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Re: Theravada Die Vergänglichkeit.
Wirklich? Du belehrst mich immer wieder, beziehst dich auf deine Praxis und die Lehree, als ob du alles besser wüsstest.
Meine Meinung und meine Erfahrungen teile ich hier.
Aber ich respektiere deine Meinung.
Bevor noch mehr Unruhe entsteht ziehe ich mich zurück. Ich verspreche dir, dass ich nicht mehr in deine Themen gehe und dort Beiträge schreibe.
Falls ich dich verletzt habe, tut es mir leid.
Entschuldigung 🙏
Ich wünsche dir alles Gute !

Lg Martin
 
Re: Theravada Die Vergänglichkeit.
Wirklich? Du belehrst mich immer wieder, beziehst dich auf deine Praxis und die-(deine)- Lehrer, als ob du alles besser wüsstest.
@Martin hat viel praktiziert und ist tiefer in den Dhamma eingedrungen. An seinem Verhalten finde ich gar nichts zu beanstanden, vielmehr ist es für mich eine Freude, wenn in einem Forum jemand aus reicher Erfahrung heraus schreibt.
 
Re: Theravada Die Vergänglichkeit.
Ich selbst reflektiere über Dharma , das ist meine Weise, den Buddhismus zu verinnerlichen.
Das war sehr gut von @Helmut einmal ausgedrückt. Und ich gebe mir Mühe, keinen Menschen zu belehren.
Dharma ist für mich wie ein lebendiger Organismus, und ich entdecke immer etwas Neues. Für mich.
Wenn ich etwas nicht weiß, dann schweige ich. Über meine eigenen persönlichen Erfahrungen schreibe ich nichts mehr, in keinem Forum.


Ich würde diese Reflektionen als keine Meinung bezeichnen. Mettiko Bhikkhu wusste doch, wie das ganze Thema über das richtige Verstehen der Wiedergeburt so viele triggern würde und auf die Barrikaden bringen ... Das alles kann jeder im Vorwort zu seinem Buch finden. Der Buddhismus kann ohne etwas Mystisches auskommen, das ist die bedingte Entstehung. Dazu gibt es mehr als genug im Buddhadhamma von Phra Ajahn Payutto.

Der Strom der Ursachen und Bedingungen, der die Dinge nach den Gesetzen der Natur erscheinen lässt, kann nur fortschreiten, weil die Dinge unbeständig sind, nicht verharren, entstehen und vergehen, kein wahres Selbst besitzen und in wechselseitiger Abhängigkeit stehen.
4.1.4 Zusammenfassende Bedeutung als Einstieg in das Verständnis



Es ist nicht meine Schuld, dass praktisch fast kein Mensch Ñāṇavīra Thera sowie Samanera Bodhesako liest. Besonders in dieser verrückten Zeit, in der KI jede beliebige Zusammenfassung parat hat. Diese Maschine kann noch nicht einmal die Grammatik richtig korrigieren.
Wenn diese existenziellen Denker als etwas Säkulares bezeichnet werden, stimmt das einfach nicht. Wie man die Waldtradition als säkular betrachten kann, ist mir echt ein Rätsel.
Zu den tiefgründigen Gedanken von Ñāṇavīra komme ich noch zurück. Und ich zwinge niemanden, etwas von mir zu lesen.

Wenn ich schreibe, verstehe ich den Stoff besser. Sehr einfach.
 
Zuletzt bearbeitet:
Re: Theravada Die Vergänglichkeit.
Was sagt denn selbst Mettiko Bhikkhu? Die Datei war gestern hier angehängt. Kein Zugriff. Wie man dann sachlich diskutieren soll, weiß ich nicht. Da zitiere ich den Autor:

Bhikkhu Ñanavira steht mit seiner Interpretation nicht allein auf weiter Flur "gegen die gesamte
buddhistische philosophische Tradition". In Thailand hat die Kritik an der DLT z.B. mit Ajahn
Buddhadasa einen äußerst prominenten Vertreter gefunden. Für ihn ist bedingte Entstehung ebenfalls
etwas, das in der Gegenwart stattfindet[14]. Der derzeit führende thailändische Gelehrte zu
(Than Dschao Khun Dhammapidok), ein integrer und genialer Denker, ist mit seinen Ausführungen zu
paticcasamuppada auf weite Anerkennung gestoßen[15]. Er stellt in seinem bemerkenswerten Buch
zum Thema die DLT und nicht-temporale Interpretation nebeneinander vor und überläßt dem Leser
die Entscheidung.
Es gibt kein Problem so mit mit Ajahn Buddhadasa und Phra Payutto, usw. Zudem betont der Autor die a-temporale – also zeitlose – Interpretation. Der Buddhismus ist hier zeitlos und lädt immer dazu ein, ihn selbst zu überprüfen. Wie dem auch sei...

Und weiter, ha:

Viele der Meister stimmen darin überein, daß
der Weltling paticcasamuppada nicht versteht (Ñanaviras These) und daß bedingte Entstehung jetzt
stattfindet.
Ajahn Chah zum Beispiel verglich diese Kette, die von der Unwissenheit zum Leiden führt,
mit dem Sturz von einem Baum. "Tatsächlich sind wir auf dem Weg nach unten an vielen Ästen
vorbeigekommen, aber wir können sie nicht zählen; wir können uns noch nicht einmal daran erinnern,
an ihnen vorbeigekommen zu sein. Man fällt einfach und schon ist man unten."[
Das ist bitte keine Übersetzung, das ist Deutsch. Die bedingte Entstehung passiert im Jetzt, nicht woanders. Und der Bezug auf Ñāṇavīra sticht ins Auge.
Aber was weiß man schon über ihn? Seine Krankheit und sein Suizid sind bekannt, aber was er geschrieben hat, interessiert praktisch keinen Buddhisten. Na ja, das ist echt alles enttäuschend.
 
Re: Theravada Die Vergänglichkeit.
@Monkey Mind .

Wenn du Zeit und Lust hast: Das ist ein echt sehr aufschlussreiches Kapitel im Buch von Mettiko Bhikkhu. Es heißt „Wann ist jetzt?“. Dabei geht er sehr minutiös und präzise auf das ganze Modell der Struktur auf vielen hierarchischen Ebenen ein und veranschaulicht damit, warum wir diese Vergänglichkeit nicht sehen können, aber uns selbst betrügen.

Feine Analyse. Ich habe es zweimal gelesen, um wirklich zu verstehen.

Dabei zitiert er auch Samanera Bodhesako auf Seite 126 (PDF, Deutsch), aber man kann das Buch bestellen (Spende nicht zu vergessen).

Schauen wir uns das an:

Ein Lied ist eine Abfolge von Noten von festgelegter Länge. Die Noten ändern sich, aber das Lied (das der Kontext ist, in dem die Noten charakterisiert sind) bleibt dasselbe Lied, bis es zu Ende ist …

Aber auf jeglicher Ebene ist die Veränderung eine totale: Das, was ist, hört auf zu sein und wird durch etwas anderes ersetzt oder durch nichts anderes. Aber auf der nächsthöheren Ebene findet überhaupt keine Veränderung statt: Was ist, bleibt, was es ist, bis es aufhört zu sein, was es ist. Wenn das Lied Teil einer generelleren, allgemeineren Aufführung ist, können wir sagen, obwohl das Lied zu Ende ist und ein anderes begonnen hat, handelt es sich immer noch um dasselbe Konzert, denn das Konzert ist der Hintergrund für die Lieder. Die Note ist zu Ende, aber die Melodie dauert an. Das Lied ist vorbei, aber das Konzert geht weiter. Das Konzert ist beendet, aber der Rest des Abends kommt noch.68

Sāmaṇera Bodhesako
Wer hier mitgelesen hätte, dann hätte ich es mit eigenen Worten zu erklären versucht.

Wie funktioniert der ganze Mechanismus im Alltag?

