Igor07

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Re: Sutra Das Vimalakirti-Sutra von der unvorstellbaren Befreiung
Wo würde man solche definierenden Charakteristika in diesem Feld von Pixeln finden, um einmal unser Beispiel mit den Pixeln zu benutzen? Sie befinden sich nicht in diesem Pixel und auch nicht in jenem. Wo sind sie also? Und um sich das auf konkretere Weise vorzustellen: wo kann man das Genom finden? Ist es in diesem oder in jenem Molekül? Man kann es nicht finden. Auf Seiten des Objektes kann man also nichts finden. Die Existenz von allem wird lediglich in Bezug auf geistiges Bezeichnen begründet, sogar die definierenden Charakteristika und auch der Barcode. Sie wird rein begrifflich begründet. …
Ja, genau! Der Subjekt , wie ich es verstehe , kann sich selbst nur mit der Hilfe des Onjektes als ob "definieren". Bei der Nicht-Dualität ist es nichts möglich.
Das Wesen der Realität ist Dharma -Dhatu.


oder hier:




Wie kann man hier etwas wie.....
Die Befreiung können wir erreichen
Konventionell, denn wie sind einfach auf die "sprachliche Mittel " ( ver-mittel-n ) angewiesen.
Wenn man es buchstäblich versteht.
Ich schreibe es ab aus dem Buch von M. von Bruck, also der Kommentar:

"Das Tor zur Erfahrung der Nicht-Dualität lässt sich lässt sich nicht in Gedanken und Worte fassen. "

Und genau darum es hier geht. Alles andere ist( meiner meinung nach) nur das geschickte Mittel. @Helmut , sorry, das ist meine Position, und es geht so ähnlich in so vielen Sutras von Mahayana .

Sehr guter Artikel über diese zwei Ebenen:









Im Mahayana ist dharmadhātu (Tib. chos kyi dbyings;) das 'Bereich des Dharma' bzw. der Bereich der 'letzten Wahrheit' und des Noumenon. Es ist die höchste Essenz und steht in Verbindung mit Begriffen wie Tathata (Wirklichkeit wie sie ist), Leere, abhängiges Entstehen und ewiger Buddha bzw. Buddhanatur.

Dharmadhātu ist auch der gereinigte Geist in seinem natürlichen Zustand, frei von Schleiern. Es ist die Essenzqualität des Geistes, das Fundament des Trikaya. Dabei ist unter Geist natürlich nicht das mentale Bewusstsein zu verstehen (Buddhi,Ahamkara,Manas).
 

Helmut

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Madhyamaka
Re: Sutra Das Vimalakirti-Sutra von der unvorstellbaren Befreiung
Konventionell, denn wie sind einfach auf die "sprachliche Mittel " ( ver-mittel-n ) angewiesen.
Wenn man es buchstäblich versteht.
Ich schreibe es ab aus dem Buch von M. von Bruck, also der Kommentar:

"Das Tor zur Erfahrung der Nicht-Dualität lässt sich lässt sich nicht in Gedanken und Worte fassen. "

Und genau darum es hier geht.
Genau das ist nicht das Thema des 1.Kapitels des Vimalakirti-Sutras. Das kommt erst in späteren Kapiteln. Jetzt sind wir aber noch im 1.Kapitel. Das Thema des 1,Kapitels ist die Bodhisattva -Praxis.

Ratnakuta fragt den Buddha, nachdem er den Lobpreis an Buddha beendet hat: "Diese fünfhundert Millionärssöhne verlangen nach der höchsten Erleuchtung und wünschen zu wissen, wie man zur Reinheit des Buddhalandes gelangen könnte." Dieser Frage liegt die Auffassung zu Grunde, dass Menschen die Befreiung erlangen können. Ratnakuta fragt nun, wie man sie erreichen kann, wie man praktizieren muss.

