• Wichtige Änderungen an der Datenschutzerklärung. Mit der fortgesetzten Nutzung des Forums bestätigst Du die neuen Datenschutzrichtlinien. Bisher waren eingeschränkt Einbettungen in Posts möglich, teilweise wenn man zuvor explizit in den Einstellungen zugestimmt hat. Mit jeder Änderung der Soziale-Medien-Landschaft wird es schwieriger, alles mit eigenen Codes up-to-date zu halten und zusätzliche Dienste zu aktivieren. Ich habe daher standardmäßig über s9e eine Reihe an Diensten aktiviert - s9e aktualisiert die Codes, wenn sich etwas an den Diensten ändert. Folgende Drittanbieter sind nun also aktiv: s9e.github.io (Github), Youtube, Vimeo, Bluesky, Mastodon, Threads und Facebook. Details in der Datenschutzerklärung. (Dieser Hinweis kann über das X oben rechts ausgeblendet werden)
Re: Achtsamkeit Schopenhauers Geistesruhe
Bei all seiner Verstandesleistung hat Schopenhauer doch die überragende Bedeutung der Herzensgüte erkannt, hier hat er geradezu ein Hohelied auf Metta verfasst, wie man es auch vom Buddhismus kennt:

Ein entschieden edler Charakter, bei gänzlichem Mangel intellektueller Vorzüge und Bildung, steht da, wie Einer, dem nichts abgeht; hingegen wird der größte Geist, wenn mit starken moralischen Fehlern behaftet, noch immer tadelhaft erscheinen. – Denn wie Fackeln und Feuerwerk vor der Sonne blaß und unscheinbar werden, so wird Geist, ja Genie, und ebenfalls die Schönheit, überstrahlt und verdunkelt von der Güte des Herzens. Wo diese in hohem Grade hervortritt, kann sie den Mangel jener Eigenschaften so sehr ersetzen, daß man solche vermißt zu haben sich schämt. Sogar der beschränkteste Verstand, wie auch die groteske Häßlichkeit, werden, sobald die ungemeine Güte des Herzens sich in ihrer Begleitung kund gethan, gleichsam verklärt, umstrahlt von einer Schönheit höherer Art, indem jetzt aus ihnen eine Weisheit spricht, vor der jede andere verstummen muß. Denn die Güte des Herzens ist eine transcendente Eigenschaft, gehört einer über dieses Leben hinausreichenden Ordnung der Dinge an und ist mit jeder andern Vollkommenheit inkommensurabel. Wo sie in hohem Grade vorhanden ist, macht sie das Herz so groß, daß es die Welt umfaßt, so daß jetzt Alles in ihm, nichts mehr außerhalb liegt; da sie ja alle Wesen mit dem eigenen identificirt. Alsdann verleiht sie auch gegen Andre jene gränzenlose Nachsicht, die sonst Jeder nur sich selber widerfahren läßt. Ein solcher Mensch ist nicht fähig, sich zu erzürnen: sogar wenn etwan seine eigenen, intellektuellen oder körperlichen Fehler den boshaften Spott und Hohn Anderer hervorgerufen haben, wirft er, in seinem Herzen, nur sich selber vor, zu solchen Aeußerungen der Anlaß gewesen zu seyn, und fährt daher, ohne sich Zwang anzuthun, fort, Jene auf das liebreichste zu behandeln, zuversichtlich hoffend, daß sie von ihrem Irrthum hinsichtlich seiner zurückkommen und auch in ihm sich selber wiedererkennen werden. - Was ist dagegen Witz und Genie? was Bako von Verulam? (Francis Bacon, Gelehrter, Philosoph und Staatsmann).

Die Welt als Wille und Vorstellung, Band 2, Kap.18
 
Zuletzt bearbeitet:
Re: Achtsamkeit Schopenhauers Geistesruhe
Doch bei manchen Themen fehlte ihm wohl schlicht die Geistesruhe .
In den Parerga und Paralipomena genannten kleinen philosophischen Schriften lässt er sich "Über die Weiber" aus.
Da fällt einem glatt das Buch aus der Hand. o_O

Diese kleinen philosophischen Schriften sind jedoch überaus lesenswert und leicht verständlich.
 
