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Shaheya

Mitglied
Buddh. Richtung:
Pantheistische Richtung
Hallo zusammen,
nach einer intensiven Zeit der Kontemplation und Beschäftigung mit der Lehre, möchte ich eine für mich wesentliche Erkenntnis ergänzen.

Vielleicht findet sich ja noch jemand an diesem Punkt wieder.

Ich habe für mich gemerkt, wo genau meine Brücke zwischen dem Mahayana und meinem Alltag liegt.

Es ist die Realisierung, dass wir im tiefsten Kern reines, ungeteiltes Urgewahrsein sind. Aus dieser Perspektive heraus gibt es keine harte Trennung zwischen „mir“ und der Welt, denn, wir sind im Grunde alle ein großes, lebendiges „Wir“.

Diese Erkenntnis hat meine Ausrichtung noch einmal sehr geschärft:

Säkularer Pragmatismus statt Dogma:

(Das typische religiöse oder dogmatische mag für viele etwas tolles sein und das ist vollkommen in Ordnung so. Für mich persönlich als Shaheya war das allerdings noch nie etwas. Und auch das ist völlig okay.)

Ich brauche bspw. keine rituellen Hierarchien oder die Verehrung einer historischen Figur. Für mich ist der Buddhismus eine reine, psychologische Geistesschulung.

Ich nutze die Werkzeuge, um im Hier und Jetzt als Gewahrsein stabil zu bleiben, während das menschliche Chaos um mich herumtanzt.

Das Bodhisattva -Ideal im Alltag:
Da alles eins ist, fließt mein Mitgefühl direkt in das kollektive Feld. Ich nutze gute Wünsche und Absichten als positive Energie für die Welt, ohne jedoch Ergebnisse erzwingen zu wollen. Ich vertraue auf den evolutionären Wandel, auch wenn Zeit relativ ist.

Gelebte Ehrfurcht:
Dieses „Wir“ umfasst für mich alles. Menschen und Tiere erlebe ich als be-seelt, die Pflanzenwelt als um-seelt. Das führte mich bspw. im Lebensverlszf dann ganz natürlich zu einer veganen Lebensweise, da ich die Frequenz von Leid und Angst nicht mehr in mich aufnehmen möchte.

Ich sehe mich also weiterhin als Lernende, aber mit einem sehr klaren, undogmatischen Kompass: Ich lebe das Mahayana-Ideal der Verbundenheit, aber verwurzelt im säkularen, praktischen Leben.

(Wurde mir klar, nachdem ich jetzt begonnen habe, mich mit der säkularen Strömung zu befassen).

Ich bin gespannt, ob sich hier jemand in dieser Synthese wiederfindet und freue mich auf den Austausch!

Liebe Grüße und allen einen wunderbaren, angenehmen Tag
Shaheya
 
Re: Andere Meine Erkenntnisse nach der bisherigen Auseinandersetzung mit den buddhistischen Strömungen
Meinst Du, die Synthese zwischen Mahayana Praxis und Alltag?

Ich habe gelernt, dass es auch mehrere Strömungen innerhalb des säkularen Buddhismus
gibt. Das wäre aber was anderes, wie Dharma im Alltag zu praktizieren.
 
| Mein Blickwinkel: Ich schreibe aus dem Blickwinkel verschiedener Rollen, die mein jetziges Leben prägten. Als Sohn, als Ehemann, als Arbeitnehmer, als Volkswirt und vor allem als Schüler der buddhistischen Philosophie, wobei ich versuche, diese in mein Leben zu integrieren.
Re: Andere Meine Erkenntnisse nach der bisherigen Auseinandersetzung mit den buddhistischen Strömungen
| Mein Blickwinkel: Ich schreibe aus dem Blickwinkel verschiedener Rollen, die mein jetziges Leben prägten. Als Sohn, als Ehemann, als Arbeitnehmer, als Volkswirt und vor allem als Schüler der buddhistischen Philosophie, wobei ich versuche, diese in mein Leben zu integrieren.
Re: Andere Meine Erkenntnisse nach der bisherigen Auseinandersetzung mit den buddhistischen Strömungen
Wenn Du mir sagst, was genau Du nicht verstehst?
das isses ja , ick versteh nur bahnhof......was meinst Du insgesamt...

Ich habe gelernt, dass es auch mehrere Strömungen innerhalb des säkularen Buddhismus
gibt. Das wäre aber was anderes, wie Dharma im Alltag zu praktizieren.

mit den beiden Sätzen..?
Oder kannst Du sagen, was Du damit ausdrücken möchtest...oder ich auf der Leitung, bin aberschon nen schritt zur seite...hatte nix genützt...:ROFLMAO:
 
Re: Andere Meine Erkenntnisse nach der bisherigen Auseinandersetzung mit den buddhistischen Strömungen
das isses ja , ick versteh nur bahnhof......was meinst Du insgesamt...

