Igor07
Mitglied
Hi, liebe Mitglieder,
mir ist echt aufgefallen, dass man diesen Begriff leicht missverstehen kann.
Im Sutta S.36.6 Durch einen Pfeil - 6. Salla Sutta kann man sehr gut erkennen, dass körperliche Schmerzen – und ich nehme an, auch seelische – weiterhin bestehen bleiben. Aber nur meine eigene Reaktion oder innere Einstellung kann ich verändern.
Anders ausgedrückt: Der Buddhismus heilt keine Krankheiten. Selbst der Buddha hat unter Schmerzen gelitten. Daran sieht man, dass das Wort in diesem Zusammenhang nicht ganz die richtige Bedeutung abdeckt. Ich schlussfolgere daraus, dass es hier eher um die Nicht-Identifikation geht – auf Deutsch ausgedrückt.
Bei Anālayo habe ich gelesen, dass der Körper leidet, aber nicht der Geist. Mit „Geist“ ist hier wohl eher „Mind“ gemeint, also nicht so eng gefasst. Leider finde ich die Stelle auf Englisch gerade nicht.
In diesem Sinne denke ich, dass es richtig verstanden ist: Meine eigenen Ängste, Depressionen oder was auch immer – sie bleiben bestehen. Ich werde alt, krank und irgendwann sterben. Denn alles, was bedingt ist, vergeht. Nur Nibbana ist unbedingt – so habe ich es eins zu eins bei Bhikkhu Bodhi in In den Worten des Buddha gelesen.
Noch ein Gedanke: Wenn ich mich nicht so sehr an meine Krankheiten oder Schmerzen klammere, könnte es sein, dass sie allmählich die Kraft verlieren, mich zu beherrschen – mich zu versklaven. Aber zu sagen, dass ich durch den Dharma geheilt werde, würde niemals stimmen.
Meditation ist kein Hokuspokus, der mich gesund macht. Wenn ich beispielsweise nach einem Autounfall gelähmt wäre oder an einer schlimmen, vielleicht sogar tödlichen Krankheit leiden würde, könnte das nicht geheilt werden. Aber ich könnte in meinem Inneren so wie eine Art existenzielle Freiheit erlangen – mehr nicht.
Wie seht ihr das?
LG.
mir ist echt aufgefallen, dass man diesen Begriff leicht missverstehen kann.
Im Sutta S.36.6 Durch einen Pfeil - 6. Salla Sutta kann man sehr gut erkennen, dass körperliche Schmerzen – und ich nehme an, auch seelische – weiterhin bestehen bleiben. Aber nur meine eigene Reaktion oder innere Einstellung kann ich verändern.
Anders ausgedrückt: Der Buddhismus heilt keine Krankheiten. Selbst der Buddha hat unter Schmerzen gelitten. Daran sieht man, dass das Wort in diesem Zusammenhang nicht ganz die richtige Bedeutung abdeckt. Ich schlussfolgere daraus, dass es hier eher um die Nicht-Identifikation geht – auf Deutsch ausgedrückt.
Bei Anālayo habe ich gelesen, dass der Körper leidet, aber nicht der Geist. Mit „Geist“ ist hier wohl eher „Mind“ gemeint, also nicht so eng gefasst. Leider finde ich die Stelle auf Englisch gerade nicht.
In diesem Sinne denke ich, dass es richtig verstanden ist: Meine eigenen Ängste, Depressionen oder was auch immer – sie bleiben bestehen. Ich werde alt, krank und irgendwann sterben. Denn alles, was bedingt ist, vergeht. Nur Nibbana ist unbedingt – so habe ich es eins zu eins bei Bhikkhu Bodhi in In den Worten des Buddha gelesen.
Noch ein Gedanke: Wenn ich mich nicht so sehr an meine Krankheiten oder Schmerzen klammere, könnte es sein, dass sie allmählich die Kraft verlieren, mich zu beherrschen – mich zu versklaven. Aber zu sagen, dass ich durch den Dharma geheilt werde, würde niemals stimmen.
Meditation ist kein Hokuspokus, der mich gesund macht. Wenn ich beispielsweise nach einem Autounfall gelähmt wäre oder an einer schlimmen, vielleicht sogar tödlichen Krankheit leiden würde, könnte das nicht geheilt werden. Aber ich könnte in meinem Inneren so wie eine Art existenzielle Freiheit erlangen – mehr nicht.
Wie seht ihr das?
LG.