Jemand hat ein konkretes Problem: die Scheidung, Verlust der Arbeitsstelle oder etwas Ernstes wie Krebs. Dann suchen wir die Ursache auf der Ebene, die uns scheinbar steuern lässt, also die, die wir innerlich zu beherrschen glauben. Das funktioniert aber nur zeitweilig und ist immer unbefriedigend. Wenn ich es schaffe, meine Geliebte nicht zu verlieren, dann wird sie doch alt, und früher oder später begehre ich sie nicht mehr. Oder sie wird unordentlich und schlampig, das wirkt ernüchternd. Im Falle, dass ich gefeuert werde, suche ich die Ursache bei meinem Chef oder bei den billigen Ausländern, die mir meine Stelle weggeschnappt haben.

Der springende Punkt besteht eher darin, dass ich dieses Dukkha auf allen Ebenen dieses Hologramms nicht sehe. Wenn ich krank bin, suche ich den Arzt auf, aber es gibt keinen Ausweg aus dem Alter, der Krankheit und dem Tod.

Und gerade hier ist der Hund begraben. Wir wollen etwas ändern, aber am Ende verlieren wir so oder so absolut alles.

Tief im eigenen Inneren wissen wir das alles, aber wir verdrängen das Ganze oder rationalisieren es. Manche Menschen fliehen sogar in eine echte Krankheit, um sich innerlich lebendig zu fühlen. So bleibt Atta weiter bestehen, aber auf einer anderen Ebene. Das ist der Schlüssel zur Transformation: diese ganzen Schichten nicht zu ignorieren, sondern klar zu sehen. Das ist sehr unangenehm und schmerzhaft. Aber der Buddhismus ist keine Praline. Wer nicht entschlossen ist, diese Schleifen (wie Feedback-Schleifen) im Alltag bei sich selbst zu sehen, der betreibt das Spiel weiter, bei dem er sich selbst für den Narren hält.
 
Re: Theravada Die Vergänglichkeit.
Heute ist Allerheiligen und morgen Allerseelen, man schmückt die Gräber der Verwandten und Freunde mit Kerzen und Blumen. In jeder Kultur gibt es einen Brauch des liebevollen Gedenkens an die Abgeschiedenen, möge es ihnen zugute kommen.
Lieber @mukti
seit einigen Jahren kommt diese Zeit von alleine zu mir in Träumen und Gedanken an verstorbene Ahnen. Dann erinnere ich mich - ach ja, ist ja auch gerade Totengedenken 🤩 Dieses Jahr war es besonders stark und ich habe mir darum Fotos der mir lieben und wichtigen Ahnen in Rahmen gesteckt, um sie hier zu haben.
Für mich zeigt diese Zeit Verbundenheit - und auch tatsächlich über ein gewisses schmerzliches Vermissen - die Vergänglichkeit. Grüße 🍁🍂
 
Re: Theravada Die Vergänglichkeit.
Lieber @mukti
seit einigen Jahren kommt diese Zeit von alleine zu mir in Träumen und Gedanken an verstorbene Ahnen. Dann erinnere ich mich - ach ja, ist ja auch gerade Totengedenken 🤩 Dieses Jahr war es besonders stark und ich habe mir darum Fotos der mir lieben und wichtigen Ahnen in Rahmen gesteckt, um sie hier zu haben.
Für mich zeigt diese Zeit Verbundenheit - und auch tatsächlich über ein gewisses schmerzliches Vermissen - die Vergänglichkeit. Grüße 🍁🍂
Ja, man sollte es nicht vernachlässigen und denken sie sind gestorben, das ist vorbei und geht mich nichts mehr an. Der Buddha sagt, sogar wenn man 100 Jahre lang alles für seine Eltern tun würde, könnte man ihnen ihre Wohltaten nicht vergelten. In Dankbarkeit ihrer zu gedenken und etwaige Fehler vollkommen zu verzeihen, ist doch eine gute Übung für den eigenen Geisteszustand und den der Abgeschiedenen, von denen meines Erachtens nur die äußere Form vergangen ist.
 