Buddha Sakyamuni beginnt seine Antwort mit der Aussage: "O Ratnakuta, das Buddhaland der Bodhisattvas liegt in jedem einzelnen Wesen." Dann erläutert er die vielfachen Übungen des Bodhisattvas durch die die Erleuchtung verwirklicht wird. Er beginnt mit der Übung der Freigebigkeit und sagt: "Freigebigkeit, das ist das Reine Land der Bodhisattvas."
 

Emaho

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Re: Sutra Das Vimalakirti-Sutra von der unvorstellbaren Befreiung
Noch eins, zum Schluss:


Wenn wir den Worten des Buddha folgen wollen, gibt es ein einfaches Prinzip, das der Buddha einem Schüler namens
130
Bāhiya lehrte. „O Bāhiya, wann immer du eine Form siehst, lass es einfach nur das Sehen sein; wann immer du einen Ton hörst, lass es einfach nur das Hören sein; wenn du einen Geruch riechst, lass es einfach nur das Riechen sein; wenn du einen Geschmack schmeckst, lass es einfach nur das Schmecken sein; wenn ein Gedanke aufsteigt, lass ihn einfach ein natürliches Phänomen sein, das im Geist aufgestiegen ist. Wenn du so übst, wird es kein Selbst, kein „Ich“, geben. Ist kein Selbst vorhanden, wird es kein Kommen, kein Gehen und kein Anhalten geben. Ein Selbst existiert nicht. Das ist das Ende von dukkha . Das ist nibbāna.“45
Wann immer das Leben entsprechend dieses Prinzips gelebt wird, ist es nibbāna. Ist es dauerhaft, dann ist es dauerhaftes nibbāna; ist es zeitweilig, dann ist es zeitweiliges nibbāna. Mit anderen Worten: es gibt nur ein Prinzip, nach dem man leben sollte.

Das ganze man kann hier nachlesen:

Buddhadasa Bhikkhu

Das Kernholz des Bodhibaums – Suññata verstehen und leben

Kategorie(n): Leerheit
Lieber @Igor07, vielen Dank für dieses Zitat. Es erinnert mich an die Übungen im Zen bei den Sesshins, wie "meine" Meisterin immer wieder daran erinnert hat: Nur dieses! Nur diesen Schritt! Nur dieser eine Atemzug! Oder bei der täglichen Arbeitsstunde: Nur diese eine Kartoffel schälen! - aber auch mein tibetischer Meister hat erwähnt als Tipp: Nur schauen! Sonst nichts!
Womöglich stellt sich Nirvana mit dieser einfachen Übung ganz natürlich von selber ein. Das Wissen um die Leerheit der Phänomene im Hinterkopf gehört aber wohl schon auch dazu....
 

Emaho

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Re: Sutra Das Vimalakirti-Sutra von der unvorstellbaren Befreiung
Genau das ist nicht das Thema des 1.Kapitels des Vimalakirti-Sutras. Das kommt erst in späteren Kapiteln. Jetzt sind wir aber noch im 1.Kapitel. Das Thema des 1,Kapitels ist die Bodhisattva-Praxis.

Ratnakuta fragt den Buddha, nachdem er den Lobpreis an Buddha beendet hat: "Diese fünfhundert Millionärssöhne verlangen nach der höchsten Erleuchtung und wünschen zu wissen, wie man zur Reinheit des Buddhalandes gelangen könnte." Dieser Frage liegt die Auffassung zu Grunde, dass Menschen die Befreiung erlangen können. Ratnakuta fragt nun, wie man sie erreichen kann, wie man praktizieren muss.

