Och,
@mukti, bleib mal locker.
Du hast 50 Jahre, ich ca 40 Jahre Praxis. Egal, wie die aussahen, es ging immer um die Lehre bzw das, was andere daraus gemacht haben. Und du glaubst, wir hätten noch nicht einmal den ersten Schritt getan? Stell dein Licht mal nicht unter den Scheffel.
Ich weiss ja, du bist ein Fan von Ajanh Chah, genau wie
@Igor07 . Kein Problem, das respektiere ich. Nur war der auch nur ein Mensch. Seine Angst vor dem Jenseits zu überwinden fand ich gut, danach zu Extremen zu neigen, weniger. Ich kenne diese Phasen selbst (wer nicht?); man verrennt sich in eine Idee, weil man denkt, das ist es! Das muss es sein. Und kommt Zeit, kommt das Erkennen der Sackgasse und man ist wieder ratlos. So ist das, wenn man sich in Ideen verrennt.
Was ein reifer Mensch dann tut: Er erkennt das und ändert, oder, falls er nicht weiß, was er ändern soll, bleibt er eben in der Ratlosigkeit, bis er es ändern kann. Aber zu sagen, man hätte noch nicht einmal den ersten Schritt gemacht, ist Polieren des Porzellanbuddhas.
Ich habe meinen Weg vor nicht allzu langer Zeit radikal geändert. Zu dem Zeitpunkt hätte ich auch sagen könne, leck mich doch, den ganzen Mist trete ich in die Tonne. Habe ich nicht gemacht. Warum nicht? Aus einem einzigen Grund: Ich wollte
WISSEN, ob ich Jahrzehnte meines Lebens damit verplempert habe. Tabula Rasa.
Der erste Schritt war, alles wegzuwerfen, was sich in mir angehäuft hatte. Das ist nicht einfach, aber Frust ist hier ein guter Kollege, der das dann besorgt. Die Absicht ein anderer. Im Prinzip habe ich mich auf den Stand eines Anfängers gesetzt und die Dinge auch so betrachtet wie einer. Da ich aus dem
Zen komme, habe ich mich da erstmal dran abgearbeitet.
Soto ,
Rinzai , meine Lehrer, andere Lehrer, meine Erfahrungen Moment für Moment reflektiert, verstanden & eingeordnet, die Ochsenbilder dann wirklich verstanden, und zuletzt ein eindeutiges Bild gehabt, wie es
WIRKLICH ist. Und dann konnte ich mich vom Zen und vom
Mahayana lösen. Es war vorbei, weg. Finito. Ohne dass sie es wussten, haben mir andere Menschen dabei geholfen. Danke dafür.
Was dann bleibt, ist die Lehre des Buddha in ihrer ursprünglichen Form. Auch hier gehe ich ganz strukturiert vor. Die Reise ist noch nicht zu Ende, aber lange wird es wohl nicht mehr dauern, habe ich das Gefühl. Und dann? Ich werde es sehen.