Re: Theravada Die Vergänglichkeit.
n Dankbarkeit ihrer zu gedenken und etwaige Fehler vollkommen zu verzeihen,
Es kann sein, dass wir es so machen müssen, um uns selbst zu verzeihen, denn eine andere Möglichkeit gibt es nicht. Ich werde meinen Vater immer vermissen, und ich war kein Engel. Und jetzt ist es schon zu spät... Immer zu spät.

Wir könnten uns wähnen, dass wir uns von der Vergangenheit verabschiedet haben, aber nicht sie von uns.

Aus dem Film „Magnolia“.

Und wenn ich Anālayo lese, welche lähmende Angst wir als normale Menschen vor dem Tod haben, dann ist es evolutionär betrachtet sogar wichtig, mit den Toten zu kommunizieren. Das ist wieder diese Art der Verdrängung, und wie selbst der Autor betont, ist es keine Lösung. Kann sein, dass ich später versuche, den ganzen Aspekt zu beleuchten. Kleines Zitat:

In der modernen Gesellschaft vermeiden wir gewöhnlich Gedanken an den Tod. In der klinischen Psychologie werden verschiedene Abwehrmechanismen ausführlich untersucht, die dazu dienen, uns dazu zu bringen, nicht nur unsere eigene Sterblichkeit, sondern auch die Sterblichkeit anderer Menschen zu ignorieren. Es gibt eine ganze Reihe von Veröffentlichungen unter dem gemeinsamen Titel „Terror-Management-Theorie“ (TMT). Diese Theorie erklärt, wie Menschen mit ihrer existenziellen Angst umgehen.

Menschen haben, ebenso wie Tiere, einen Instinkt zur Selbsterhaltung. Der Grund für diese besondere Abweichung beim Menschen liegt darin, dass wir uns der Tatsache bewusst sind, dass der Tod unvermeidlich ist. Das Zusammenspiel des instinktiven Selbsterhaltungstriebs mit dem Wissen um die Unvermeidlichkeit des Todes erzeugt das Potenzial für einen lähmenden Schrecken. Sobald der Tod in den Bereich unserer Aufmerksamkeit rückt, setzen Menschen als Reaktion darauf verschiedene Abwehrmechanismen ein. Die verbreitetsten bestehen darin, dass sie versuchen, uns abzulenken oder das Problem des Todes in eine ferne Zukunft zu verschieben.
"Satipatthana-Meditation "
Bhikkhu Analayo


Ein Kapitel in dem Buch von Analayo über das Sterben ist dem Tod des historischen Buddha gewidmet und wie er unter sehr starken Schmerzen gelitten habe. Darüber musste ich selbst lachen. Denn Erwachte leiden nicht. Sie haben nur die Schmerzen. Der Körper leidet, aber da ist keine Angst – das ist der zentrale Punkt. Arahat -s sterben zwar, was den Körper betrifft, aber es macht ihnen nichts aus.
Das ist sehr einfach zu verstehen, aber kaum für die Mehrheit der Menschen umsetzbar. Alle Religionen spenden uns Trost, aber Nibbana stellt bestimmt kein Paradies dar, in dem wir ewig leben. Dazu ist das Christentum zuständig.




Noch dazu: Die Sutten, die der Autor im Buch zitiert, schildern, wie verdammt die Leute leiden, wenn sie sterben. Manchmal ist das wirklich schwer zu lesen, klingt echt krass. Aber dann kommen die Arahants oder der Buddha selbst, um zu lehren, dass nicht dein Körper leidet, nicht alle deine Skandhas , also nicht du als Atta.

Wer schafft das? Und der Moment des Todes ist hier entscheidend: Wer alles loslassen kann, wird in den himmlischen Bereichen wiedergeboren oder einfach gar nicht mehr. Bei aufmerksamer Lektüre fällt mir ein, dass jemand sowieso zuerst sterben muss, um wiedergeboren zu werden. Der Tod wäre dann die notwendige Voraussetzung dafür. Da musste ich einfach schmunzeln.

