Igor07
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Re:
Dharma Wiedergeburt
Martin, wo er so sagt? Schauen wir mal:Aus der Sicht von Buddhadasa Bhikkhu (der vermutlich befreit war) , stimmt zumindest die Aussage (falls er das irgendwo so geschrieben hat), dass dieses Leben das letzte war und es danach nichts mehr gibt.
Also, ich sehe hier absolut klare Position. Betrachtete er sich selbst als „befreit“, weiß ich nicht. Ich denke, es hatte für ihn keine Bedeutung.Was die Lehre der Reinkarnation anbelangt, so gibt es sie in der buddhistischen Lehre nicht, oder genauer, es handelt sich dabei nicht um eine echte buddhis-tische Lehre, weil sie mit der vorupanishadischen kamma -Lehre verbunden ist. Zu dieser Zeit lehrte man, dass Lebewesen ständig sterben und wiedergeboren werden, dass es eine ewige Seele gibt, die fortwährend in Samsara , dem Kreislauf von Tod und Wiedergeburt, kreist und dass sie dabei eine Vielzahl von Bestimmungsorten (unterschiedlich, je nach Lehrmeinung), entsprechend der guten und schlechten Taten des Individuums durchwandert. Es ist absurd zu behaupten, dass es sich dabei um eine buddhistische Lehre handelt.
Das war für ihn ohne jegliche Bedeutung.Vergesst den Tipitika, das Leben nach dem Tod, die bestimmte Religion, die wir respektieren.
Das ist die Essenz, scheint mir.Wenn wir es in Begriffen der Vier Edlen Wahrheiten ausdrücken: Leiden ist das Auftreten der Empfindungen von „Ich-und-Mein“; die Ursache des Leidens ist „Ich-und-Mein“; die Aufhebung des Leidens, Nibbāna, ist das Erlöschen von „Ich-und-Mein“; der Edle Achtfache Pfad ist die Methode oder das Mittel zur Beseitigung von „Ich-und-Mein“.
Die alle haben die sogenannte Theorie des Flux widerlegt. Mit dem Tod des Körpers geht das Bewusstsein verloren, wie alle bedingt entstandenen Skandha.und nicht einmal der ehrwürdige Nanavira Thera kann zu 100 Prozent für die Bestätigung deiner Meinung herangezogen werden.
Nur wenn alle Glieder der Kette im Jetzt verlaufen, also nicht zeitlich, dann macht es Sinn. Die andere Interpretation widerspricht den Sutren.
Und daraus folgt, dass für die Wiedergeburt kein Platz mehr bleibt, sondern sie nur im Hier und Jetzt möglich ist.
Moment:
[5] Eine weitverbreitete Interpretation der bedingten Entstehung deutet die ganze Kette als zeitliche Abfolge von Kamma und seiner Frucht, die sich über drei Leben erstreckt. Auf das Prinzip reduziert wäre das: "Wenn dies aufgehört hat, entsteht jenes," was sich nicht mit den Aussagen des Buddha deckt. Eine befriedigendere Herangehensweise sieht in der bedingten Entstehung eine Darstellung der selbsterhaltenden Struktur von Unwissenheit, Begehren und Dukkha , welche gemeinsam entstehen und eigentlich nur verschiedene Aspekte von Dukkha sind.
[6] "Hier und jetzt sichtbar" und "zeitlos" (nicht zeitabhängig) sind Charakteristika des Dhamma , welche auch für die bedingte Entstehung gelten müssen (Erkennen des Dhamma und der bedingten Entstehung werden in M28 gleichgesetzt). Oben erwähnte Drei-Leben-Theorie wird diesen Ansprüchen nicht gerecht.
Das sind die Fußnoten zu MN 38.
