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traditionsübergreifend
Re: Dharma Die Skandhas sind kein Selbst
Der Mensch ist das Individuum und was dieses Individuum in Wirklichkeit ist, nämlich eine Person die eigentlich nicht auffindbar, also nicht real ist, das ist das Konzept des Individuums.
Na ja, lieber @mukti , das ist nicht von mir. So sieht die Tradition, also die Orthodoxie, war woanders zitiert, und zwar von einem echten Profi, wie ich annehme, also schauen wir es uns nur mal an:

„Person“ bezeichnet den Kontinuum-Strom der Daseinsgruppen. Denn dieser Strom der Daseinsgruppen, der ohne Unterbrechung bis zum endgültigen Nibbāna fortbesteht, erscheint in der Welt, als trüge er die Last der Daseinsgruppen – wobei es kein von diesem Strom verschiedenes Wesen gibt.
Leider war dort keine Quelle aufgezeigt, was echt ärgerlich ist.
Aber schauen wir es uns hier zum Beispiel an:

Individuum, Person, Individualität, sowie seine Synonyme: Wesen (satta), Persönlichkeit oder Selbst (attā) usw., haben nach dem Buddhismus alle eine bloß relative Gültigkeit und gelten lediglich als konventionelle Ausdrucksweisen (vohāra-vacana).
puggala

Also, alles wird in einen Topf geworfen, ganz egal, Person, Individuum usw.

Aber wem gehört cetanā, also die bewusste Absicht, und genau das bestimmt Karma ? Wer übt mettā oder folgt dem Pfad usw.? Diese Person ist nicht auffindbar, sie besteht aus den Skandhas , die alle reziprok bedingt und vergänglich, also flüchtig sind.
Kein Platz für mich, der im Saṃsāra wandert und die Angst vor dem Sterben und dem Tod hat, nur als Illustration.

Ich habe vor Kurzem im einen Buch des Indologen Hans Wolfgang Schumann, „Siebzig Schlüsselbegriffe des Pali -Buddhismus“, gelesen, dass der Buddha ein rein empirisches Selbst niemals verneint hatte.

Da sind sehr verschiedene Ebenen sozusagen.

Ñāṇavīra Thera veranschaulicht das Ganze mit der Kutsche. Wenn ich alle Teile der Kutsche auseinandernehme, dann ist es keine Kutsche mehr, oder? Aber wenn ich alles wieder zusammenbaue, also dann die Kutsche weiterfährt, dann ist sie wieder eine Kutsche. Logisch, oder? Also existiert die Kutsche oder nicht?
Lange Rede, kurzer Sinn: Das Individuum leidet, es handelt bewusst und absichtlich, aber die Person bleibt wie die Kutsche, die am Ende nicht mehr auffindbar ist, als ob es nur den sogenannten Strom gäbe. Also diese absolute Wahrheit oder Wahrheit im höchsten Sinne benutzt einen sehr billigen Trick, den jeder nachdenkliche Mensch durchschauen kann.
 
Re: Dharma Die Skandhas sind kein Selbst
mukti schrieb:
Der Mensch ist das Individuum und was dieses Individuum in Wirklichkeit ist, nämlich eine Person die eigentlich nicht auffindbar, also nicht real ist, das ist das Konzept des Individuums.

Na ja, lieber @mukti , das ist nicht von mir. So sieht die Tradition, also die Orthodoxie, ...
Unter einem bestimmten Blickwinkel scheint es mir nicht falsch zu sein, von wem es auch immer stammt. Man geht davon aus, dass man ein Mensch ist, man ist ja da, weil man als Mensch geboren wurde. Nun ergibt eine Analyse, dass man nicht die Skandhas ist, also eigentlich kein Mensch. Der Mensch ist man, das Ergebnis dieser Analyse ist das Konzept. Statt Mensch kann man auch Individuum sagen und das Individuum, das nach dem Konzept nicht auffindbar ist, als Person bezeichnen. Wenn man's gerne kompliziert hat.