Dem Tod kann man nicht ausweichen, denn er ist immer da. Mit jedem Augenblick kommt er näher. Das wissen doch alle, aber dieses Wissen bleibt im Kopf wie Müll, ohne Kraft, die wirklich transformieren könnte.

Und die Vergänglichkeit ist echt das zentrale Thema im Theravada . Im Visuddhi-Magga etwa werden auf nicht weniger als 40 Seiten die Leichen in den verschiedenen Stadien der Verwesung geschildert. Das ist hart. Und nicht für jeden.

Deswegen ist der Buddhismus kein Schokoriegel. Wie dem auch sei, so sehe nicht nur ich das.


So klingt der rein praktische Teil:


Es besteht kein Zweifel daran, dass man früher oder später seinen letzten Atemzug nehmen wird. Ebenso gewiss ist, dass dieser Augenblick mit jedem Atemzug, den man nimmt, näher rückt. Daher ist der gegenwärtige Atemzug, selbst wenn er nicht der letzte ist, mit Sicherheit ein Atemzug näher am Tod.
Jeder Atemzug – näher am Tod.
Jeder Atemzug – näher am Tod.
Jeder Atemzug – näher am Tod.
Publications by Bhikkhu Anālayo

(y)
 
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Re: Theravada Die Vergänglichkeit.
Ein cooler und zugleich humorvoller Vortrag von Mettiko Bhikkhu. Das Manuskript habe ich angehängt. Viel Spaß!

Diese täglichen Betrachtungen über Altern und Krankheit und Tod, die wir ja auch im Morgen-Chanting oder Abend-Chanting drin haben, die fünf täglichen Betrachtungen (57:21). Wenn man die liest, sagt man: „Ja, klar, weiß ich.“ (57:25) Aber das zu Herzen nehmen, diese Verbindung herstellen zwischen nicht etwas, was in der Welt passiert, sondern in Beziehung zu mir passiert, da kann eben das Verständnis reifen, was uns nah vor der Haustür passiert, was Vergänglichkeit wirklich, Veränderung wirklich bedeutet, Unbeständigkeit (57:35). Was lernen über die Vergeblichkeit, sich mit dem Körper zu identifizieren, und auch ein Stück weit zu lernen, welche Erleichterung damit verbunden ist, wenn diese Identifikation mal nachlässt (57:55). Das kann man auch schrittchenweise (58:21).

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@Monkey Mind .

Ich entschuldige mich wegen des versprochenen Manuskripts zu deinem Beitrag. Es ist immens lang, sodass die KI sich immer wiederholt.

Ich versuche, es anzuhängen, aber bitte keine Ansprüche stellen. An die KI: ha ha ha!
 

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Re: Theravada Die Vergänglichkeit.
Der Beitrag wurde gemeldet.
Genau diesen Vortrag habe ich heute angehört,gleich morgens.
Wurde am 27.09.2008 gegeben,und ich fand es wieder sehr inspirierend :wheel:

Ich komme ja ursprünglich aus der Mahāyāna Tradition,sprich aus der tibetischen Tradition.
Da ist auch viel Mystik drinnen und ja ich habe sehr starke Erfahrungen dieser Art schon in sehr jungen Jahren gemacht.

Und für mich steht auch außer Zweifel daß alle Unwissenheit,alle Begierde die nicht in der ganzen Tiefe durchschaut ist zum Zeitpunkt des Todes,Geburt im Daseinskreislauf nehmen wird.

Aber die ersten Werke die ich dank dir gelesen habe,um nur eines zu nennen,ich hoffe ich habe den Titel richtig im Kopf,
Das Kernholz des Buddhadharma
Das hat mein Interesse an der Theravada Tradition geweckt.

Ich kann auch bei Mettiko vieles finden das mich inspiriert.
Natürlich findet Tod und Geburt ständig bei neuer Indentifikation statt,und natürlich ist das der Raum in dem Praxis stattfindet oder eben nicht.

