@Helmut
In diesem Zitat geht es eigentlich nur darum, dass jemand nicht real an diese Wiedergeburt klammern sollte, wie an das Leben nach dem Tod und so weiter.
Egal, ob das alles real existiert oder nicht, das ist keine Hauptsache für die Praxis, die im Hier und Jetzt verläuft. Mehr war nicht drin.
Dass das alles in den Sutren steht, kann kein Mensch bestreiten. Aber blind daran zu glauben, wäre die andere Sache.
Ich vermittle hier, was der Autor meinte, nicht, was ich selbst dazu sagen kann.
Die ganze Kette verläuft in einem einzigen Augenblick,. Und zwar jetzt. Immer JETZT!. Darum geht es im Text. Nicht darum, etwas zu beweisen oder zu widerlegen.
Es gibt die ganze Version kostenlos im Netz, die ich schon verlinkt habe. Die Bücher kann man sich sparen.
Aus dem ganzen Kontext gerissen, wie ich es machte, um zu veranschaulichen, dass auch ein Atheist den Buddhismus bestimmt praktizieren kann. Gier, Hass und Verblendung und deren Ende sind das Ziel. So einfach es klingt...
Die Erklärung des bedingten Entstehens (
paṭiccasamuppāda) im
Visuddhimagga enthält im Vergleich zur
Sammohavinodanī nur einen einzigen Abschnitt, nämlich den ersten, der nach dem Muster der Überschreitung von Existenz zu Existenz erklärt; der Abschnitt, der n
ach dem Muster des Ablaufs innerhalb eines einzigen Geistmoments (cittakkhaṇa) erklärt, fehlt. Und der Abschnitt zur Erklärung nach dem Muster der Überschreitung von Existenz zu Existenz unterscheidet sich kaum von der Erklärung in der
Sammohavinodanī – lediglich einige Teile werden etwas ausführlicher dargestellt.
107
Die Interpretation des bedingten Entstehens
Natürlich macht die Wiedergeburt in der ganzen Kette Sinn, dem kann ich total zustimmen. Aber diese Kette kann man anders interpretieren, darum geht es hier. Wollte nur ergänzen.
Zum Thema Wiedergeburt wollte ich einige meiner eigenen Reflexionen und Gedanken loswerden.Wenn wir praktizieren mit dem Ziel oder der Absicht, nach dem Tod in einem guten Bereich wiedergeboren zu werden, dann wäre es nicht anders als spiritueller Materialismus, genau so, wie ihn Ch. Trungpa beschreibt.Das kann man eher wie eine Dienstleistung betrachten, also in dem Sinne: Ich mühe mich ab, aber dann werde ich etwas ernten, wenn ich sterbe.
Es sei dahingestellt, ob es real ist oder nicht, aber es geht im Grunde genommen um das Festhalten an den Riten oder Ritualen, ohne die richtigen Gründe zu bedenken und sie auch zu hinterfragen.So entstehen alle Religionen. Ich bitte oder flehe das höchste Wesen an, anstatt, wie es der Buddhismus lehrt, in allem nur den Strom der bedingten Entstehung zu sehen, wo es keinen Platz für irgendeinen Schöpfer oder Lenker geben sollte.Dann sind wir abhängig von irgendeiner äußeren Kraft.
Im Buddhismus sind auch alle Gottheiten vergängliche Wesen und gehören zu Samsara.Wir können irgendwo im Himmel wiedergeboren werden, das wäre auch vergänglich und keine Lösung.
Deswegen ist der ganze Begriff von Nibbāna so schwer zu verstehen und passt nicht zu allen theistischen Religionen.
Die späteren Richtungen haben dann den Buddha als ein transzendentes Wesen erschaffen, er verliert sozusagen seine innewohnende Menschlichkeit. Aber der reale Buddha ist wie wir alle gestorben, und er hatte wie unter Rückenschmerzen gelitten, so auch unter einer akuten Darmentzündung nach der Vergiftung. Meistens blenden wir das aus. Und dann machen wir aus dem ursprünglichen Buddhismus wieder einen Kult mit Guru, was auf der gesellschaftlichen Ebene noch mehr zu Zank und Konflikten führt: wer recht hat und wer die echte Wahrheit besitzt. So kann man es auch sehen, scheint mir.