Aber wem gehört cetanā, also die bewusste Absicht, und genau das bestimmt Karma? Wer übt mettā oder folgt dem Pfad usw.? Diese Person ist nicht auffindbar, sie besteht aus den Skandhas, die alle reziprok bedingt und vergänglich, also flüchtig sind.
Kein Platz für mich, der im Saṃsāra wandert und die Angst vor dem Sterben und dem Tod hat, nur als Illustration.
Cetanā gehört niemand, es ist ein geistiges Phänomen, das die bewusste Absicht bewirkt, die wiederum das Karma bestimmt, z.B. mettā zu üben oder dem Pfad zu folgen. Das ist ein Konzept und dass die Person nicht auffindbar ist und aus vergänglichen Skandhas besteht, ist auch ein Konzept. Es gibt viele andere Konzepte, z.B. dass es eine unveränderliche Seele gibt oder unveränderliche Körper und vieles mehr.
Tatsache ist, dass ich herumgetrieben bin und Angst vor dem Sterben habe. Also nehme ich ein Konzept an, von dem ich den Eindruck habe, dass es mich davon befreit, wenn ich danach handle.
 
Re: Dharma Die Skandhas sind kein Selbst
Cetanā gehört niemand, es ist ein geistiges Phänomen, das die bewusste Absicht bewirkt,
Hm, weiß ich nicht..

Mal sehen:

Cetana, im Kontext des Buddhismus, spielt eine entscheidende Rolle sowohl im Mahayana als auch im Theravada. Im Mahayana , wo das Augenmerk auf dem Weg des Bodhisattva liegt, wird Cetana als die Absicht oder der Wille betrachtet, der wesentlich für die Entwicklung von Karma und die Erreichung von Erleuchtung ist [1]. Diese Absicht spiegelt sich im geistigen Handeln wider, welches auf die Erfahrungen innerhalb der fünf Aggregats zurückzuführen ist [2].


Im Theravada umfasst Cetana die Absicht, die den mentalen Aktivitäten und ethischen Handlungen zugrunde liegt [3]. Es ist der treibende Faktor hinter Entscheidungen und Handlungen, der als wesentlich unter den fünfzig zwei Cetasikas anerkannt ist [4]. Die Qualität des Bewusstseins und die damit verbundenen Dhammas werden ebenfalls von Cetana beeinflusst [5]. Diese Absicht wird als Fundament für die Einordnung von Handlungen in gut oder schlecht betrachtet und prägt die Verdienste, die aus guten Taten resultieren [6].
Eher umgekehrt, also diese meine bewusste Absicht, mein Willen bestimmt karmische Früchte, sozusagen.


Was sagt Pali-Kanon dazu?:

5. "Zimmermann, wenn ein Mann vier Eigenschaften besitzt, beschreibe ich ihn als verwirklicht in dem , was heilsam ist, als vervollkommnet in dem, was heilsam ist, als einen, der das Höchste erlangt hat, als einen unbesiegbaren Mönch. Was sind die vier?


  • Er begeht keine üblen körperlichen Handlungen,
  • er führt keine üble Rede,
  • er hat keine üblen Absichten, und
Wer sollte keine üblen Absichten hegen? Dazu sollte jemand die eigene Mühe geben, denn es fällt nicht vom Himmel, scheint mir.

Majjhima Nikāya 78


Was mir noch einfällt: Wenn es niemanden angehört, also angenommen, es wäre dann alles vorbestimmt, wo bleibt dann meine Willensfreiheit, --- auf der Strecke? Hm?


Und der Buddhismus ist der Weg der Befreiung, also ich sollte mich bemühen; sollte eigentlich logisch sein, oder?