In der Mediathek bei Muttodaya ist jede Menge zu finden.

Ich habe auch schon Vorträge von andern Bhikkhus gehört die mich auch abholen.

Liebe Grüße :wrose:
 
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Re: Theravada Die Vergänglichkeit.
Das Kernholz des Buddhadharma
Das hat mein Interesse an der Theravada Tradition geweckt.
Das habe ich und auch sehr viele andere Werke von diesem Autor. Er ist rein praktisch orientiert – keine Metaphysik oder Spekulationen darüber, was nach dem Tod passiert.
Gibt es noch von ihm fünf deutsche Bände..
Nee, es sind mehr, ich verlinke hier mal einiges:






Ich habe mich mit dem Übersetzer in Verbindung gesetzt, das war sehr lehrreich für mich. Kirre!

Ich habe lange Zeit mit einem Mönch aus dem Muttodaya-Kloster kommuniziert. Daher überlege ich, persönlich an Mettiko zu schreiben. Denn wenn so etwas nur im Internet passiert, vergisst man leicht, dass es um eine reale Person und einen Menschen geht, der bestimmt Respekt verdient hat.

Zu Mettiko:

Auf Anregung von Ayya Khema entstand in jüngerer Zeit eine komplette Neuübersetzung von Kay Zumwinkel (jetzt Mettiko Bhikkhu). Diese Übersetzung bemüht sich um eine zeitgemäßere Sprache und genauere Übertragung der Begriffe, stützt sich aber hauptsächlich auf die Übersetzung des Pali -Textes ins Englische von Bhikkhu Nanamoli und Bhikkhu Bodhi unter Heranziehung der Pali-Version.

So Wikipedia: Majjhima-Nikaya

Warum wurde der Beitrag gemeldet? Hm?

Wenn man auf die Homepage des Klosters Muttodaya geht, sieht jeder, wie enorm viele Übersetzungen von Mettiko Bhikkhu stammen. Er ist für mich die lebendige Verkörperung des Dharma.


Leiden ist ein Modus, ein Zustand, in dem etwas leidhaftes passiert, nämlich „von irgendeinem Unglück betroffen“ sein, „von irgendeinem Leidensding berührt“ werden (siehe Seiten 321 ff.) Das wird in der üblichen Beschreibung des abhängigen Zusammenentstehens auch berücksichtigt. Sie beginnt immer mit der Formulierung: „X-bedingt (ist) Y, Y-bedingt (ist) Z …“hh Das ist die zeitlose Struktur. Aber dann folgt:

Zur-Welt-Kommen-bedingt treten Altern, Tod, Kummer, Jammer, Schmerz, Gram und Verzweiflung ins Dasein.​

Das Zeitwort „ins Dasein treten“ (sambhavati) kennzeichnet das Zeitliche. Erst ist etwas nicht da, dann tritt es ins Dasein.​
Mettiko Bhikkhu
Gegen den strIch
Erschließende unwissenschaftliche Nachschrift zu Satipaṭṭhāna, S.220(PDF).



Er spricht in seinem Buch genau wie Ñāṇavīra – das sollte jeder lesen. Diese sogenannte zeitlose Struktur kann man ohne einen Waggon Wodka kaum aufdröseln. Alle meine Beiträge waren korrekt, was die ganzen Begriffe betrifft. Jāti heißt auch nicht Wiedergeburt. Das Weitere über diese Meldung behalte ich für mich.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Re: Theravada Die Vergänglichkeit.
Eine Kontemplation über die Vergänglichkeit schadet nicht, aber um die Probleme ein für alle Mal zu lösen, würde ich mich auf dieses “Selbst“ konzentrieren. Wenn das durchschaut wird, dann braucht man sich um die Vergänglichkeit keine Gedanken mehr zu machen. Keiner sagt dass es einfach ist. Aber es ist machbar.
Auf diesen Beitrag wollte ich hier rein sachlich argumentieren. Aus der Sichtweise wie Ñāṇavīra so auch Mettiko Bhikkhu dieses Selbst erschaffen wir alle permanent durch Ergreifen. Dieses sogenannte Selbst kann man hier so wie mit dem leeren Sog vergleichen, der etwas als „mir“ aneignen wollte.

