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traditionsübergreifend
Re: Dharma Die Skandhas sind kein Selbst
das "Ich-Gefühl" und das Anhaften daran. Besser selber anhören.
Korrekt!
Immer, wenn „mein“ und dann als „Ich“ entstehen, also durch Angreifen, dann kann man über atta reden. Aber es gibt keine Definition davon, wenn ich recht Theravada erinnere. Diese ganze Angelegenheit mit "bloßem Ich" war später. Atta bedeutet das „Angenommene“, steht sogar im Wikipedia mit der Quelle drin.
Da dreht sich alles im Kreis, wie meine Katze.
 
Re: Dharma Die Skandhas sind kein Selbst
Atta ist eine konventionelle Bezeichnung. Der Begriff bezeichnet Auffassungen über die Bestehensweise des Selbst, die im Kontext des Dharma vom Buddha abgelehnt wurden. Atta ist die Bezeichnung für etwas, das nur in der Vorstellung existiert. Von daher ist atta auch nichts Angenommenes, denn Angenommenes ist etwas Existierendes.
 
Re: Dharma Die Skandhas sind kein Selbst
Von daher ist atta auch nichts Angenommenes, denn Angenommenes ist etwas Existierendes.

Man kann es so interpretieren, dass diese Vorstellung, oder via "Angenommenes", real wirkt und also auf "mich" ein-wirkt.


Das Leiden ist immer real; die Frage lautet, wem es gehört.


Denn es gibt keinen Träger, sozusagen.


Das benutzt auch die moderne Psychotherapie, wenn der Patient rein persönlich die eigene Krankheit wahrnimmt oder empfindet.


Was ist dann diese Existenz?


Hier kommen wir leider nicht zusammen.


Denn für mich ist es etwas Inneres, also ein rein individuelles Problem, für dich ist es etwas Reines Objektives, lieber Helmut.



So steht es wieder in Wikipedia, und das ist die Essenz der ganzen Lehre drin.
Bloß Leiden gibt es, doch kein Leidender ist da.Bloß Taten gibt es, doch kein Täter findet sich.Erlösung gibt es, doch nicht den erlösten Mann.Den Pfad gibt es, doch keinen Wand'rer sieht man da.
 
Re: Dharma Die Skandhas sind kein Selbst
In SN 22.59 negiert der Buddha nicht die Existenz eines Selbst. Er negiert, dass Skandhas und Selbst identisch sind. Dies geht nur, wenn er über Existierendes spricht. Der Buddha negiert nicht generell ein Selbst, sondern er negiert atta. Mit anatta werden zwei Auffassungen verneint, nämlich dass
  • es ein unabhängiges, teileloses und beständiges Selbst gäbe
  • es ein eigenständig-substanzielles Selbst gäbe.
Mehr verneint anatta nicht, denn es gibt ein in Abhängigkeit von den Skandhas benanntes Selbst oder Ich, das handelt und erlebt.

Im letzten Abschnitt von SN 22.59 sagt der Buddha, dass man der Wirklichkeit entsprechend es so zu betrachten hat, dass die einzelnen Skandhas nicht identisch sind mit dem Selbst. Wenn man die falsche Sichtweise, dass die Skandhas und das Selbst identisch sind, aufgegeben hat, wird der edle Jünger entsüchtet und durch die Entsüchtung wird er befreit.

Von welcher Sucht wird er befreit? Von der Sucht, die in der Ansicht der vergänglichen Skandhas als wahrhaftes Ich und Mein besteht. Diese Ansicht ist die Wurzel Samsaras. Von ihr müssen wir uns befreien, weil wir sonst wie von einer Sucht getrieben ständig durch Samsara kreisen werden.
Das verstehe ich so:
Die Skandhas sind kein wahres Ich, in Abhängigkeit von den Skandhas ist ein benanntes Ich. Benennung bedeutet so viel wie geistige Gestaltung - mit den Skandhas ist im Geist zugleich ein Ich entstanden, das handelt und erlebt. Die Ursache dafür ist das Begehren.
Wenn das Ich erkennt, dass es nicht die Skandhas ist, begehrt es nichts mehr, hängt sich an nichts mehr, inclusive der geistigen Gestaltung seiner Selbst. Damit ist das Werden im Samsara zu Ende.
 
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