Wetering
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Zen
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Mein Geist und Ich
auf der Website von Karl Brunnhölzl
(acht Vorträge zu
Stufenweise Meditationsfolge über Leerheit)
Auch die Darstellung der Phänomene anhand der drei Merkmale oder der drei Naturen, die die Cittamatrins geben, finde sehr spannend und tiefgründig, weil sie die drei Merkmale anhand ihrer jeweiligen Wesenslosigkeiten erklären. Darüber hinaus verbinden sie die drei Merkmale mit den Zwei Wahrheiten. Tiefgründiger Stoff für dessen Behandlung man sich reichlich Zeit nehmen sollte, wenn er einen anspricht.Cittamatra
Drei Aspekte (des Erlebens)/drei Naturen
1. das Vorgestellte
2. das Abhängige
3. das Vollkommene
Lieber @Wetering , beziehst du dich da auf Khenpo Tsultrim Gyamtsos Buch oder die Vorträge von Karl Brunnhölzl?Cittamatra
8 primäre Arten von Bewusstsein
d.h. zusätzlich
7. Durch Störfaktoren verblendeter Geist
bzw. siebtes Bewusstsein mit zwei Aspekten
8. All-Basis, Alaya- oder Speicher-Bewusstsein
Drei Aspekte (des Erlebens)/drei Naturen
1. das Vorgestellte
2. das Abhängige
3. das Vollkommene


Kannst du das näher erläutern?"Das Subjekt ist nicht das Ich"
Ja, Wetering, du hast mich ja hier total angefixt mit diesen Vorträgen."... Das Subjekt ist nicht das Ich, sondern das Subjekt sind die acht Bewusstseinsarten. ..."
Vortrag 3: 1:47:20
Danke![]()

Vortrag 1, ca. 1:33:20.Was ist dieses Festhalten eigentlich? Weil mehr ist es nicht. Tatsächlich. Das heißt, es gibt nicht ein Ich, was irgendwo verborgen ist und wir sehen es nur nicht. Sagt der Buddha jedenfalls. Sondern das Ich ist auf der Subjektseite. Das ist der Punkt. Das Ich ist das Festhalten an nichts. Das ist das Wesen einer fixen Idee. Die fixe Idee ist nicht Festhalten an etwas, was es tatsächlich gibt, sondern an etwas, was es nicht gibt. Das ist genau das, was man Ego-Anhaften nennt.
Ich bin jetzt beim zweiten Vortrag und habe dort einen Satz gefunden, der einfach in einen Thread namens "Leerheit" gehört:Vortrag 2, Link s.o.Das heißt, die Leerheit ist nicht etwas, das irgendwo da draußen existiert, sondern die existiert nur im Geist von dem, der die Leerheit erkennt.
Das klingt immer alles so einfach, aber es ist soooo schwer in der Praxis.Noch einmal zum Nicht-Selbst, von Ponlop Rinpoche:
"Vom buddhistischen Standpunkt aus ist die hauptsächliche und wichtigste Botschaft des "Nicht-Ego" nicht eine des Verlustes, sondern des enormen Gewinns, der Freude und der Erleichterung - Freisein von allem Leid. Wenn wir dazu fähig sind, alles loszulassen ... all unser Haften und Greifen nach etwas, das in keinster Weise existiert ..., können wir ... die Idee fallen lassen, dass wir etwas zu verlieren haben."
Damit nahm ja alles seinen Ausgang."Das Subjekt ist nicht das Ich"
Kannst du das näher erläutern?![]()
"... Das Subjekt ist nicht das Ich, sondern das Subjekt sind die acht Bewusstseinsarten. ..."
Vortrag 3: 1:47:20
Danke![]()
Oder du könntest auch sagen, an dem Punkt findet einfach kein Greifen mehr statt. Das Ich ist eh schon lang weg. Insofern wird hier auf dieser Stufe auch unterschieden zwischen dem Ich und dem Wahrnehmer. Das ist nicht das Gleiche. Das heißt, ich kann einen Unterschied machen zwischen Ich und Andere. Das ist aber nicht das Gleiche wie zwischen Subjekt und Objekt. Landläufig gehen wir immer davon aus, dass das Ich auch das Subjekt ist. Das haben wir ja gestern darüber gesprochen. Ich gehe, ich sehe, ich esse, Subjekt ist Ich. Aber in dieser Stufe haben wir ja kein Ich mehr. Das heißt, das Subjekt ist nicht das Ich, sondern das Subjekt sind die Bewusstseinsarten.
Normalerweise ist das überhaupt nicht klar. Für die meisten Leute ist Ich und Subjekt genau das Gleiche. Auch für viele Buddhisten. Aber Buddha hat da einen ganz klaren Unterschied gemacht. Normalerweise schmeißen wir Ich und Subjekt zusammen. Durch die Art, wie unser Ego-Bewusstsein funktioniert. Wir sagen ja die ganze Zeit, wir denken die ganze Zeit, egal was passiert, was wir tun, ist immer Ich. Global Subjekt.
Hier schaut man dann ja genauer hin und sagt, das Ich ist nicht das Subjekt von all diesen Dingen, sondern es gibt viele verschiedene Subjekte, sondern es gibt das Sehbewusstsein, dessen Job es ist, zu sehen. Dann gibt es das Hörbewusstsein, dessen Job ist eben zu hören, und nix anderes. Dann gibt es das Denkbewusstsein, dessen Job ist zu denken. Das heißt, die haben alle einen bestimmten Job und der eine übernimmt nicht den Job vom anderen. Wenn wir das alles zusammenschmeißen, dann sagen wir Ich.
Aber das ist nicht das, was eigentlich stattfindet. Das heißt, dann haben wir hier nochmal ein subtileres Verständnis dessen, wie Wahrnehmung eigentlich funktioniert. Oder wie Handlung funktioniert. Das heißt, was ist es eigentlich, was sieht? Es ist nicht das Ich. Es ist das Bewusstsein. Und auch nicht global, sondern es ist immer ein bestimmter Aspekt des Bewusstseins, der sieht. Und ein anderer Aspekt des Bewusstseins hört. Und so weiter.
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