Das Selbst oder Ich in den Begriffen der existenziellen Philosophie, die sie verwendet, ist nicht auffindbar. Da ist niemand hinter der Maske, aber die Show geht weiter und wir alle nehmen sie für bare Münze.

Das wäre der erste Schritt. Warum passiert das? Weil wir diese Vergänglichkeit nicht direkt sehen. Man kann sie nicht einfach wegwischen. Sie entzieht sich aber, weil wir auf die Ebene der Beständigkeit fliehen, was wir wieder nicht merken.

Gerade über den Tod und das Sterben gibt es einen Vortrag von Mettiko Bhikkhu, welchen ich hier gerne anhängen könnte – die Übersetzung aus dem Englischen.

Und noch einiges dazu, was ich weiter recherchiert habe. Ñāṇavīra mag es sehr, sich auf Sartre zu beziehen, denn der sagte sinngemäß, dass es keinen Denker hinter den Gedanken gibt – oder zumindest keiner zu finden ist, was, wie mir scheint, zu Anatta passt. Das steht im krassen Widerspruch zu Descartes' „Cogito, ergo sum“. So löffeln wir alle das bis heute aus: diese wie objektive Sichtweise, die ich als das Subjekt positioniert gegen die Objekte da draußen verstehe.

Diese Wandelbarkeit macht eigentlich Angst, immerdar. Deswegen wird das Begehren immer etwas ergreifen, um diesen leeren Abgrund im eigenen Inneren zu stopfen, was aber niemals funktionieren würde.

Hier kann man sehen: Das direkte Erkennen der Vergänglichkeit und dieses sogenannte Ich kann man als zwei Seiten von derselben Medaille sehen.

So:

Sorge, sagt Heidegger, kann auf zwei Arten gelebt werden: eigentlich und uneigentlich. Der eigentliche Mensch stellt sich reflexiv sich selbst und sieht sich selbst in seiner existenziellen Einsamkeit – er sieht, dass er allein auf der Welt ist; dagegen nimmt der uneigentliche Mensch Zuflucht vor dieser beunruhigenden Selbstreflexion zur anonymen Sicherheit der Menschen-im-Allgemeinen, zur Sicherheit des „man“. Der uneigentliche Mensch flieht vor der Eigentlichkeit – vor der Angst sozusagen; denn Angst ist der Zustand des eigentlichen Menschen (denk daran, dass Heidegger den puthujjana beschreibt und keinen Ausweg aus der Angst sieht, die für ihn das Kennzeichen des klar sehenden Menschen ist, der sich selbst entgegentritt).
S. 470, PDF( Deutsch), Muttodaya-Kloster.

Brief 93 18. Mai 1965
 
Re: Theravada Die Vergänglichkeit.
Na ja, damit ist das ganze Thema 'Wiedergeburt' für mich echt begraben. Das ist echt der reinste Bullshit. Ich stelle hier den Vortrag von Mettiko Bhikkhu vor – zwei verschiedene Manuskripte – und wie er die ganze tote Scholastik regelrecht verspottet. Das kann ich aber nachvollziehen. Wer mitdiskutieren will, bitte aufmerksam lesen oder hören. Danke.

Siehe hier:

[0:42:35, 0:54:08]. Sollte reichen.

Plus:„beliebtes Gesellschaftsspiel“ [1:00:06]0:34:51, 0:35:49, 0:39:52., 0:42:35, 0:54:08.

Ich spiele hier nicht weiter mit.

