Martin1980
Mitglied
Buddh. Richtung:
keine mehr.
keine mehr.
Als ich in einer tiefen Krise über einen kleinen Umweg (China) nach Thailand kam, fühlte ich mich ziemlich schnell wohl im Kloster.
Die Umstellung war nicht so einfach, aber ziemlich schnell stellte sich eine Art von Frieden und Glück ein. Alles was ich am Anfang hörte und lernte, bestätigte meine Gedanken über das Leben und die Welt.
Das Leben ist mehr oder weniger Leiden, und alles geht sowieso den Bach runter.
Kein Interesse mehr an einer Beziehung, an Kindern, an gutem Essen, an Sex, Musik und so weiter.
Aber im Grunde war das erste Glück im Kloster eine Täuschung.
Im Kloster konnte ich keine Nachrichten konsumieren, und ich war umgeben von freundlichen und hilfsbereiten Menschen.
Ich hatte keinen Stress mit der Arbeit und den Rechnungen. Es gab zwar Arbeit, aber man hatte im Grunde mehrere Stunden am Tag frei .
Der Körper und der Geist erholte sich ziemlich schnell. Aber natürlich ging das Leben außerhalb des Klosters weiter.
Als ich einmal kurz nach Kambodscha wegen dem Visum musste, war mein Frieden schnell wieder weg.
Ich hatte im Grunde immer noch keine Freude am Leben und mein Glück war abhängig von meinen äußeren Umständen .
Dann beobachte ich meine Lehrer .
Als ich dann Mönch war, konnte ich mehr Zeit mit den Lehrern verbringen.
Sie lachten manchmal und hatten eine unglaubliche Geduld. Sie hatten Frieden gefunden, der nichts mit ihren äußeren Umständen zu tun hatte.
Egal ob sie im Krankenhaus waren, oder sich 10 bis 15 Stunden am Tag um die Besucher und Mönche gekümmert haben, sie haben einen unglaublichen Frieden ausgestrahlt.
Meiner Meinung nach gab es keinen Grund zum Glücklich sein in diesem Leben, weil ja alles Vergänglich und Leidhaft war.
Zumindest konnte man das aus deren Büchern und Dhammatalks heraus lesen und hören.
Wie sind diese Bücher entstanden?
Vor meiner Zeit in der thailändischen Waldtradition wurden viele Belehrungen/ Dhammatalks auf Kassetten aufgenommen, und wenn der Lehrer einmal nicht da war, konnten die Mönche/Nonnen/Laien diese Kassetten abspielen.
Die Dhammatalks richteten sich hauptsächlich an die Klostergemeinschaft. An Leute die in einer Sangha lebten und einen Lehrer hatten.
Irgendwann haben Laien den Lehrer gefragt, ob sie seine Belehrungen als Bücher veröffentlichen dürfen. Sie haben Spenden gesammelt und kleine Heftchen drucken lassen.
Ich kenne auf die Schnelle keinen Lehrer der thailändischen Waldtradition, der dies von sich aus in Auftrag gegeben hätte.
Irgendwann sind dann Bücher entstanden. In diesen Büchern konnte man viel über Anicca , Dukkha und Anatta lesen.
Man hat aber nicht live miterlebt wie diese Lehrer im Alltag waren.
Viele Westler haben ein hartes Leben hinter sich, und Sie hatten eine ziemlich pessimistische Einstellung gegenüber dem Leben, und dann wurden sie indirekt durch diese Bücher bestätigt.
Ich durfte viele der großen Meister persönlich kennen lernen, und das waren teilweise sehr lustige und glückliche Menschen. Und deren Frieden war so groß, dass man es teilweise fühlen konnte in ihrer Gegenwart.
Wer unter prekären Bedingungen lebt, findet auf dem ersten Blick eine Bestätigung in diesen Büchern, aber was er durch diese Bücher nicht erlebt, ist der Frieden und das Glück der gelebten Praxis.
Diese Bücher sind in erster Linie nicht für die Laien geschrieben worden, sondern für Leute die ihr ganzes Leben der Praxis widmen.
Sie dienten als Ansporn und Inspiration, aber sie vermitteln nur einen Teil der Wahrheit.
Wenn man nun in einer prekären Situation diese Bücher liest, dann fühlt man sich ziemlich schnell in seiner pessimistischen Stimmung bestärkt, aber diese Lehrer waren oft die glücklichsten Menschen, die ich kenne lernen durfte.
Theravada wird meiner Meinung nach im Westen oft falsch wahrgenommen und verstanden.
Und wenn man aus dieser Perspektive heraus nun auf die anderen buddhistischen Traditionen schaut, dann entsteht schnell eine gewisse Ablehnung.
Wieso lachen diese Lamas so oft und warum spielen diese Mönche und Nonnen in Frankreich mit dem Fussball ? Ajahn sowieso hat doch geschrieben, dass das Leben nicht lebenswert ist und alles im Grunde nur Leiden ist ?
Die meisten von uns sind keine Mönche und Nonnen, und wir haben verschiedene Verpflichtungen in diesem Leben. Wir erleben nur selten, wohin so eine “pessimistische“ Lehre führen kann, nämlich zu einem Frieden der nicht abhängig ist von den äußeren Umständen.