Buddha Sakyamuni beginnt seine Antwort mit der Aussage: "O Ratnakuta, das Buddhaland der Bodhisattvas liegt in jedem einzelnen Wesen." Dann erläutert er die vielfachen Übungen des Bodhisattvas durch die die Erleuchtung verwirklicht wird. Er beginnt mit der Übung der Freigebigkeit und sagt: "Freigebigkeit, das ist das Reine Land der Bodhisattvas."
Danke Helmut, für das Zurückbringen unseres Themas. Ich bin inzwischen im 5. Kapitel: Manjushris Krankenbesuch bei Vimalakirti
Möchte aber noch eine Passage aus dem 4. Kapitel zitieren, S. 96/97:
Vimalakirti antwortet auf die Frage des Millionär-Sohnes, der gerade ein Wohltätigkeitsfest veranstaltet, wie man das besser im Sinne des Dharma machen sollte:
"Ein Wohltätigkeitsfest im Sinne der Dharma-Gabe heißt nicht jetzt und nicht morgen, sondern in jedem Augenblick allen Wesen Gutes tun! Um der Erleuchtung willen sollst du liebende Güte entwickeln. Um der Rettung aller Wesen willen sollst du großes Mitgefühl entwickeln. Um die Wahrheit der Lehre zu bewahren, sollst du Freude entfalten. Um Erkenntnis zu erreichen, sollst du in Unparteilichkeit verweilen. Um die Herzlosen und Habgierigen zu retten, sollst du Almosen geben. Um die Regle-Übertreter zu lehren, sollst du genau gemäß den Vorschriften leben. Um die Wahrheit der Substanzlosigkeit zu erkennen, sollst du Geduld üben. Um über die Formen des Leibes und des Geistes erhaben zu sein, sollst du eifrig vorwärts streben. Um Erleuchtung zu erlangen, sollst du dich in der Meditation üben. Um Allwissenheit zu erlangen, sollst du nach der Weisheit des Buddha streben. Um die Wesen zu belehren, sollst du die Leerheit erkennen. Ohne die vergänglichen Erscheinungen aufzugeben, sollst du die Zeichenlosigkeit erkennen. Das Leben in dieser Welt freiwillig annehmend, sollst du doch die Wunschlosigkeit vom Nivana entwickeln. Um den wahren Dharma zu erhalten, sollst du Geschick ei der Wahl der Mittel zur Befreiung entwickeln. Um alle Wesen zu retten, sollst die die vier Mehtoden zum Führen der Wesen entfalten. Um alle Wesen zu respektieren, sollst du Stolz beseitigen, Leib , Leben und Vermögen sollst du als Dharma-Leib, Dharma-Leben und Dharma-Vermögen pflegen. Du sollst die sechsfahce Gesinnnung stets im Herzen tragen. Du sollst auf der Grundlage der sechsfachen Friedfertigkeitallen anderen Wesen gegenüber eine schlcihte und aufrechte Gesinnung erwecken. Du sollst untadelig die sittlichen Gebote beachten und ein reines Leben führen, dich mit reinem Herzen und voller Freude den Heiligen nähern, die schlechten Menschen nciht hassen und den Geist zähmen. Du sollst den Weg der Entsagung bewahren, dein Vertrauen immer mehr vertiefen, auf die Meinung anderer hören, handeln, wie du es gehört hast, und nicht streiten, sondern die Geistesruhe aufrechterhalten. Indem du dir die Weisheit des Buddha zu Herzen nimmst, sollst du dich in der Meditation üben. Um andere zu befreuen, musst du dich in der Disziplin üben. Um dich mit mit Würde auszustatten und das Lanbd des Buddha zu schmücken, sollst du verdienstvolle und tugendhafte Werke verrichten. Um die Neigungen aller menschen zu erkennen und ihnen demgemäß den Dharma zu lehren, sollst du nach Weisheit streben. Um durch das Wissen, dass es weder ein Annehmen noch ein Ablehnen gibt, zum Absoluten zu gelangen, musst du nach Weisheit streben. Du sollst alle Leidenschaften, alle Hindernisse und alle schlechten Dinge zerstören und alle guten Werke pflegen, alle Weisheit und jedes Gute erlangen und all die Methoden wählen, die dich in den Stand setzen, der Lehre und dem Gesetz des Buddha allein zu nüten. Das, mein Lieber, ist die Gabe des Dharmas. Wenn ein Bodhisattva auf diese Weise Wohltätigkeitsfeiern veranstaltet, dann kann man ihn einen großen Wohltäter nennen, und dann bereitet er den fruchtbaren Boden für das Glück aller Menschen."

Um ein bodhisattwa zu sein, gibt es also ziemlich viel zu tun! Guten Morgen, Ihr Lieben und habt einen schönen Tag!
 