15. "Jemand unternimmt die Anstrengung, falsche Absicht zu überwinden und Richtige Absicht zu erlangen: dies ist seine Richtige Anstrengung. Achtsam überwindet jemand falsche Absicht, achtsam erlangt jemand Richtige Absicht und verweilt darin: dies ist seine Richtige Achtsamkeit . So kreisen diese drei Zustände um Richtige Absicht und treffen sich mit ihr, nämlich Richtige Ansicht, Richtige Anstrengung und Richtige Achtsamkeit."
Majjhima Nikāya 117
 
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Re: Dharma Die Skandhas sind kein Selbst
Re: Dharma Die Skandhas sind kein Selbst
Und damit wären wir wieder bei der Sutta SN 22.59, die der Ausgangspunkt dieses Themas war.
 
Re: Dharma Die Skandhas sind kein Selbst
Da kommt es halt darauf an, das Konzept "Die Skandhas bin ich nicht, sie gehören mir nicht, sie sind nicht mein Selbst" so auszulegen, dass kein Widerspruch mehr bleibt.
Aber mein Lieber, das ist aus dem Kontext gerissen, ich( als Individuum) bestimme cetana, und ich folge dem Pfad. Durch die eigene Entscheidung.
Da kommt es halt darauf an, das Konzept "Die Skandhas bin ich nicht, sie gehören mir nicht, sie sind nicht mein Selbst" so auszulegen, dass kein Widerspruch mehr bleibt.
Diese ganze Skandhas gehören Persona, aber nicht dem Individuum.

states:

Cetana...is the mental factor that is concerned with the actualization of a goal, that is, the conative or volitional aspect of cognition. Thus it is rendered volition. The Commentaries explain that cetana organizes its associated mental factors in acting upon the object. Its characteristic is the state of willing, its function is to accumulate (kamma ), and its manifestation is coordination. Its proximate cause is the associated states. Just as a chief pupil recites his own lesson and also makes the other pupils recite their own lessons, so when volition starts to work on its object, it sets the associated states to do their tasks as well. Volition is the most significant mental factor in generating kamma, since it is volition that determines the ethical quality of the action.[3]
Cetanā

Google-Übersetzung:

Cetana ist der mentale Faktor, der sich mit der Verwirklichung eines Ziels befasst, also der konative oder willentliche Aspekt der Erkenntnis. Daher wird er als Willenskraft bezeichnet. Die Kommentare erklären, dass Cetana die zugehörigen mentalen Faktoren bei der Einwirkung auf das Objekt organisiert. Ihr Charakteristikum ist der Zustand des Wollens, ihre Funktion die Anhäufung von Karma (Kamma) und ihre Manifestation die Koordination. Ihre unmittelbare Ursache sind die zugehörigen Zustände. So wie ein Musterschüler seine eigene Lektion rezitiert und auch die anderen Schüler ihre Lektionen rezitieren lässt, so bewirkt die Willenskraft, wenn sie auf ihr Objekt einwirkt, dass auch die zugehörigen Zustände ihre Aufgaben erfüllen. Die Willenskraft ist der bedeutendste mentale Faktor bei der Erzeugung von Karma, da sie die ethische Qualität der Handlung bestimmt.

Tja, von Bhikkhu Bodhi . (y)

Besser zitiere ich Nanavira, der war niemals noch hier:

Cetanā ist, genau genommen, „absichtliche Absicht“ – d.h. „Wille“ oder „Wollen“ – aber das Wort Absicht in seiner normalen weiteren Bedeutung beinhaltet diese und ist die beste Übersetzung für cetanā.


Wem gehört die "absichtliche Absicht"?

Plus:

"Hier, ihr Mönche, spreche ich euch an - alle Gebilde haben die Natur des Vergehens, strebet ohne Unterlass.
Die große Lehrrede von der vollkommenen Erlöschung


Widerspruch wird immer bleiben, wenn die bewusste meine eigene Absicht ausgeklammert wird. Dann bleibt nur die Person.


Was mir gerade einfällt: Diese Person war die Maske für die Darsteller im alten Griechenland, also ist sie nicht echt, nicht authentisch. Sorry, damit habe ich nicht gerechnet. Kein Problem, wir können beim Thema bleiben.
 
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