Wir dürfen Freude und Glück in diesem Leben haben.
Mögen wir alle Frieden finden
Die Umstellung war nicht so einfach, aber ziemlich schnell stellte sich eine Art von Frieden und Glück ein. Alles was ich am Anfang hörte und lernte, bestätigte meine Gedanken über das Leben und die Welt.
Das Leben ist mehr oder weniger Leiden, und alles geht sowieso den Bach runter.
Kein Interesse mehr an einer Beziehung, an Kindern, an gutem Essen, an Sex, Musik und so weiter.
Aber im Grunde war das erste Glück im Kloster eine Täuschung.
Im Kloster konnte ich keine Nachrichten konsumieren, und ich war umgeben von freundlichen und hilfsbereiten Menschen.
Ich hatte keinen Stress mit der Arbeit und den Rechnungen. Es gab zwar Arbeit, aber man hatte im Grunde mehrere Stunden am Tag frei .
Der Körper und der Geist erholte sich ziemlich schnell. Aber natürlich ging das Leben außerhalb des Klosters weiter.
Als ich einmal kurz nach Kambodscha wegen dem Visum musste, war mein Frieden schnell wieder weg.
Ich hatte im Grunde immer noch keine Freude am Leben und mein Glück war abhängig von meinen äußeren Umständen .
Dann beobachte ich meine Lehrer .
Als ich dann Mönch war, konnte ich mehr Zeit mit den Lehrern verbringen.
Sie lachten manchmal und hatten eine unglaubliche Geduld. Sie hatten Frieden gefunden, der nichts mit ihren äußeren Umständen zu tun hatte.
Egal ob sie im Krankenhaus waren, oder sich 10 bis 15 Stunden am Tag um die Besucher und Mönche gekümmert haben, sie haben einen unglaublichen Frieden ausgestrahlt.
Meiner Meinung nach gab es keinen Grund zum Glücklich sein in diesem Leben, weil ja alles Vergänglich und Leidhaft war.
Zumindest konnte man das aus deren Büchern und Dhammatalks heraus lesen und hören.
Wie sind diese Bücher entstanden?
Vor meiner Zeit in der thailändischen Waldtradition wurden viele Belehrungen/ Dhammatalks auf Kassetten aufgenommen, und wenn der Lehrer einmal nicht da war, konnten die Mönche/Nonnen/Laien diese Kassetten abspielen.
Die Dhammatalks richteten sich hauptsächlich an die Klostergemeinschaft. An Leute die in einer Sangha lebten und einen Lehrer hatten.
Irgendwann haben Laien den Lehrer gefragt, ob sie seine Belehrungen als Bücher veröffentlichen dürfen. Sie haben Spenden gesammelt und kleine Heftchen drucken lassen.
Ich kenne auf die Schnelle keinen Lehrer der thailändischen Waldtradition, der dies von sich aus in Auftrag gegeben hätte.
Irgendwann sind dann Bücher entstanden. In diesen Büchern konnte man viel über Anicca , Dukkha und Anatta lesen.
Man hat aber nicht live miterlebt wie diese Lehrer im Alltag waren.
Viele Westler haben ein hartes Leben hinter sich, und Sie hatten eine ziemlich pessimistische Einstellung gegenüber dem Leben, und dann wurden sie indirekt durch diese Bücher bestätigt.
Ich durfte viele der großen Meister persönlich kennen lernen, und das waren teilweise sehr lustige und glückliche Menschen. Und deren Frieden war so groß, dass man es teilweise fühlen konnte in ihrer Gegenwart.
Wer unter prekären Bedingungen lebt, findet auf dem ersten Blick eine Bestätigung in diesen Büchern, aber was er durch diese Bücher nicht erlebt, ist der Frieden und das Glück der gelebten Praxis.
Diese Bücher sind in erster Linie nicht für die Laien geschrieben worden, sondern für Leute die ihr ganzes Leben der Praxis widmen.
Sie dienten als Ansporn und Inspiration, aber sie vermitteln nur einen Teil der Wahrheit.
Wenn man nun in einer prekären Situation diese Bücher liest, dann fühlt man sich ziemlich schnell in seiner pessimistischen Stimmung bestärkt, aber diese Lehrer waren oft die glücklichsten Menschen, die ich kenne lernen durfte.
Theravada wird meiner Meinung nach im Westen oft falsch wahrgenommen und verstanden.
Und wenn man aus dieser Perspektive heraus nun auf die anderen buddhistischen Traditionen schaut, dann entsteht schnell eine gewisse Ablehnung.
Wieso lachen diese Lamas so oft und warum spielen diese Mönche und Nonnen in Frankreich mit dem Fussball ? Ajahn sowieso hat doch geschrieben, dass das Leben nicht lebenswert ist und alles im Grunde nur Leiden ist ?
Die meisten von uns sind keine Mönche und Nonnen, und wir haben verschiedene Verpflichtungen in diesem Leben. Wir erleben nur selten, wohin so eine “pessimistische“ Lehre führen kann, nämlich zu einem Frieden der nicht abhängig ist von den äußeren Umständen.
Wir dürfen Freude und Glück in diesem Leben haben.
Mögen wir alle Frieden finden