ich anders als du. Oder? Im Text geht es darum, dass der Tod eigentlich eine Illusion darstellt, denn:

Der Tod ist nur ein Übergang, wie die Geburt und wie jeder andere Moment. Mit Körper und Geist erfahren wir niemals Identität, aber immer Kontinuität. Wie alles andere auch gehen wir immer weiter – wohin auch immer und wie auch immer –, einfach weil wir Teil dieser Welt sind. Wir sind diese Welt, waren es immer und werden es immer sein. So funktioniert das Universum.
Das ist ein verdammt interessanter Gedanke, denn wenn wir schon geboren werden, dann sterben wir eigentlich schon in genau diesem Augenblick.


Was entsteht, das vergeht – das ist die Essenz der ganzen Lehre.


Es heißt eigentlich so:


Was immer auch entstanden ist, muss auch wieder vergehen.
Und weiter:
Eine bestimmte Veränderung, die in Wirklichkeit kein Ende ist. In jedem Moment sterben wir, und in jedem Moment werden wir geboren und wiedergeboren. So hat der Buddha Tod und Wiedergeburt gelehrt.
So der Text. In diesem Sinne gibt es eigentlich, wörtlich gesehen, keine Wiedergeburt. Es passiert immer jetzt, während ich das alles abtippe. Immer.


Im anderen Video erklärt uns der Autor (und er war, scheint mir, ein echt weiser Mensch), dass der Tod eigentlich gar nicht existiert, denn es gibt nur den Prozess der Veränderung, jeden Augenblick, und nur Kontinuität, aber keine Identität.


Wenn wir das wirklich verinnerlichen, dann wird klar: So wie es keine Geburt gibt, gibt es auch keinen Tod –wie- zwei Seiten derselben Medaille.


Rein allegorisch vergleicht der Autor das mit dem Ozean, der immer bestehen bleibt, während die Wellen entstehen und vergehen. Wir identifizieren uns mit den Wellen, und deswegen glauben wir( irr-en wir uns/ selbst, /, dass wir sterben.


Wow! Das hat mich echt bis ins Mark getroffen. Und dazu diese wunderschönen Bilder und die Musik. Tolle Leistung! (y)
 
Re: Dharma Brauchen wir, das Dharma zu studieren?
Das sehe ich anders als du. Oder?
Der Unterschied könnte sein, dass du denkst die leibliche Geburt wäre der Anfang und der Tod das Ende, während ich denke, dass dieses gegenwärtige Leben Teil eines kontinuierlichen Prozesses von Ursache und Wirkung ist, in dem die Identität jedes mal neu entsteht. Also die Identifikation mit dem, was in diesem Moment ist, entsteht aufgrund von Unwissenheit und angetrieben durch Begehren, so wie sie in all den vergangenen Momenten entstanden ist, in diesem Leben und in vorigen Leben.

Wenn wir das wirklich verinnerlichen, dann wird klar: So wie es keine Geburt gibt, gibt es auch keinen Tod –wie- zwei Seiten derselben Medaille.

Rein allegorisch vergleicht der Autor das mit dem Ozean, der immer bestehen bleibt, während die Wellen entstehen und vergehen. Wir identifizieren uns mit den Wellen, und deswegen glauben wir( irr-en wir uns/ selbst, /, dass wir sterben.
Der Ozean beginnt wohl nicht mit der Geburt und endet nicht mit dem Tod. Die Identifikation entsteht von Moment zu Moment, von Welle zu Welle, seit unvordenklicher Zeit. So sehe ich das und denke, der Autor sieht es auch so.
 
Re: Dharma Brauchen wir, das Dharma zu studieren?
du denkst die leibliche Geburt wäre der Anfang und der Tod das Ende
Der Autor sagt doch:

Der Buddha sah im Tod nur eine Illusion, ein Konzept unseres Geistes.
Und:

Die Identifikation entsteht von Moment zu Moment, von Welle zu Welle,
Wenn sich die Welle als getrennt vom Ozean wahrnimmt. Es gibt sogar die Parabel, wie der Tropfen nach dem Wasser "verdurstet", sich dann im Wasser auflöst und es kein Problem mehr gibt, also weder Tod noch Geburt. Denn:

nur Kontinuität, aber keine Identität.




Na gut, jeder hat das Recht, es anders zu sehen.


Was der Autor meinte, bleibt ihm überlassen.
 
