• Wichtige Änderungen an der Datenschutzerklärung. Mit der fortgesetzten Nutzung des Forums bestätigst Du die neuen Datenschutzrichtlinien. Bisher waren eingeschränkt Einbettungen in Posts möglich, teilweise wenn man zuvor explizit in den Einstellungen zugestimmt hat. Mit jeder Änderung der Soziale-Medien-Landschaft wird es schwieriger, alles mit eigenen Codes up-to-date zu halten und zusätzliche Dienste zu aktivieren. Ich habe daher standardmäßig über s9e eine Reihe an Diensten aktiviert - s9e aktualisiert die Codes, wenn sich etwas an den Diensten ändert. Folgende Drittanbieter sind nun also aktiv: s9e.github.io (Github), Youtube, Vimeo, Bluesky, Mastodon, Threads und Facebook. Details in der Datenschutzerklärung. (Dieser Hinweis kann über das X oben rechts ausgeblendet werden)
traditionsübergreifend
Re: Dharma Brauchen wir, das Dharma zu studieren?
Deshalb stimmt die Umkehrung
nicht, denn diese Umkehrung behauptet, dass das Nirvana bereits gegeben ist, bevor die drei Geistesgifte überwunden sind. Was aber nicht der Fall ist.
Na ja, da zitiere ich noch einmal Ṭivagaro Bhikkhu , markiere, was ich als wichtig ansehe, und das alles entspricht dem, was Phra Ajahn Payutto in Buddhadhamma genau so betrachtet. Wenn ihr damit andere Meinungen habt, ist das eure persönliche Sache, liebe Freunde.

Also lese ich auf S. 313 (das Buch über die Katze):

"Die Übung des Pfades, das heißt die korrekte Praxis vor der Erleuchtung , unterliegt Bedingungen. Nibbana wird bei der korrekten Praxis nicht erzeugt, es bringt Nibbana nicht hervor, es besteht ohnehin. Die korrekte Praxis sorgt lediglich dafür, dass die Hindernisse dazwischen wegfallen. Wie ein verborgener Raum nicht durch das Öffnen einer Tür entsteht, sondern lediglich zugänglich wird.

Das ist keine Übersetzung. Für mich sind die Schlüsselwörter hier: „es besteht ohnehin“. Es war also immer da. Weiter präzisiert der Autor den eigenen Gedanken: „sondern lediglich zugänglich wird“.


Na ja, das ist keine höhere Mathematik, also wir können es anders sehen, aber ich bleibe bei der Sichtweise der Lehrer, die wirklich Theravada repräsentieren. Ich baue mir meine eigene Sichtweise nicht herum zusammen.


Jetzt aber man sollte die Wörter: Bereits gegeben wird“ von @Helmut mit den Wörtern aus dem Text: „es besteht ohnehin“ einfach zu vergleichen. Sollte ausreichend sein, scheint mir.

Bei Rahula lese ich das:


"Die Wahrheit wird manchmal als „negative Wahrheit“ bezeichnet, obwohl dieser Ausdruck populär ist. Die Verwirklichung dieser Wahrheit, das heißt, die Dinge so zu sehen, wie sie sind (jathābhūtam), ohne Illusion oder Unwissenheit (avijjā), ist das Erlöschen des Verlangens, des „Durstes“ (tanhākkhaya), und das Aufhören (nirodha ) von dukkha , was Nibbāna ist.


Es ist interessant und hilfreich, hier die Mahāyāna-Ansicht von Nirvāṇa in Erinnerung zu rufen, wonach Nirvāṇa nicht verschieden von Saṃsāra ist. Dasselbe ist Saṃsāra oder Nirvāṇa, je nachdem, wie man es betrachtet – subjektiv oder objektiv. Diese Mahāyāna-Ansicht wurde vermutlich aus den Ideen entwickelt, die in den ursprünglichen Theravāda-Pāli-Texten enthalten sind, auf die wir uns in unserer kurzen Diskussion gerade bezogen haben."
 
Zuletzt bearbeitet:
Re: Dharma Brauchen wir, das Dharma zu studieren?
Na ja, ein wenig dazu:

Es gibt, ihr Bhikkhus, ein Nichtgeborenes, Nichtgewordenes, Nichtgeschaffenes, Nichtaufgebautes.
Udāna VIII, .3


Wie kann man anders als Rahula interpretieren?


Das ist frei von vorher und nachher, es gehört "mir" auch nicht, weil es keinen "Träger" dazu gibt.


Was du, @Helmut, immer in der Kategorie der Zeit betrachtest.


Zu Nibbāna passt es nicht.

Diese Spitzfindigkeiten wurden später im Mahāyāna und Zen weiterentwickelt. Wer recht hat, bleibt am Ende nur eine reine Interpretationssache.
 
Re: Dharma Brauchen wir, das Dharma zu studieren?
Man kann viel darüber nachdenken und studieren, aber gibt es einen direkten Zugang zum Zeitlosen, jenseits von Vorstellung und Denken? Ich glaube schon. Es ist das Todlose wo nichts vergeht, weil nichts entsteht. Der Schlüssel ist die Loslösung, das Gewahrsein ohne irgendetwas aus dem ununterbrochenen Fluss der Sinneseindrücke (inclusive Geistsinn) zu ergreifen, zu begehren und daran zu hängen.
Im Zen gibt es das. Es kann während Zazen oder der Koan Praxis passieren, wo es jedoch nicht angestrebt werden sollte, weil jedes Streben ja kontraproduktiv ist.
Körper und Geist abfallen lassen, nennt es ein Zen Meister, die Buddhanatur zu sehen, nennen es andere.
 
Re: Dharma Brauchen wir, das Dharma zu studieren?
Im Zen gibt es das. Es kann während Zazen oder der Koan Praxis passieren, wo es jedoch nicht angestrebt werden sollte, weil jedes Streben ja kontraproduktiv ist.
Körper und Geist abfallen lassen, nennt es ein Zen Meister, die Buddhanatur zu sehen, nennen es andere.
Korrekt,(y) freut mich, dass du das liest. Das ist Dōgen, also sollte man eher das ent-deck-en, was schon immer da ist. Ganz egal, ich bin erleuchtet, oder als der letzte Schuft und Schurke. Wenn ich sogar absichtlich übertreibe, dann lohnt es sich, einen sehr gründlichen Artikel von Anālayo zu lesen. So kann jeder sehen, wie sich ein einzelner Begriff transformiert, der ursprünglich aus dem Theravada stammt.
Jetzt verlinke ich das alles und schalte den Rechner ab, denn er kann sich bei solcher Hitze zerschmelzen … zusammen mit meiner Leer-en Katze, war ein Scherz, oder?;)



Den Buddhaweg ergründen heißt sich selbst ergründen.
Sich selbst ergründen heißt sich selbst vergessen.
Sich selbst vergessen heißt die Einheit der zehntausend Dinge zu realisieren.
Die Einheit der zehntausend Dinge zu realisieren, heißt Körper und Geist von sich selbst und den anderen fallen lassen.
Die Spuren des Erwachens lösen sich auf und die aufgelösten Spuren des Erwachens führen endlos fort.

Meister Dogen Zenji
Hier

Und:

In diesem Artikel untersuch Bhikkhu Anālayo die in den Pāli-Lehrreden enthaltenen Aussagen über die Leuchtkraft des Geistes im Licht ihrer Parallelstellen. Ziel ist es, die frühen Entwicklungsstufen eines Begriffs deutlich werden zu lassen, der einen erheblichen Einfluss auf das buddhistische Denken und die buddhistische Praxis hatte.
 
Zurück
Oben Unten