Und so schreibt er im Buch:
Noch ein Abscnnitt:Das Prinzip einer nicht zeitlichen Bedingungsstruktur lautet: „Wenn dieses ist, ist dieses. Mit dem Entstehen von diesem, entsteht dieses.“
Das Prinzip einer zeitlichen kausalen Abfolge dagegen lautet: „Wenn dieses aufgehört hat, entsteht jenes. Nach dem Aufhören von diesem entsteht jenes.“
Die Erklärungen zur „QuaQuaantenmechanik der Wiedergeburt“ oder zur „Lehre des Buddha über den Lebens-Flux und das Weiterwandern“ beruhen alle auf scholastischen Modellen, die es besser wissen wollen, als das, was in den Suttatteas überliefert ist.153 Dass es diese Modelle schon sehr lange gibt, wird manchmal als Argument für ihre Authentizität angeführt. Aber ihr Alter macht sie nicht besser.
Also er spricht gerade über das "nächste" Leben", und im diesem Modell es ist abhanden gekommen. Hast du das ganze Buch gelesen?Zukunft (nächstes Leben):
Ergreifen wird zur Ursache für Werden (Schwangerschaft)fts). Dieses führt zur Wiedergeburt. Weil man geboren ist …“
Da frage ich mich: Was kann ich jetzt gegen mein Leiden unternehmen, wenn die Ursache dafür in der Vergangenheit liegt?.....--Eine weitere Frage von vitaler Bedeutung fällt völlig unter den Tisch: Warum leide ich jetzt, wenn ich jetzt Begehren habe?
Jede Gesetzmäßigkeit ist selbst ein bedingtes Ding, ein Phänomen, dessen Gesetzmäßigkeit oder Wahrheit von jeweils höherer Ebene erschlossen werden kann. Die Gesetzmäßigkeit von Bewusstsein ist, dass es „Gestaltungen-bedingt“ ist. Da wir aber abhängiges Entstehen nicht als Abfolge von unterschiedlichen Einzelteilen betrachten, sondern als Struktur des Leidensursprungs, sozusagen als immer dasselbe, lediglich in der Betrachtung vom Allgemeinen ausgehend immer mehr zum Speziellen hin vordringend, können wir auch sagen: „Gestaltungen-bedingt“ ist nicht nur die Gesetzmäßigkeit von Bewusstsein, sondern von allem, was folgt. „Gestaltungen-bedingt“ ist dasselbe wie abhängiges Zusammenentstehen (paṭiccasamuppāda), die spezielle, besondere Bedingtheit (idapaccayatā).
Das ganze System funktioniert nach dem Holon-Prinzip und nicht in der Zeit. Damit beweist er überall, dass das ganze Konzept der Wiedergeburt einfach überflüssig wird.
Fassen wir die Eigenschafteftsen von paṭiccasamuppāda zusammen:
1. Abhängiges Entstehen ist, wie jede Bedingtheit, eine zeitlose konditionale Struktur, keine kausale Abfolge von Ursache und später eintretender Wirkung.
2. Die jeweilige Bedingung ist allgemeiner als das dazugehörige bedingte Ding. Das bedingte Ding wird wiederum zur Bedingung für das nächst speziellere Ding. Im Grunde geht es um ein und dasselbe Ding auf unterschiedlichen Ebenen der Verallgemeinerung: Leiden.
3. Die besondere Bedingtheit beinhaltet, dass sie nicht gesehen werden kann, solange sie besteht. Das mag uns gegen den Strich gehen und auf falsche Fährten bringen, was aber wiederum Teil davon ist.
Martin, wohin dann mit dieser Wiedergeburt, wenn er eindeutig und klar über die zeitlose konditionale Struktur spricht?
@HajoDie Rückerinnerungen der Kinder waren für mich damals darum sehr hilfreich, weil sie mir auf sehr eindrückliche und direkte Weise zu verstehen halfen, daß es kein Ich gibt, das wiedergeboren werden könnte.
Brauchst du Beweise, um zu praktizieren? Das betrachte ich als spirituellen Materialismus.
P.S. @Martin
Ñāṇavīra spricht wirklich über die Wiedergeburt, aber wenn das Anhaften bestehen bleibt, ergibt sie für ihn ansonsten keinen Sinn. In diesselbe Kerbe schlägt Mettiko Bhikkhu. Das ist die andere, also rein existenzielle Sichtweise, bei der man das Leben nach dem Tod einfach ausklammert. Ñāṇavīra sagte selbst, dass sein Buch keine Mystik beinhaltet. LG.
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