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MEINUNG
Es kann im Buddhismusforum auch über jedes kontroverse buddhistische Thema diskutiert werden, aber nicht ausufernd und nicht an jeder Stelle, wo man vielleicht gerade mit eigenen Themen getriggert wurde. Dann lieber einen neuen Thread aufmachen, oder, wenn es schon einen passenden Thread gibt, dort posten.
Es gibt außerdem bestimmte kontroverse Themen, die wir nur unter Mitgliedern diskutieren, um dem insgesamt zurecht guten Ansehen des Buddhismus nicht zu schaden.
Bei aller - ebenso zurecht - in Einzelfällen anzubringenden Kritik ist doch die Mehrheit der buddhistischen Schulen und Lehrer aller Traditionen ohne Fehl und Tadel!
Bei und nach der Aufarbeitung von Vorwürfen gegen buddhistische Lehrer sollte man immer wieder zu diesem Bewusstsein zurückkehren und sich auf die eigene Praxis fokussieren.
Wer neu ist im Buddhismus, und das wird von fast allen Lehrern immer wieder betont, sollte sehr genau hinschauen und kritisch hinterfragen. Das gilt umso mehr, bevor man sich auf eine tiefere Lehrer-Schüler- oder Praxisbindung einlässt.
Buddhisten werfen nicht den gesunden Menschenverstand in die Tonne, sondern informieren sich und prüfen, worauf sie sich einlassen. Oder entfernen sich, wenn sich herausstellt, dass etwas nicht in Ordnung ist, und sprechen darüber.
Alle Menschen machen Fehler, und Buddhisten sind schließlich auch nur Menschen. Das schließt buddhistische Lehrer mit ein.
Fehler mit Mitgefühl und Weisheit aufarbeiten - das ist das beste Mittel, um immer wieder in die Spur zu kommen.
kilaya
Eine bekannte Quelle*, um sich über den tibetischen Buddhismus und Kritik an buddhistischen Schulen und Lehrern zu informieren, wird von Tenzin Peljor gepflegt unter
Tibetischer Buddhismus im Westen
Fakten und Hintergründe zum Tibetischen Buddhismus, die Dalai Lamas, Tibet sowie Buddhismus im Westen.
Die DBU hat seit 2018 Vertrauenspersonen, die man zu Fragen in diesen Zusammenhängen ansprechen kann:
Vertrauenspersonen für Missbrauchsfälle im buddhistischen Kontext
In der DBU gibt es seit November 2018 Vertrauenspersonen für Missbrauchsfälle. Ihr Gesprächsangebot richtet sich an Menschen, die im buddhistischen Kontext Missbrauch und Übergriffe unterschiedlicher Art erfahren haben oder sich unsicher sind, wie sie eine Situation, in der sie sich unwohl...
Auch lesenswert: Die freiwillige ethische Verpflichtung der DBU Einzelmitglieder:
Deutsche Buddhistische Union e.V. – Buddhistische Religionsgemeinschaft
*Jede Quelle ist letztlich eine Meinung, kein Garant auf Wahrheit in allen Aspekten und Themen. Kritik sollte nicht ignoriert werden, aber auch nicht dazu führen, dass man alles infrage stellt. Selbst denken und schauen, bevor man sich tiefer auf etwas einlässt: im Buddhismus wie im restlichen Leben Grundlage für gute Entscheidungen. Fundiertes Vertrauen ist gut, blindes Vertrauen ist naiv.
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