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traditionsübergreifend
Re: Dharma Brauchen wir, das Dharma zu studieren?
Einen spirituellen Lehrer als Guru zu bezeichnen ist jetzt nicht abwegig.
Das kann sein, aber nicht für mich, lieber @Monkey Mind .

Hans-Günter Wagner Morgenlicht über dem Abendland Der Buddhismus im Westen zwischen Vernunftreligion und Guru-Kult


In Morgenlicht über dem Abendland zeigt Hans-Günter Wagner, dass eine unreflektierte Rezeption des Buddhismus dieser vielschichtigen Lehre und Lebenspraxis nicht gerecht wird. Neben einer eingehenden Kritik am Guruismus arbeitet er auch Verbindungslinien und Schnittstellen mit westlicher Philosophie und moderner Wissenschaft heraus. Ein aufgeklärter und am säkularen Denken geschliffener Buddhismus hat mehr zu bieten als Erleuchtungsromantik, charismatische Gurus und buntschillernde Bilderwelten.
Ich reflektiere, und ich klammere mich an keine Lehrer. Das bedeutet, dass ich sie gewissermaßen allegorisch ‚töte‘, ohne dafür bestraft zu werden. Das ist meine eigene Einstellung.Danke für die Erlaubnis.:wrose:
 
Re: Dharma Brauchen wir, das Dharma zu studieren?
Wir ehren und achten Menschen, die besondere Leistungen vollbracht und menschliche Unzulänglichkeiten überwunden haben, lernen von ihnen, errichten ihnen Statuen und sehen sie als Meilensteine in der Menschheitsgeschichte. Der Buddha hat auch einen Ehrenplatz verdient und mit der Erkenntnis seiner besonderen Leistung, der vollständigen Überwindung von Verblendung und Unzulänglichkeit, ist es der höchste Platz. Jedenfalls in meinem Herzen, andernfalls käme ich mir vor wie ein Dieb, der das Wissen von ihm stiehlt und sich damit davon macht. Ich komme aber zu ihm als Bittsteller, mit Dankbarkeit und gebührendem Respekt. Wenn auch nicht leiblich, so ist er doch durch seine Lehre und seine Schüler anwesend.
 
Re: Dharma Brauchen wir, das Dharma zu studieren?
Wir ehren und achten Menschen, die besondere Leistungen vollbracht und menschliche Unzulänglichkeiten überwunden haben, lernen von ihnen, errichten ihnen Statuen und sehen sie als Meilensteine in der Menschheitsgeschichte. Der Buddha hat auch einen Ehrenplatz verdient und mit der Erkenntnis seiner besonderen Leistung, der vollständigen Überwindung von Verblendung und Unzulänglichkeit, ist es der höchste Platz. Jedenfalls in meinem Herzen, andernfalls käme ich mir vor wie ein Dieb, der das Wissen von ihm stiehlt und sich damit davon macht. Ich komme aber zu ihm als Bittsteller, mit Dankbarkeit und gebührendem Respekt. Wenn auch nicht leiblich, so ist er doch durch seine Lehre und seine Schüler anwesend.

Vielen Dank für den Beitrag 🙏🙏🙏
 
Re: Dharma Brauchen wir, das Dharma zu studieren?
Vielen Dank, liebe Mitglieder, für eure Beiträge.

Ich habe kein Problem mit anderen Meinungen – das nennt man doch Demokratie, oder? Achtung: Ironie.


Das ist meine eigene Argumentation, und ich brauche dafür weder Likes noch Bestätigung.


Erstens: Der Buddha hat keinen Nachfolger ernannt.

Zweitens: Er hat immer betont, dass man sich niemals auf seine Person fixieren oder ihn als Guru verehren sollte. Wenn andere Sutren etwas anderes sagen, dann ist das reine Interpretationssache.
Drittens: Er sagte, man solle sich selbst ein Licht sein, eine Insel – man solle selbst danach streben, denn die wahre Befreiung kann jeder nur für sich selbst erlangen.


Und genau deshalb rauchte Ajahn Chah – teilweise sogar provokativ. Niemand sollte selbst aus den besten Lehrern Idole machen.


Nach meiner sehr bescheidenen Meinung bereitet genau das den Boden für "möglichen" Missbrauch.


Im Buddhadharma lese ich daher immer wieder, dass man sich an bestimmte Prinzipien und Lehren/ via Gesetzmäßigkeiten/ halten sollte, um sich zu orientieren – nicht daran, was irgendein, sei er noch so guter Lehrer, dazu sagt.


Also kein Anlass zur Konfrontation. Jeder darf die Dinge so sehen, wie er möchte. Gegenseitiger Respekt und Wohlwollen schaden hier nicht.


Das war’s.

In Metta .

P.S.

Apropos, es freut mich sehr, dass so viele Leute den Faden lesen.
Ich würde das gerne( aus)-nutzen, um alles Mögliche, was Tivagaro Bhikkhu schreibt, zu verbreiten und für alle zugänglich zu machen.


Denn meiner Meinung nach ist es das Beste in der ganzen Theravada -Tradition – und dazu noch zum ersten Mal auf Deutsch, was nicht selbstverständlich ist.


„Was befreit sich völlig von den fünf Khandhas?“


„Das Herz – und nur das Herz.
Es greift nicht, es verstrickt sich nicht.
Kein Gift des Besitzens,
keine Täuschung mehr,
es steht für sich allein.
Kein saññā kann es mehr verleiten,
ihm folgen zu wollen.“
Das Ganze Hier: Die Ballade der Befreiung von den Khandhas
„Seit langem, Herr, wünschte ich, den Erhabenen zu sehen,
doch nicht hatte mein Körper die nötige Kraft, um den Erhabenen
aufzusuchen.“
„Lass es gut sein, Vakkali; was soll dir der Anblick dieses fauligen
Körpers?
Wer da, Vakkali, den Dhamma sieht, der sieht mich; wer
mich sieht, der sieht den Dhamma! Wahrlich, Vakkali: Den Dhamma
sehend, sieht man mich; mich sehend, sieht man den Dhamma!
Was meinst du, Vakkali: Ist die materielle Form unvergänglich oder
vergänglich?...“
~ S 22. 87
Gut zu wissen!(y)
 
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