Re: Dharma Brauchen wir, das Dharma zu studieren?
Übrigens ist die Sache mit der Wiedergeburt ja nicht unbedingt wichtig, auf das Jetzt kommt es an, wie du immer sagst. In diesem Leben und jetzt muss man sich bemühen, die Illusion zu durchschauen.
 
Re: Dharma Brauchen wir, das Dharma zu studieren?
Der Moment, in dem sich die Entstehung des Ich
Da gibt es keinen.


Und sieh dir bei diesem Autor das Video „Der Tod als die letzte Prüfung“ an. Das Wort „letzte“ kann ich sehr gut verstehen.


Es gibt nur Kontinuität, aber keine Identität.


Interessant ist noch ein Video, in dem der Autor das Herz-Sutra zitiert.


Aber zuerst:


Der Buddha fragte Ananda: „Sag mir, mein Schüler, wie oft am Tag denkst du an den Tod?“ Ananda antwortete: „Sieben Mal, Meister.“

Der Buddha sagte: „Ananda, du bist zu leichtfertig. Wir sollten bei jedem Atemzug an den Tod denken.
Diese Wiedergeburt stellt kein Schlupfloch dar, um dem Tod zu entgehen. Das ist wirklich der Buddhismus .

Weder Geburt noch Tod existieren wirklich. In einer fließenden Welt ist alles verbunden. Alles kommt von irgendwoher, und alles geht irgendwohin.
Das ist die buddhistische Wahrheit, aber nicht diese Angst vor dem Tod als einem endgültigen Erlöschen. Was meinte also der Autor mit dem Ozean?


Schauen wir:



Um das besser zu verstehen, stellen wir uns vor, wir sind eine Welle und die Welt ist ein Ozean.


Wenn wir eine Welle ansehen, existiert sie eindeutig und scheint einen Anfang und ein Ende zu haben. Denn sie entsteht irgendwo weit draußen auf hoher See und vergeht, wenn sie den Strand erreicht. Eine Welle scheint unbeständig zu sein.


Aber ist nicht jede Welle auch mit dem Ozean verbunden?


Ja, jede Welle ist auch der Ozean. Und während eine Welle Anfang und Ende hat, hat der Ozean das nicht. Eine Welle hat kein unabhängiges Selbst. Sie ist leer, denn sie ist nur eine Idee, ein Konzept des Geistes. Was wir wirklich sehen, ist der Ozean.


Der Ozean enthält jede Welle, die jemals war, und er enthält jede Welle, die jemals sein wird.


Genau wie jede Welle im Ozean entsteht und wieder vergeht, so entsteht und vergeht alles in dieser Welt. Alles fließt, wird und wird wieder. Deshalb gibt es in einer leeren Welt keinen Tod.
Das entspricht sowohl dem Theravada als auch dem Mahayana , denn wenn alles in dieser Welt nur den Prozess der Veränderung darstellt, können wir den Tod ebenso wie die Geburt nicht finden. Wenn wir uns als das getrennte Ich oder Selbst betrachten, dann haben wir Angst vor dem Tod und fliehen in diese Wiedergeburt. Aber es gibt niemanden, der wiedergeboren wird, keine feste und unabhängige Entität.


Solche Ansichten gibt es im Yoga und Hinduismus, aber nicht im früheren Buddhismus. Denn dort sollte man über die verschiedenen Stadien der Verwesung der Leichen meditieren und sich vergegenwärtigen, dass alles auch mit meinem eigenen Körper passieren wird.


Abschließend eine persönliche Bemerkung.


Du, mein lieber Freund, hattest versprochen, mich nicht weiter zu belehren. Was ich als Dharma sehe oder du, das hat mit "Dharma-Gesprächen" nichts zu suchen.


Bitte, bleiben wir auf der rein sachlichen Ebene der Argumentation und nicht auf der persönlichen. Danke im Voraus.



Ich verlinke das Ganze für euch alle, die hier mitlesen:

Weder Geburt noch Tod? Über die Leerheit


Die letzte Prüfung
 
Re: Dharma Brauchen wir, das Dharma zu studieren?
Re: Dharma Brauchen wir, das Dharma zu studieren?
Lieber @Igor07,ich verstehe nicht warum du immer wieder durchaus konstruktive Gespräche mit Ansichten wie das dich irgendwer wie z.b. hier Mukti belehren will.
Ich finde das sehr schade,denn ich glaube das man schlimmstenfalls an einander vorbei redet.

Worte,Begriffe (gutes Wort) können die direkte Erfahrung nicht ersetzen.
 
Re: Dharma Brauchen wir, das Dharma zu studieren?
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