Re: Achtsamkeit Schopenhauers Geistesruhe
Doch bei manchen Themen fehlte ihm wohl schlicht die Geistesruhe.
In den Parerga und Paralipomena genannten kleinen philosophischen Schriften lässt er sich "Über die Weiber" aus.
Da fällt einem glatt das Buch aus der Hand. o_O
Ja, er war halt auch kein Heiliger und manchmal wohl vom Zeitgeist beeinflusst. Gewisse Ansichten hat er schonungslos herausgesagt, weil er finanziell unabhängig war und nicht wegen Geld oder Ansehen schreiben musste. Er scheint schon etwas aggressiv gewesen zu sein, aber dass er ein Misanthrop und Frauenhasser war, glaube ich nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Re: Achtsamkeit Schopenhauers Geistesruhe
Ja, er war halt auch kein Heiliger und manchmal wohl vom Zeitgeist beeinflusst.
Ha ha ha, @mukti, er war der echte Buddhist, wer weiß? Achtung, Ironie.

9. "Wie sollen wir uns, Verehrungswürdiger, den Frauen gegenüber verhalten?" - "Nicht sehen, Ānanda." - "Wenn wir sie aber sehen, Erhabener, wie sollen wir uns dann verhalten?" - "Nicht (mit ihnen) reden, Ānanda." - "Bei einem Gespräch, Verehrungswürdiger, wie sollen wir uns dann verhalten?" - "Dann soll man sich, Ānanda, die Achtsamkeit vergegenwärtigen."
Kapitel 5, DN16
 
Re: Achtsamkeit Schopenhauers Geistesruhe
aber dass er ein Misanthrop und Frauenhasser war, glaube ich nicht.
Ich mache für mich keine Idole, also es reicht aus, sehr aufmerksam zu lesen, was im Projekt Gutenberg steht. Was dazu die heutigen Frauen sagen, kann man ja bestimmt erahnen. Das kleine Abschnitt:

Das niedrig gewachsene, schmalschultrige, breithüftige und kurzheinige Geschlecht das schöne nennen konnte nur der vom Geschlechtstrieb umnebelte männliche Intellekt: in diesem Triebe nämlich steckt seine ganze Schönheit. Mit mehr Fug, als das schöne, könnte man das weibliche Geschlecht das unästhetische nennen. Weder für Musik, noch Poesie, noch bildende Künste haben sie wirklich und wahrhaftig Sinn und Empfänglichkeit; sondern bloße Aefferei, zum Behuf ihrer Gefallsucht, ist es, wenn sie solche affektiren und vorgeben. Das macht, sie sind keines rein objektiven Antheils an irgend etwas fähig, und der Grund hievon ist, denke ich, folgender. Der Mann strebt in Allem eine direkte Herrschaft über die Dinge an, entweder durch Verstehen oder durch Bezwingen derselben. Aber das Weib ist immer und überall auf eine bloße indirekte Herrschaft verwiesen, nämlich mittels des Mannes, als welchen allein es direkt zu beherrschen hat.

Arthur Schopenhauer Über die Weiber

Der historische Buddha wollte zuerst dem Orden der Nonnen nicht zustimmen, Ānanda sollte dreimal darum bitten. In damaliger Zeit beweist das die enorme menschliche Stärke des Buddha, scheint mir.


Ich persönlich würde keinen Philosophen verherrlichen. M. Heidegger hat sehr viel mit buddhistischem Denken gemeinsam, aber er war ein überzeugter Nazi.
 
Re: Achtsamkeit Schopenhauers Geistesruhe
Der historische Buddha wollte zuerst dem Orden der Nonnen nicht zustimmen, Ānanda sollte dreimal darum bitten. In damaliger Zeit beweist das die enorme menschliche Stärke des Buddha, scheint mir.
Es geht halt darum, dass die Erotik im Samsara festhält, was dann leider manchmal in Diskriminierung des anderen Geschlechts ausartet.

