Helmut
Mitglied
Buddh. Richtung:
Madhyamaka, Lamrim
Madhyamaka, Lamrim
SN 22.59 ist eine Lehrrede Buddha Sakyamunis an die fünf Asketen, die auch die Zuhörer seiner ersten Lehrrede über die vier edlen Wahrheiten waren:
Buddha Sakyamuni untersucht das Verhältnis von Selbst und den Skandhas . In Bezug auf das Form-Skandha oder das Körper-Skandha sagt er in der Sutta:
"Mönche, Form ist nicht-Selbst. Denn ... wäre Form ein Selbst, dann würde diese Form nicht zum Leiden führen und es wäre möglich ... über die Form zu bestimmen."
Weiter lehrt Buddha Sakyamuni den Mönchen:
"Weil aber Form nicht-Selbst ist, führt es zum Leiden und es ist nicht möglich, über die Form ... zu bestimmen."
(Übersetzung von Bhikkhu Bodhi in: Bhikkhu Bodhi, In den Worten des Buddha, Verlag Beyerlein & Steinschulte, S.316)
Diese Formulierung wiederholt Buddha Sakyamuni bezüglich der anderen vier Skandhas. Deshalb reicht es, die Formulierung bezüglich des Form-Skandhas genauer zu betrachten. Das Resultat kann dann auf die anderen übertragen werden, gilt dann genauso für diese.
Die erste Aussage bedeutet:
Für die Form gilt,
dass sie nicht zum Leiden führt,
weil sie ein Selbst ist.
Daraus folgt, dass wird bestimmen können, was für ein Körper-Skandha wir annehmen bei der Geburt. Wenn Form nicht zum Leiden führt, stehen wir nicht unter der Macht von Karma und Klesas. Dies entspricht aber nicht unserer Erfahrung. Da wir unsere Geburt in Samsara und dadurch unseren Körper durch die Macht von Karma und Klesas angenommen haben, erleben wir Leiden.
Deshalb trifft die zweite Aussage zu, die bedeutet:
Für die Form gilt,
dass sie nicht-Selbst ist,
weil sie zum Leiden führt.
Die Form bzw. das Körper-Skandha ist nicht das Selbst. Aus denselben Gründen sind auch Empfindungen, Unterscheidungen, gestaltende Faktoren und Bewusstsein nicht das Selbst.
Ab SN 22.59.13 entwickelt Buddha Sakyamuni eine weitere Argumentation, um aufzuzeigen, dass die Skandhas nicht das Selbst sind. Auf die gehe ich hier jetzt aber nicht ein, weil sie auf dasselbe hinaus läuft.
Indem Buddha Sakyamuni sagt, dass die Skandhas nicht das Selbst sind, negiert er nicht die Existenz des Selbst. Weill er Aussagen über das Selbst trifft, existieren sie; denn über etwas Nicht-Existentes kann man keine Aussagen treffen. Buddha Sakyamuni negiert auch nicht die Skandhas.
Die Skandhas und das Selbst existieren also und aufgrund des abhängigen Entstehens gibt es eine Beziehung zwischen ihnen. Buddha Sakyamuni erklärt hier, dass die Beziehung zwischen Skandhas und Selbst nicht in Identität besteht. Direkte positive Aussagen über die Beziehung zwischen Skandhas und Selbst trifft er in dieser Lehrrede aber nicht.
Buddha Sakyamuni untersucht das Verhältnis von Selbst und den Skandhas . In Bezug auf das Form-Skandha oder das Körper-Skandha sagt er in der Sutta:
"Mönche, Form ist nicht-Selbst. Denn ... wäre Form ein Selbst, dann würde diese Form nicht zum Leiden führen und es wäre möglich ... über die Form zu bestimmen."
Weiter lehrt Buddha Sakyamuni den Mönchen:
"Weil aber Form nicht-Selbst ist, führt es zum Leiden und es ist nicht möglich, über die Form ... zu bestimmen."
(Übersetzung von Bhikkhu Bodhi in: Bhikkhu Bodhi, In den Worten des Buddha, Verlag Beyerlein & Steinschulte, S.316)
Diese Formulierung wiederholt Buddha Sakyamuni bezüglich der anderen vier Skandhas. Deshalb reicht es, die Formulierung bezüglich des Form-Skandhas genauer zu betrachten. Das Resultat kann dann auf die anderen übertragen werden, gilt dann genauso für diese.
Die erste Aussage bedeutet:
Für die Form gilt,
dass sie nicht zum Leiden führt,
weil sie ein Selbst ist.
Daraus folgt, dass wird bestimmen können, was für ein Körper-Skandha wir annehmen bei der Geburt. Wenn Form nicht zum Leiden führt, stehen wir nicht unter der Macht von Karma und Klesas. Dies entspricht aber nicht unserer Erfahrung. Da wir unsere Geburt in Samsara und dadurch unseren Körper durch die Macht von Karma und Klesas angenommen haben, erleben wir Leiden.
Deshalb trifft die zweite Aussage zu, die bedeutet:
Für die Form gilt,
dass sie nicht-Selbst ist,
weil sie zum Leiden führt.
Die Form bzw. das Körper-Skandha ist nicht das Selbst. Aus denselben Gründen sind auch Empfindungen, Unterscheidungen, gestaltende Faktoren und Bewusstsein nicht das Selbst.
Ab SN 22.59.13 entwickelt Buddha Sakyamuni eine weitere Argumentation, um aufzuzeigen, dass die Skandhas nicht das Selbst sind. Auf die gehe ich hier jetzt aber nicht ein, weil sie auf dasselbe hinaus läuft.
Indem Buddha Sakyamuni sagt, dass die Skandhas nicht das Selbst sind, negiert er nicht die Existenz des Selbst. Weill er Aussagen über das Selbst trifft, existieren sie; denn über etwas Nicht-Existentes kann man keine Aussagen treffen. Buddha Sakyamuni negiert auch nicht die Skandhas.
Die Skandhas und das Selbst existieren also und aufgrund des abhängigen Entstehens gibt es eine Beziehung zwischen ihnen. Buddha Sakyamuni erklärt hier, dass die Beziehung zwischen Skandhas und Selbst nicht in Identität besteht. Direkte positive Aussagen über die Beziehung zwischen Skandhas und Selbst trifft er in dieser Lehrrede aber nicht.
