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Martin

Mitglied
Buddh. Richtung:
Thail. Waldtradition
Ajahn Tong war in Thailand ein hochangesehener Mönch. Er ist nach Myanmar gereist um von Mahasi Sayadaw zu lernen.
Danach hat er in Thailand und später auch im Ausland unterrichtet.

Ich habe mehrere Retreats unter seinem Schüler Ajahn Suphan in Chiang Mai gemacht.
Als ich ein paar Wörter Thai gelernt hatte, bin ich in den Norden von Thailand gegangen um dort ein Vipassana -Retreat zu machen. Aber man brauchte überhaupt kein Thai, weil es zu meiner Zeit sogar einen Mönch gab der Deutsch konnte.
Ajahn Suphan spricht Englisch.

Der erste Kontakt war ziemlich lustig. Am Telefon konnte ich niemanden erreichen und auch meine E-mails wurden nicht beantwortet.

Ich bin dann einfach in den Tempel (Wat rampoeng) gegangen. Dort im Büro teilte man mir mit, dass es keinen Platz für mich gibt.
Nach ein paar Minuten sagte ein Mönch zu mir, dass ich hier ein bisschen warten soll.
Für eine Sekunde habe ich mir gedacht, dass ich gehen sollte.
Aber inzwischen war ich schon ein wenig geduldiger und ich beschloss im Büro zu warten und zu meditieren. Nach etwa zwei Stunden kam der Mönch zurück und sagte mir, dass ich mich vorher melden hätte sollen (keiner hat geantwortet 😂)
Nach ein paar Minuten brachte er mir plötzlich ein paar Sachen und zeigte mir meine Unterkunft .
Man durfte nur bleiben wenn man mindestens 9 oder 10 Tage lang im Kloster bleibt.
Und man musste in der Zeit seine bisherige Praxis aufgeben und den Anweisungen des Klosters folgen.
Dann wurde noch das Telefon eingesammelt und für zwei Tage musste man eine Einweisung in die Praxis von dem Kloster machen.

Ich bin dann 23 Tage geblieben.
Einmal am Tag hatte man ein Interview mit Ajahn Suphan und jeden Tag wurde die Dauer der Sitz-und Gehmeditation erhöht.
Angefangen hat man mit 6 Stunden pro Tag und in der zweiten Woche war man dann bei 12 bis 14 Stunden am Tag.
Nach Der Einweisung konnte man in seinem Zimmer praktizieren, aber in regelmäßigen Abständen kam ein Mönch vorbei und hat geschaut ob man praktiziert. Reden und Lesen war unerwünscht.
Für jene die länger als 10 Tage geblieben sind, gab es am Ende noch zwei oder drei Tage, wo man nicht mehr schlafen durfte. Inzwischen war man bei 20 Stunden Meditation am Tag angelangt.
Zum Interview durfte man noch raus, aber das Essen wurde zum Zimmer gebracht.

Bis dahin habe ich mit einem Mantra gearbeitet und deshalb war die Umstellung ziemlich schwierig.

Eine deutsche Übersetzung von seinem Buch: https://vipassana-dhammacari.com/wp-content/uploads/2019/02/Der-einzige-Weg.pdf

Die Biografie von Ajahn Tong : https://sirimangalo.org/bio/
In dieser Tradition wurde nur über die Praxis gesprochen.
Und die Gespräche mit dem Lehrer bezogen sich nur auf die Meditation. Es gab ein kleines Heft mit den Basics und sonst sollte man nichts lesen in der Zeit.


Lg Martin
 
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