n Dankbarkeit ihrer zu gedenken und etwaige Fehler vollkommen zu verzeihen,
Es kann sein, dass wir es so machen müssen, um
uns selbst zu verzeihen, denn eine andere Möglichkeit gibt es nicht. Ich werde meinen Vater immer vermissen, und ich war kein Engel. Und jetzt ist es schon zu spät... Immer zu spät.
Wir könnten uns wähnen, dass wir uns von der Vergangenheit verabschiedet haben, aber
nicht sie von uns.
Aus dem Film „Magnolia“.
Und wenn ich Anālayo lese, welche lähmende Angst wir als normale Menschen vor dem Tod haben, dann ist es evolutionär betrachtet sogar wichtig, mit den Toten zu kommunizieren. Das ist wieder diese Art der Verdrängung, und wie selbst der Autor betont, ist es keine Lösung. Kann sein, dass ich später versuche, den ganzen Aspekt zu beleuchten. Kleines Zitat:
In der modernen Gesellschaft vermeiden wir gewöhnlich Gedanken an den Tod. In der klinischen Psychologie werden verschiedene Abwehrmechanismen ausführlich untersucht, die dazu dienen, uns dazu zu bringen, nicht nur unsere eigene Sterblichkeit, sondern auch die Sterblichkeit anderer Menschen zu ignorieren. Es gibt eine ganze Reihe von Veröffentlichungen unter dem gemeinsamen Titel „Terror-Management-Theorie“ (TMT). Diese Theorie erklärt, wie Menschen mit ihrer existenziellen Angst umgehen.
Menschen haben, ebenso wie Tiere, einen Instinkt zur Selbsterhaltung. Der Grund für diese besondere Abweichung beim Menschen liegt darin, dass wir uns der Tatsache bewusst sind, dass der Tod unvermeidlich ist. Das Zusammenspiel des instinktiven Selbsterhaltungstriebs mit dem Wissen um die Unvermeidlichkeit des Todes erzeugt das Potenzial für einen lähmenden Schrecken. Sobald der Tod in den Bereich unserer Aufmerksamkeit rückt, setzen Menschen als Reaktion darauf verschiedene Abwehrmechanismen ein. Die verbreitetsten bestehen darin, dass sie versuchen, uns abzulenken oder das Problem des Todes in eine ferne Zukunft zu verschieben.
"Satipatthana-
Meditation "
Bhikkhu Analayo
Ein Kapitel in dem Buch von Analayo über das
Sterben ist dem Tod des historischen Buddha gewidmet und wie er unter sehr starken Schmerzen
gelitten habe. Darüber musste ich selbst lachen. Denn Erwachte
leiden nicht. Sie haben nur die Schmerzen. Der Körper leidet, aber da ist keine Angst – das ist der zentrale Punkt.
Arahat -s sterben zwar, was den Körper betrifft, aber es macht ihnen nichts aus.
Das ist sehr einfach zu verstehen, aber kaum für die Mehrheit der Menschen umsetzbar. Alle Religionen spenden uns Trost, aber
Nibbana stellt bestimmt kein Paradies dar, in dem wir ewig leben. Dazu ist das Christentum zuständig.
Noch dazu: Die Sutten, die der Autor im Buch zitiert, schildern, wie verdammt die Leute leiden, wenn sie sterben. Manchmal ist das wirklich schwer zu lesen, klingt echt krass. Aber dann kommen die Arahants oder der Buddha selbst, um zu lehren, dass nicht dein Körper leidet, nicht alle deine
Skandhas , also nicht du als Atta.
Wer schafft das? Und der Moment des Todes ist hier entscheidend: Wer alles loslassen kann, wird in den himmlischen Bereichen wiedergeboren oder einfach gar nicht mehr. Bei aufmerksamer Lektüre fällt mir ein, dass jemand sowieso zuerst sterben muss, um wiedergeboren zu werden. Der Tod wäre dann die notwendige Voraussetzung dafür. Da musste ich einfach schmunzeln.
Dem Tod kann man nicht ausweichen, denn er ist immer da. Mit jedem Augenblick kommt er näher. Das wissen doch alle, aber dieses Wissen bleibt im Kopf wie Müll, ohne Kraft, die wirklich transformieren könnte.
Und die Vergänglichkeit ist echt das zentrale Thema im
Theravada . Im Visuddhi-
Magga etwa werden auf nicht weniger als 40 Seiten die Leichen in den verschiedenen Stadien der Verwesung geschildert. Das ist hart. Und nicht für jeden.
Deswegen ist der Buddhismus kein Schokoriegel. Wie dem auch sei, so sehe nicht nur ich das.
So klingt der rein praktische Teil:
Es besteht kein Zweifel daran, dass man früher oder später seinen letzten Atemzug nehmen wird. Ebenso gewiss ist, dass dieser Augenblick mit jedem Atemzug, den man nimmt, näher rückt. Daher ist der gegenwärtige Atemzug, selbst wenn er nicht der letzte ist, mit Sicherheit ein Atemzug näher am Tod.
Jeder Atemzug – näher am Tod.
Jeder Atemzug – näher am Tod.
Jeder Atemzug – näher am Tod.
Publications by Bhikkhu Anālayo