Ich persönlich würde keinen Philosophen verherrlichen. M. Heidegger hat sehr viel mit buddhistischem Denken gemeinsam, aber er war ein überzeugter Nazi.
Würde ich auch nicht. Manche philosophische Texte finde ich hilfreich für das Verstehen bestimmter Wahrheiten. Die gibt es auch im Buddhismus, aber manchmal ist einem die Herangehensweise und Ausdrucksweise aus dem Kulturkreis zugänglicher, in dem man aufgewachsen ist. Ich habe mich hauptsächlich mit Schopenhauer und griechischer Philosophie ein klein wenig befasst.

Da ist z.B. interessant was Schopenhauer im zweiten Band seines Hauptwerkes, Kapitel 16, über die Kyniker sagt:

Der Grundgedanke des Kynismus ist, daß das Leben in seiner einfachsten und nacktesten Gestalt, mit den ihm von der Natur beigegebenen Beschwerden, das erträglichste, mithin zu erwählen sei; weil jede Hülfe, Bequemlichkeit, Ergötzlichkeit und Genuß, dadurch man es angenehmer machen möchte, nur neue und größere Plagen herbeizöge, als die demselben ursprünglich eigenen. Demnach hatten die alten, ächten Kyniker, Antisthenes, Diogenes, Krates und ihre Jünger, ein für alle Mal jedem Besitz, allen Bequemlichkeiten und Genüssen entsagt, um der Mühe und Sorge, der Abhängigkeit und den Schmerzen, die unvermeidlich damit verknüpft sind und nicht dadurch aufgewogen werden, für immer zu entgehn.

Darin gleichen sie den Mönchen, jedoch:

Sie treffen im Resultat zusammen; aber der Grundgedanke Beider ist ganz verschieden: bei den Mönchen ist er, wie bei den ihnen verwandten Saniassis, ein über das Leben hinausgestecktes Ziel; bei den Kynikern aber nur die Überzeugung, daß es leichter sei, seine Wünsche und Bedürfnisse auf das Minimum herabzusetzen, als in ihrer Befriedigung das Maximum zu erreichen, welches sogar unmöglich ist, da mit der Befriedigung die
Wünsche und Bedürfnisse ins Unendliche wachsen; daher sie, um das Ziel aller antiken Ethik, möglichste Glücksäligkeit in diesem Leben, zu erreichen, den Weg der Entsagung einschlugen, als den kürzesten und leichtesten.
Die Grundverschiedenheit des Geistes des Kynismus von dem der Askese tritt augenfällig hervor an der Demuth, als welche der Askese wesentlich, dem Kynismus aber so fremd ist, daß er, im Gegentheil, den Stolz und die Verachtung aller Uebrigen im Schilde führt.

Daher stammt ja das Wort "Zynismus". Jetzt wird's etwas lang, aber was er über die Stoiker sagt ist auch erwähnenswert, denn es betrifft das vieldiskutierte Thema "Genießen ohne anhaften":

Aus ihnen (Den Kynikern) giengen nun die Stoiker dadurch hervor, daß sie das Praktische in ein Theoretisches verwandelten. Sie meinten, das wirkliche Entbehren alles irgend Entbehrlichen sei nicht erfordert, sondern es reiche hin, daß man Besitz und Genuß beständig als entbehrlich und als in der Hand des Zufalls stehend betrachte: da würde denn die wirkliche Entbehrung, wenn sie etwan eintrete, weder unerwartet seyn, noch schwer fallen. Man könne immerhin Alles haben und genießen; nur müsse man die Ueberzeugung von der Werthlosigkeit und Entbehrlichkeit solcher Güter einerseits, und von ihrer Unsicherheit und Hinfälligkeit andererseits stets gegenwärtig erhalten, mithin sie alle ganz gering schätzen, und allezeit bereit seyn, sie aufzugeben.

