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traditionsübergreifend
Re: Dharma Brauchen wir, das Dharma zu studieren?
Doch, das wäre der zweite Schritt. Zuerst sollte ich eine sehr fest verankerte innere Struktur haben, um sie dann loszulassen. Ansonsten macht es keinen Sinn. Zuerst sollte man ein "Ich", also ein "Selbst", haben, um es zu verlieren. Rein psychologisch ist das bestimmt nachvollziehbar, scheint mir.

Lernen (Wissen) – reflektieren (weise nachdenken) – ver-Körper-n oder realisieren – nur dann loszulassen, nicht früher.


Im alten Indien war es Brauch, dass ein Mensch, nachdem er alle seine gesellschaftlichen und sozialen Rollen erfolgreich erfüllt hatte, allein in einer Hütte leben und den Rest seines Lebens seinem spirituellen Wachstum widmen konnte.


Nur für die Mönche wäre dann das eine Ausnahme.
 
Re: Dharma Brauchen wir, das Dharma zu studieren?
Im alten Indien war es Brauch, dass ein Mensch, nachdem er alle seine gesellschaftlichen und sozialen Rollen erfolgreich erfüllt hatte, allein in einer Hütte leben und den Rest seines Lebens seinem spirituellen Wachstum widmen konnte.
Ja, vier Lebensabschnitte nach dem Veda: Brahmachari, Grihasta, Vanaprastha, Sannyas - Student, Haushälter, Rückzug und Entsagung. Dann gab es noch welche, die sich schon in jungen Jahren zurückgezogen haben um nach der Wahrheit zu suchen, einige davon sind im Orden des Buddha gelandet.
 
Re: Dharma Brauchen wir, das Dharma zu studieren?
Ja, vier Lebensabschnitte nach dem Veda: Brahmachari, Grihasta, Vanaprastha, Sannyas - Student, Haushälter, Rückzug und Entsagung. Dann gab es noch welche, die sich schon in jungen Jahren zurückgezogen haben um nach der Wahrheit zu suchen, einige davon sind im Orden des Buddha gelandet.
Na ja, was zählt, ist die innere Zurückgezogenheit. Das bedeutet, ich kann bewusst und entsprechend handeln, was den konkreten Zuständen angemessen wäre, aber ich bin daran nicht involviert. Es berührt meinen Kern sozusagen nicht. Es wäre dann das reale Leben ohne Eskapismus und Flucht.


Apropos, der Gedanke gehört Walpola Rahula : nicht weg-meditieren, sondern das geistige Training sollte sich im Hier und Jetzt bewähren.


In der Familie, im Job, mit den Bekannten und Freunden usw.
 
Re: Dharma Brauchen wir, das Dharma zu studieren?
Sehe ich auch so, die innere Zurückgezogenheit ist das Wesentliche, die äußere Zurückgezogenheit kann dabei sehr hilfreich sein, dürfte aber nicht für jeden notwendig sein.
 
Re: Dharma Brauchen wir, das Dharma zu studieren?
Zu viel Studieren bringt unerwartete Früchte hervor. Also schildere ich ein eigenes Beispiel dafür, wie widersinnig sich der ganze Begriff von Karma und Wiedergeburt entpuppen kann, wenn man einfach gründlich darüber nachdenkt.

Der erste Schritt: Wenn jemand mich in diesem Leben misshandelt oder erniedrigt, sollte das bedeuten, dass ich es verdient habe, also dass dies das Ergebnis meines Karmas ist. Leicht zu verstehen.

Der zweite Schritt: Aber die Person, die mich in diesem Leben so verdammt misshandelt oder sogar ermordet, stellt selbst das Resultat des eigenen Karmas dar, denn alles ist der Strom der bedingten Entstehung. Anders ausgedrückt: Mein Henker sollte auch dem Karmagesetz unterliegen. Logisch, oder?

Der dritte Schritt ist echt kompliziert: Also erschafft mein Henker kein negatives Karma, obwohl er mich tötet, aber ich erfahre das Ganze als das Ergebnis meines aktiven Karmas. Rein logisch betrachtet stimmt das einfach nicht.

Die ganze Verwirrung entsteht wegen des Subjekts, das durch die verschiedenen Leben wandert. Aber es gibt kein solches Subjekt – alles ist Anatta . Also: Wer leidet? Wem gehört das Karma? Diese Fragen lassen sich aus dieser Warte nicht beantworten.
 
Re: Dharma Brauchen wir, das Dharma zu studieren?
Das ist zu kompliziert, deshalb sagt der Buddha, dass Nachdenken über die Wirkung der Taten (kamma -vipāka) nur zu Verwirrung führt (A.IV.77).
Mir genügt die Sichtweise, dass sich meine Taten auf mich selber auswirken werden.
 
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