Wenn man bis zum wahren Kern des Wirkens (
kamma ) vordringt oder den Ursprung in den Blick nimmt – also unmittelbar und im engsten Sinne betrachtet –, so ist Wirken (
kamma) nichts anderes als die „Absicht“ (
cetanā): der Wille, der Vorsatz, das Prüfen und Entscheiden, das Beabsichtigen einer Handlung, die antreibende Kraft, die selbst die Handelnde ist. Diese Absicht (
cetanā), dieser Wille, ist die Führungskraft, die die Absicht anzeigt und die Richtung des gesamten menschlichen Handelns bestimmt. Sie ist der Urheber oder der leitende Kern beim Anstoßen, Gestalten und Schaffen in allen Bereichen – und daher der eigentliche Kern des Wirkens (
kamma). So lautet das Buddhawort: „
Cetanāhaṃ bhikkhave kammaṃ vadāmi“ und so weiter, das heißt: „Ihr Mönche, die Absicht (
cetanā) eben ist es, die ich Wirken (
kamma) nenne. Hat man den Vorsatz gefasst, handelt man mit dem Körper, mit der Sprache und mit dem Geist.“
14