Was jetzt kommt, klar und unverblümt ausgedrückt, bestätigt was ich schon vermutet habe:

Sie hatten aber dabei außer Acht gelassen, daß alles Gewohnte zum Bedürfniß wird und daher nur mit Schmerz entbehrt werden kann; daß der Wille nicht mit sich spielen läßt, nicht genießen kann, ohne die Genüsse zu lieben; daß ein Hund nicht gleichgültig bleibt, indem man ihm ein Stück Braten durchs Maul zieht, und ein Weiser, wenn er hungerig ist, auch nicht; und daß es zwischen Begehren und Entsagen kein Mittleres giebt. Sie aber glaubten sich dadurch mit ihren Grundsätzen abzufinden, daß sie, an einer luxuriösen Römischen Tafel sitzend, kein Gericht ungekostet ließen, jedoch dabei versicherten, Das wären sammt und sonders bloße proêgmena, keine agatha; oder, Deutsch zu reden, daß sie aßen, tranken und sich einen guten Tag machten, dabei aber dem lieben Gott keinen Dank dafür wußten, vielmehr fastidiöse Gesichter schnitten und nur immer brav versicherten, sie machten sich den Teufel etwas aus der ganzen Fresserei. Dies war das Auskunftsmittel der Stoiker: sie waren demnach bloße Maulhelden, und zu den Kynikern verhalten sie sich ungefähr, wie wohlgemästete Benediktiner und Augustiner zu Franziskanern und Kapuzinern. Je mehr sie nun die Praxis vernachlässigten, desto feiner spitzten sie die Theorie zu.

Jetzt wird's noch länger, aber es nähert sich wieder dem Thema an, dem Gleichmut bzw. Geistesruhe:

Wenn wir in den uns hinterbliebenen Schriften der Stoiker, die alle unsystematisch abgefaßt sind, nach dem letzten Grunde jenes uns unablässig zugemutheten, unerschütterlichen Gleichmuthes forschen; so finden wir keinen andern, als die Erkenntniß der gänzlichen Unabhängigkeit des Weltlaufs von unserm Willen und folglich der Unvermeidlichkeit der uns treffenden Uebel. Haben wir nach einer richtigen Einsicht hierin unsere Ansprüche regulirt; so ist Trauern, Jubeln, Fürchten und Hoffen eine Thorheit, deren wir nicht mehr fähig sind. Dabei wird, besonders in den Kommentarien des Arrians, die Subreption begangen, daß Alles was ouk eph' hêmin ist (d.h. nicht von uns abhängt), sofort auch ou pros hêmas wäre (d.h. uns nichts angienge). Doch bleibt wahr, daß alle Güter des Lebens in der Macht des Zufalls stehn, mithin sobald er, diese Macht übend, sie uns entreißt, wir unglücklich sind, wenn wir unser Glück darin gesetzt haben. Diesem unwürdigen Schicksal soll uns der richtige Gebrauch der Vernunft entziehn, vermöge dessen wir alle jene Güter nie als die unserigen betrachten, sondern nur als auf unbestimmte Zeit uns geliehen: nur so können wir sie eigentlich nie verlieren.

Nun reicht aber die Vernunft ohne tatsächliche Entsagung nicht aus um Gleichmut, mithin Geistesruhe zu erlangen, weil man eben "nicht genießen kann ohne die Genüsse zu lieben". So können philosophische Erklärungen eine Bestätigung der eigenen Ansichten und Erfahrungen sein und zur Entwicklung von heilsamen Überzeugungen beitragen.
 
Re: Achtsamkeit Schopenhauers Geistesruhe
Würde ich auch nicht. Manche philosophische Texte finde ich hilfreich für das Verstehen bestimmter Wahrheiten. Die gibt es auch im Buddhismus, aber manchmal ist einem die Herangehensweise und Ausdrucksweise aus dem Kulturkreis zugänglicher, in dem man aufgewachsen ist. Ich habe mich hauptsächlich mit Schopenhauer und griechischer Philosophie ein klein wenig befasst.
Ach, das ist doch absolut in Ordnung.

Du weißt doch, dass Mettiko Bhikkhu (via Kay Zumwinkel) fast alle möglichen existenziellen Philosophen zitiert, so wie Ñāṇavīra Thera oder Samanera Bodhesako.