Helmut

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Buddh. Richtung
Madhyamaka
Re: Sutra Das Vimalakirti-Sutra von der unvorstellbaren Befreiung
In der Frage Ratnakutas ist "höchste Erleuchtung" und "Reinheit des Buddhalandes" gleichbedeutend. Höchste Erleuchtung bezieht sich auf das angestrebte Ziel und zum Buddhaland gelangen betont den Bodhisattva-Pfad, der zur höchsten Erleuchtung führt bzw. die Praxis mittels derer man die höchste Erleuchtung, mit anderen Worten die Buddhaschaft, erlangt.

Nachdem Buddha Sakyamuni Ratnakuta für seine tiefgründige Frage gelobt und ihn aufgefordert hat, gut zuzuhören und sich das Gehörte gut einzuprägen, beginnt die Antwort Buddha Sakyamunis mit der Aussage:

"O Ratnakuta, das Buddhaland der Bodhisattvas liegt in jedem einzelnen Wesen."

Traditionell werden Buddhaländer entsprechend der altindischen Kosmologie als äußere Orte aufgefasst an denen ein Buddha wirkt. Hier wird von Buddha Sakyamuni aber aufgezeigt, dass ein Buddhaland eine innere geistige Qualität ist.
 

Igor07

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Re: Sutra Das Vimalakirti-Sutra von der unvorstellbaren Befreiung
Lieber @Igor07, vielen Dank für dieses Zitat. Es erinnert mich an die Übungen im Zen bei den Sesshins, wie "meine" Meisterin immer wieder daran erinnert hat: Nur dieses! Nur diesen Schritt! Nur dieser eine Atemzug! Oder bei der täglichen Arbeitsstunde: Nur diese eine Kartoffel schälen! - aber auch mein tibetischer Meister hat erwähnt als Tipp: Nur schauen! Sonst nichts!
Womöglich stellt sich Nirvana mit dieser einfachen Übung ganz natürlich von selber ein. Das Wissen um die Leerheit der Phänomene im Hinterkopf gehört aber wohl schon auch dazu....
Danke, Lieber @Emaho , das klingt wirklich nach Zen. Man sollte immer wachsam im Jetzt zu leben, denn , eigentlich, es gibt keine andere Zeit! Das passt nichts in diesen Bereich, sorry, aber je mehr ich die Theravada -Autoren lese, desto mehr ich spüre den Geschmack von Zen. Apopo, dieser Autor war der erste, der das Werk von dem 6 Patriarch in Thai selbst übersertzt hatte. Wenn man sich wirklich in der "Leerheit" verwurzelt fühlt, es ist gemeint, an nichts anklammern, an nichts anháften, an nichts so wie innerlich "ver(an)-geklebt" zu sein , dann der ganzer Pfad läuft wie von selbst ab. Ich möchte es betonen, dass die Leerheit sehr schwammiger Begriff ist. Ent-bind-et zu sein, in dieser Welt weiter zu leben, aber keine Person zu sein. So wie wenn es um den Arahants oder Bodhisattvas geht. Der Prinzip, meine Meinung, ist identisch. Man kann die bei dem lebendigen Leib verbrennen, aber wenn es keine Identifikation ( "Leerheit") anwesend drin ist, dann die könnten nichts spüren. Die waren wirklich innerlich befreit, aber die lebten als die Individuumen weiter. ( Person ist nichts-gleich- der Individuum). Nirvana ist auch dasselbe wie die Realisation der Leerheit. Das ist auch überall die Meinung von diesem Autor. Man kann hier genug Paralellen ersehen, wenn man genug darüber kontempliert und vergleicht. Ohne an die Texten zu klammern, denn das wichtigste liegt immer da-zwischen. ( wie das Klatschen von einer Hand), in der Stille , wo alle mögliche Wörter nichts mehr als der Hinweis dienen, als der Finger, aber kein Mond. ( relative/ absolute Wirklichkeit, Nirvana mitten in Samsara , usw... ).
LG.
 
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