Ich habe gelernt, dass es auch mehrere Strömungen innerhalb des säkularen Buddhismus
gibt. Das wäre aber was anderes, wie Dharma im Alltag zu praktizieren.

mit den beiden Sätzen..?
Oder kannst Du sagen, was Du damit ausdrücken möchtest...oder ich auf der Leitung, bin aberschon nen schritt zur seite...hatte nix genützt...:ROFLMAO:
Eigentlich möche ich von @Shaheya nur wissen, welche Synthese sie meint.
Das verstehe ich nämlich nicht 😁
Warten wir mal ihre Antwort ab.
 
| Mein Blickwinkel: Ich schreibe aus dem Blickwinkel verschiedener Rollen, die mein jetziges Leben prägten. Als Sohn, als Ehemann, als Arbeitnehmer, als Volkswirt und vor allem als Schüler der buddhistischen Philosophie, wobei ich versuche, diese in mein Leben zu integrieren.
Re: Andere Meine Erkenntnisse nach der bisherigen Auseinandersetzung mit den buddhistischen Strömungen
Ich brauche bspw. keine rituellen Hierarchien oder die Verehrung einer historischen Figur. Für mich ist der Buddhismus eine reine, psychologische Geistesschulung.
Genau da finde ich mich wieder. :)
 
Re: Andere Meine Erkenntnisse nach der bisherigen Auseinandersetzung mit den buddhistischen Strömungen
Hey,
sorry, ich schweife meistens ziemlich aus.
Im Grunde meine ich kurz gesagt:
Ich verbinde die bodenständige Nüchternheit des säkularen Ansatzes mit der großen, liebevollen Verbundenheit des Mahayana.
 
Re: Andere Meine Erkenntnisse nach der bisherigen Auseinandersetzung mit den buddhistischen Strömungen
Hallo Shaheja,

das Gute am Mahajana Ansatz und am großen mittleren Weg ist ja , das er eine Menge miteinschließt.
Und er beinhaltet ganz zentral die goldene Regel, und das nimmt etwas Druck aus dem ja nicht wirklich einfachen Themenkomplex Ethik und Moral.

Etwas warnen möchte ich allerdings vor dem Konzept, säkular gleich aufgeklärt und traditionell gleich dogmatisch.
Denn gerade säkuare Strömungen waren in der Geschichte immer wieder richtig dogmatisch und ja geradezu bilderstürmerhaft unterwegs und traditionelle Ansätze haben oft wichtige Reformen vorangetrieben.Und sie haben gleichzeitig die alten Übertragungen bewahrt und das ist ja gerade eine besondere Qualität im Buddhismus.
Mehr als 2500 Jahre Geschichte stehen halt nicht nur für ziemlich viel Staub und Antiquiertheit sondern auch für jede Menge Weisheit.

🙏
 
Re: Andere Meine Erkenntnisse nach der bisherigen Auseinandersetzung mit den buddhistischen Strömungen
Hallo, @Shaheya

du schriebst ja, dass Du von Eckart Tolle beeinflusst bist. Ich hatte ihn vor vielen Jahren auch schon gelesen und fand sein Konzept der Gegenwärtigkeit sehr beeindruckend und hilfreich für den Alltag, nicht an die Vergangenheit, nicht an die Zukunft denken, sondern im Hier und Jetzt leben. Das eigene. kleine Ego nicht so wichtig nehmen. Es erinnert auch etwas an die Existenzialisten. Was ich vergessen habe ist, wie Tolle die Verbindung zum Hier und Jetzt im Alltag herstellt. Gibt es Meditation oder hat man am Handgelenk ein Schnippgummi wenn man wieder abdriftet?

Damals hatte ich schon mit Zazen begonnen und hatte auch keinerlei Bedarf an Spiritualität. Doch, je tiefer ich in die Lehre einstieg, desto brennender interessierte mich das gesamte Konzept. Was ist eigentlich ein Bodhisattva? Welche anderen Buddhas gab es noch oder wird es noch geben? Wie funktioniert die Wiedergeburt, obwohl es im Buddhismus nichts gibt, das unverändert bleibt? Wie beeinflussen mich die Geistesgifte Gier, Hass und Verblendung und ihre Wechselwirkung? Sind die Daseinsbereiche von den Göttern bis zu den Höllenwesen auch im Alltag zu finden? Wie wird entsteht Unwissenheit und die Kette des bedingten Entstehen?

Es hat mich nach vielen Jahren immer noch nicht losgelassen weil es so ein umfangreiches Feld ist, und weil alles zum Forschen und zum selber prüfen anregt.

Liebe Grüsse!
 
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