Wir sollten aber berücksichtigen, dass egal welche Philosophie keinen Buddhismus darstellt, denn es geht eigentlich um Geistestraining, also um den inneren Weg, der nur durch bestimmte Methoden verwirklicht oder realisiert werden kann.

Ich habe sehr viele Fragen an Tivagaro Bhikkhu gestellt.

Und seine Antwort war sinngemäß, dass es sich nicht lohnt, sich den Kopf zu zerbrechen, plus nicht alles, was im Pali -Kanon steht, dem entspricht, was der Buddha wirklich sagte. Am Ende wissen wir es nicht, also sollte man praktizieren.

Die Philosophie kann sich nicht weiter als mit den Spielen des Verstandes befassen, aber der Buddhismus transzendiert das alles. Das ist sozusagen die andere, höchste Dimension der "Wahrnehmung".( eher als Metapher)


Am Rande bemerkt: Schopenhauer lebte in einer anderen Zeit. Seine Werke aus der modernen Sicht zu beurteilen, finde ich unangemessen, wenn nicht sogar unfair.
 
Re: Achtsamkeit Schopenhauers Geistesruhe
Wir sollten aber berücksichtigen, dass egal welche Philosophie keinen Buddhismus darstellt, denn es geht eigentlich um Geistestraining, also um den inneren Weg, der nur durch bestimmte Methoden verwirklicht oder realisiert werden kann.
Mir scheint, dass sich neuzeitliche Philosophen mit der Suche nach rechter Ansicht begnügen. Wenn sie etwas Richtiges finden, reicht es ohne dieses Geistestraining nicht aus, um es so weit zu verinnerlichen, dass es am Ende mit den Handlungen übereinstimmt. Dann sprechen sie gerne von der Unfreiheit des Willens.
So zeigt Schopenhauer selber nicht gerade die Eigenschaften die er so sehr lobt - Herzensgüte, grenzenlose Nachsicht und liebreiches Verhalten. Ebenso hat er zwar erkannt, dass durch das Herausheben aus dem Strom des Wollens Ruhe und Wohlsein entstehen, aber vom Geistestraining das die Bedingungen dazu schafft, habe ich noch nichts bei ihm gelesen.
 
Re: Achtsamkeit Schopenhauers Geistesruhe
In den Parerga und Paralipomena [...] lässt er sich "Über die Weiber" aus. Da fällt einem glatt das Buch aus der Hand.
Mir scheint, daß man das im Zeitkontext betrachten muß und auch ein Schopenhauer war Kind seiner Zeit.
Soviel ich weiß, hat er wohl in der Jugend unter dem etwas lockeren Lebenswandel seiner Mutter gelitten, woraus sein Frauenbild vielleicht etwas verständlicher wird. Da fehlte vermutlich ein gutes Maß Nestwärme.
 
Re: Achtsamkeit Schopenhauers Geistesruhe
Dem Zeitgeist, oder Zeitkontext entspricht Schopenhauer mit seinen Tiraden gegen die Weiber wohl kaum. Damals schwärmten Dichter und Denker für die Frauen, es war ja die Zeit der Romantik. Wieland und Sophie la Roche, Goethe und Frau von Stein, Schiller und seine diversen Liebschaften und seine Liebesgesdichte, Hegel und seine Marie. Nach der Lektüre von Goethes Werther brachten sich reihenweise die jungen Männer wegen unglücklicher Liebschaften um. Die Damen war also damals eigentlich hochgeschätzt, und Schopenhauer hat hier wirklich ein "Alleinstellungsmerkmal".
Da muss wohl irgendwas schiefgelaufen sein. :oops:
 
Re: Achtsamkeit Schopenhauers Geistesruhe
Ich wollte hier nur noch ein mal einen Hinweis geben auf einen Philosophen, der seine von Schopenhauer beeinflusste "Philosophie der Erlösung" schrieb.
Das konnte ich bisher, obwohl ich es gerne getan hätte, nicht lesen. Zu radikal und pessimistisch. Und vielleicht auch gar nicht im Sinne von Schopenhauer.
Bin sehr gespannt, ob ihr etwas damit anfangen könnt, oder ihn sogar kennt.
🙏
 
Zurück
Oben Unten