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Re: Theravada Die Vergänglichkeit.
Vielen Dank für die Links zu Buddhadasa Bhikkhu:wrose:
 
Re: Theravada Die Vergänglichkeit.
Ja, man sollte es nicht vernachlässigen und denken sie sind gestorben, das ist vorbei und geht mich nichts mehr an. Der Buddha sagt, sogar wenn man 100 Jahre lang alles für seine Eltern tun würde, könnte man ihnen ihre Wohltaten nicht vergelten. In Dankbarkeit ihrer zu gedenken und etwaige Fehler vollkommen zu verzeihen, ist doch eine gute Übung für den eigenen Geisteszustand und den der Abgeschiedenen, von denen meines Erachtens nur die äußere Form vergangen ist.
Hallo mukti , das mit dem verzeihen ist ein guter Hinweis- aktuell ist es so, dass bestimmte Ahnen immer noch „da“ sind. Ich freue mich, dass sie mein Leben begleitet haben und begleiten. Es stärkt mich. Bei ihnen gibt es nichts, was man verzeihen müsste, das ist alles unerheblich und generell sind es die Menschen, die mich nicht verletzt haben. Die anderen sind nicht präsent, aber es wäre sicher gut, sich auch um sie zu kümmern in dem Sinne, wie du schreibst. Das nehme ich mal mit in meinen nächsten Urlaub. Um meinen Vater kümmere ich mich im Leben und das ist sehr schön.

Rinpoches Lehrer war ihr eigener Vater und sie hat mal gesagt, dass die Verbindung nach seinem Tod noch stärker war und auch die Belehrungen noch lange / stark weiter gingen.
 
Re: Theravada Die Vergänglichkeit.
Vielen Dank für die Links zu Buddhadasa Bhikkhu:wrose:
Nichts zu danken. Mich freut es immer, wenn die Leute hier offen für die verschiedenen Sichtweisen bleiben, was das Dharma betrifft. Man kann so argumentieren, dass Buddhadasa Bhikkhu anmaßend und arrogant war (es wurde in diesem Forum geschrieben, aber ich werde das nicht weiter spinnen), und weiter: Ñāṇavīra Thera hatte eine erotische Krankheit, sein Suizid war erst beim zweiten Mal erfolgreich. Ich ironisiere, es ist eher schwarzer Humor. Nanavira hatte ein sehr klassisches PGAD. Wer sich dafür interessiert: Das alles hat nichts mit dem Buddhismus zu tun und dort Nichts zu suchen. Diese Krankheit gilt bis heute als unheilbar und treibt sehr viele Betroffene in den Selbstmord.

Na gut, weiter zum Thema.
Dasselbe Modell, dass die Befreiung nur im Hier und Jetzt möglich ist, also zeitlos, beschreibt dieser Autor sehr ausführlich: Ven. Kaṭukurunde Ñāṇananda Mahāthera.
Jetzt verlinke ich alles, was ich von ihm gelesen habe und wo jeder einige seiner Bücher bestellen kann.

Es geht los:

https://www.dhamma-dana.de/files/Dhamma Dana/Buecher/nanananda/Konzept_und_Realitaet.pdf

https://www.dhamma-dana.de/files/Dhamma Dana/Buecher/nanananda/Der_Zauber_des_Geistes.pdf

https://nibbanam.net/index.html


Und durch den Verlag:

https://buddhareden.de/products/das-wunder-des-kontakts?_pos=3&_psq=Nana&_psid=9600831e4&_ss=e

https://buddhareden.de/products/nib...-feuer?_pos=2&_psq=Nana&_psid=9600831e4&_ss=e

https://buddhareden.de/products/nib...friede?_pos=1&_psq=Nana&_psid=9600831e4&_ss=e


Das alles habe ich als normale Bücher. Der Verleger war so nett zu mir, dass er mir seine private Telefonnummer gegeben hat, falls ich irgendwelche Fragen habe. Aber ich war echt zu schüchtern, um anzurufen. Er ist ja eine echte Koryphäe und kennt/ kannte/ praktisch alle persönlich – wie die Leute vom Buddhistischen Seminar, Mettiko Bhikkhu, Alfred Weil usw. Wenigstens bedanke ich mich immer bei jeder Bestellung und bemühe mich, etwas zu spenden.
 
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